Bamberg hat offenbar das Siegen verlernt! Der Liga-Primus, der auf internationalem Parkett in der EuroLeague kein Land sieht (elf Spiele, elf Niederlagen), ist nun auch in der BBL komplett aus dem Rhythmus geraten. Nach Niederlagen bei Bayern München (71:85) und Phoenix Hagen (97:104 n.V.) setzte es für die Oberfranken die dritte Liga-Pleite in Serie. Am Sonntag erwischte es das Team von Trainer Chris Fleming ausgerechnet bei den abstiegsbedrohten Fraport Skyliners.
Beim Gastspiel in Hessen fand der Serienmeister nie richtig zu seinem Spiel und musste schon im zweiten Viertel einem zwischenzeitlichem Defizit von 13 Zählern hinterherlaufen (19:32). Bamberg kämpfte sich zwar zurück und ging nach einem Korbleger von Bostjan Nachbar sogar in Front (40:39). Diese hatte aber nur eine kurze Lebensdauer. Denn Frankfurt legte kurz darauf gleich wieder zu und ging mit 57:44 ins Schlussviertel. In diesem kämpfte sich der Tabellenführer erneut heran, musste aber trotz 22 Punkten von Anton Gavel wettbewerbsübergreifend schon die sechste Pleite am Stück einkassieren. Für Frankfurt traf Dawan Robinson (19 Zähler) in der Schlussphase den vorentscheidenden Dreier zum 67:70. Platz 1 in der Bundesliga ist für Bamberg trotz der 64:77-Pleite aber nicht mehr in Gefahr. Die Brose Baskets liegen mit 42 Punkten weiterhin souverän vor Bayern München (36) und haben zudem ein Spiel weniger absolviert.
Am Abend setzte es dann auch Niederlagen für Alba Berlin und den FC Bayern München. Die Bayern lagen in Trier zwar lange Zeit aussichtsreich in Führung, mussten sich schlussendlich aber mit einer 84:90 (45:46)-Niederlage abfinden. Zudem muss der FC Bayern die kommenden Partien auf Lawrence Roberts verzichten. Der 30-Jährige zog sich bereits in der Anfangsphase einen mehrfachen Jochbeinbruch zu. Wie lange er ausfallen wird, steht noch nicht fest. "Die Verletzung von Lawrence Roberts war ein großer Schock", sagte Bayern-Trainer Svetislav Pesic.Alba Berlin unterlag derweil bei Phoenix Hagen mit 87:94 (36:46).
Im Rennen um die Play-offs mussten am Samstag die Eisbären Bremerhaven einen Rückschlag hinnehmen. Bei ratiopharm Ulm unterlagen sie mit 78:82 (44:37) und rutschten damit auf Rang 14 in der Tabelle ab. Dabei hatte es bei den Bremerhavenern zunächst noch gut ausgesehen, führten sie doch nach einer guten ersten Hälfte mit sieben Punkten. Danach geriet das Offensivspiel jedoch ins Stocken, was sich vor allem im letzten Viertel bemerkbar machte. Die Ulmer entschieden die abschließenden zehn Minuten mit 22:14 zu ihren Gunsten und bogen das Spiel noch um. Bester Werfer war Ulms John Bryant mit 23 Zählern, Stanley Burrell punktete für die unterlegenen Gäste 22-mal.
Durchwachsen verlief die Saison zuletzt für Tübingen, das auswärts drei Niederlagen in Folge kassierte, dafür aber zu Hause drei Siege nacheinander bejubeln durfte. Gegen die EWE Baskets Oldenburg riss die Serie in der heimischen Paul-Horn-Arena nun aber. Die Oldenburger, die am Donnerstag noch im Rahmen der EuroChallenge in der Ukraine aktiv waren, zeigten sich keineswegs müde von den Reisestrapazen und machten von Beginn an ernst. Gleich sechs Spieler der Gäste punkteten zweistellig, Dru Joyce 15-mal und damit am häufigsten. Tübingens Reggie Redding sammelte zwar 16 Zähler, konnte die klare 64:89 (32:41)-Pleite aber auch nicht abwenden.
Gießen steht bereits als erster Absteiger fest. Nun gilt es für die 46ers, sich anständig aus der Liga zu verabschieden. Gegen die Phantome aus Braunschweig war für den Tabellenletzten trotz starker 23 Punkte von Elvir Ovcina aber nichts zu holen. Die Braunschweiger gewannen mit 79:63 (32:39) und entführten die Punkte aus Gießen.
Mit großen Personalsorgen und einer langen Reise - unter der Woche spielten die Bonner in der EuroChallenge im russischen Samara - in den Knochen waren die Telekom Baskets Bonn nach Quakenbrück gereist. Ohne Benas Veikalas, Jamel McLean und Fabian Thülig war der Aderlass wohl zu groß, sodass es am Ende eine klare 75:109 (34:55)-Pleite gegen die Artland Dragons setzte. Anthony King ragte mit 17 Punkten bei den Gastgebern heraus.
In Bayreuth stand das Franken-Derby zwischen dem BBC und Würzburg an. Das Hinspiel hatten die Bayreuther gewonnen (73:67), nun nahmen die Baskets Revanche. Die Gäste sorgten rasch für klare Verhältnisse, führten nach zwei Vierteln bereits komfortabel mit 20 Punkten und ließen sich den 83:62 (48:28)-Triumph danach nicht mehr nehmen. Frank Robinson steuerte 17 Zähler zum Sieg bei.
Fraport Skyliners: Robinson (19 Pkt./ 3-3er), Brooks (13/1), Peacock (12/0), Robertson (10/2), Barthel (7/1), Gibson (6/1), Nolte (6/0), Voigtmann (2/0), Prowell (2/0)
Brose Baskets: Gavel (22 Pkt./ 3-3er), Nachbar (10/2), Ford (8/2), Walsh (7/1), Massey (7/0), Renfroe (4/1), Zirbes (4/0), Jacobsen (2/0)
Zuschauer: 4840
TBB Trier: Stewart (21 Pkt./ 5-3er), Harper (17/1), Linhart (14/1), Howell (10/3), Doreth (8/2), Seiferth (8/0), Mönninghoff (5/1), Chikoko (4/0), Bucknor (3/1)
FC Bayern München: Rice (21 Pkt./ 3-3er), Thomas (16/2), Troutman (13/1), Jagla (11/1), Benzing (9/0), Homan (9/0), Greene (3/1), Hamann (2/0)
Zuschauer: 5984
Phoenix Hagen: Gordon (19 Pkt./ 1-3er), Hess (17/5), White (16/1), Bell (14/2), Dorris (11/0), Gregory (8/0), Wendt (7/1), Kruel (2/0)
Alba Berlin: Wood (21 Pkt./ 4-3er), Thompson (18/0), Traoré (14/0), Schaffartzik (13/3), Djedovic (13/0), Idbihi (4/0), Morley (3/1), Foster (1/0)
Zuschauer: 3145
Artland Dragons: King (17 Pkt./ 0-3er), Haynes (15/3), Grünheid (15/1), Strasser (13/3), Njei (13/3), Mallet (9/2), Kerusch (8/0), Hoffmann (7/1), Popovic (7/0), Spöler (4/0), Buckman (1/0)
Telekom Baskets Bonn: McCray (14 Pkt./ 3-3er), Ensminger (11/0), Weems (11/0), Wohlfarth-Bottermann (11/0), Dohmen (8/2), Jordan (8/0), Vaden (6/2), Mangold (4/0), Apasu (2/0)
Zuschauer: 3000
LTi Gießen 46ers: Ovcina (23 Pkt./ 3-3er), Faßler (11/1), Zazai (10/0), Curry (7/1), Spohr (6/1), Didovic (4/0), Hanke (2/0)
New Yorker Phantoms Braunschweig: McElroy (12 Pkt./ 2-3er), Boateng (12/0), Barton (9/1), Anderson (9/1), Nana (9/1), Schröder (8/0), Mittmann (7/1), Schneiders (7/0), Kulawick (3/1), Pigram (2/0), Land (1/0)
Zuschauer: 2167
Walter Tigers Tübingen: Redding (16 Pkt./ 2-3er), Duggins (13/1), Frease (13/0), Lischka (12/1), Nash (5/0), Wells (4/0), Young (1/0)
EWE Baskets Oldenburg: Joyce (15 Pkt./ 3-3er), Paulding (14/4), Jenkins (11/1), Burrell (11/0), Bahiense de Mello (10/2), Chubb (10/0), Wysocki (9/0), Smeulders (6/0), Abdul-Hamid (2/0), Freese (1/0)
Zuschauer: 2800
Ratiopharm Ulm: Bryant (23 Pkt./ 1-3er), Ray (12/2), Esterkamp (11/3), Theis (9/1), Schwethelm (8/2), Jeter (7/0), Nankivil (5/1), Samhan (4/0), Günther (3/1)
Eisbären Bremerhaven: Burrell (22 Pkt./ 0-3er), Zwiener (14/0), Jackson (12/1), El Domiaty (11/3), Everett (7/1), Drevo (5/1), Morrison (5/0), Waleszkowski (2/0)
Zuschauer: 6000
BBC Bayreuth: Simon (15 Pkt./ 3-3er), Bailey (11/0), Trapani (9/1), Wyrick (8/2), McGhee (7/0), Zeis (3/1), Hamilton (3/1), Schmitz (3/0), Cain (2/0), Schmidt (1/0)
s.Oliver Baskets Würzburg: Robinson (17 Pkt./ 0-3er), Anderson (14/1), Boone (14/0), McIntosh (10/2), King (9/1), Lenzly (6/2), McNaughton (6/0), Little (3/0), Stuckey (2/0), Clay (2/0)
Zuschauer: 3045
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