
115:108 hieß es am Ende für die Mavs, die ihren 30. Saisonsieg feierten. Bei 33 Niederlagen ist die 0.500-Marke nun klar in Sicht. Zum Platz acht ist es dagegen noch ein gutes Stück, zumal die Lakers sich wohl angesichts ihres Siegeszuges nicht mehr abfangen lassen werden. Dallas muss Utah und Portland in die Schranken verweisen. Und wohl leider auch die starken Houston Rockets, um noch Achter zu werden. Tendenz: Baut der Meister von 2011 seine Serie von vier Siegen in Reihe nicht weiter aus, riecht es stark nach einem bitteren Ausgang als Neunter der Western Conference.
In Milwaukee spielten sich einige Mavs in den Vordergrund. Vor der Halbzeitpause: Dirk Nowitzki. Der Routinier sammelte da schon 17 seiner 19 Zähler, elf Rebounds machten das Double-Double perfekt. Nach der großen Pause: Vince Carter! Der ehemalige Stopfspezialist avanciert immer mehr zum eiskalten Shooter. Immer, wenn die Bucks in der Schlussphase den Ausgleich in Sicht hatten, hatte Carter ein Ass im Ärmel. 13 seiner 23 Punkte kamen im vierten Abschnitt zusammen. Sein Teamkollege Mike James meinte bewundernd: "Manchmal hat er heute geworfen und ich dachte: 'Oh, besser nicht!' Doch die Würfe gingen rein, das war echt bewundernswert." In dieser Form wäre der Edelreservist sogar ein Kandidat auf den "Bester-sechster-Mann-Award".
Gut fühlte sich auch Dallas-Youngster Jae Crowder, der vor der NBA-Laufbahn in Milwaukee an der Marquette-Universität spielte und bei seiner Rückkehr auf 14 Punkte kam - bei acht Rebounds und 70 Prozent Trefferquote. Er war ein hervorragender Vertreter des verletzten Shawn Marion.
Die Lakers gewannen beim Ost-Kellerkind Orlando mit 106:97 - soviel zu den nackten Zahlen eines erwarteten Favoritensieges. Ein ganz normales Spiel war es dennoch nicht. Denn Dwight Howard kehrte zurück an seine alte Wirkungsstätte. Und wurde mit zahlreichen Feindseligkeiten begrüßt. Buhrufe, Pfiffe bei nahezu jeder Ballberührung, dazu zahlreiche Botschaften mit "Liebesgrüßen". Die Fans in Zentralflorida hatten ihrem einstigen Superman den Abschied in den vermeintlich glorreichen Westen nicht verziehen.
Doch Howard trotzte allen Widrigkeiten und drückte dem Spiel den Stempel auf: 39 Punkte (Saisonrekord), 16 Rebounds, drei Blocks! Und: Der Plan, den an der Freiwurflinie eher schwachen Center per absichtlicher Fouls zu "Standardsituationen" zu zwingen, ging nicht auf. 39-mal musste D12 ran - das ist Lakers-Höchstwert. Immerhin 25 Bälle brachte Howard unter. "Was immer du vor dem Spiel gemacht hast, mach es immer", twitterte Lakers-Legende Magic Johnson nach dem Spiel. Dwight Howard war zweifellos der Mann des Abends in der NBA.
Ricky Rubio hat sein erstes Triple-Double in der NBA geschafft! Der geniale Spielmacher der verletzungsgeplagten Minnesota Timberwolves schaffte am Dienstag 21 Punkte, zwölf Assists und beachtliche 13 Rebounds. Und dass die Galanacht beim 107:83 über den West-Spitzenreiter San Antonio zu Stande kam, ist umso beachtlicher. Kreativ in der Offensive, giftig in der Abwehrarbeit - Rubio zeigte sein ganzes Können und verzückte die Fans in Minneapolis. Nicht unerwähnt bleiben darf, dass die Spurs ohne Parker (verletzt), Leonard und Duncan angetreten waren. Liga-Boss David Stern wird wieder einmal nicht über Spurs-Coach Gregg Popovich erfreut sein.
Und der Meister? Die Miami Heat setzten ihren formidablen Lauf durch die Hauptrunde fort. Ihre Serie steht nun bei 19 Siegen ohne Unterbrechung. Diesmal waren die Atlanta Hawks Opfer. Beim 98:81 kam Dwyane Wade auf 23 Punkte.
Eine weitere Serie endete überraschend: Ligaschlusslicht Charlotte Bobcats bezwang die ohne Paul Pierce angetretenen Boston Celtics mit 100:74. Gerald Henderson kam auf 35 Punkte für den Underdog, der nach starkem Saisonbeginn in ein tiefes Loch gefallen war. Immerhin: Nach zehn Schlappen in Folge gelang endlich der 14. Saisonsieg, womit das Team seine Anzahl an Siegen aus der Vorsaison schon verdoppelt hat.
Erbärmlich war indes die Vorstellung der Kelten. Kevin Garnett traf nur zwei von zehn Würfen - und das ist nur ein Beispiel aus dem Gruselkabinett der Gästestatistik.
Charlotte Bobcats - Boston Celtics 100:74
Orlando Magic - Los Angeles Lakers 97:106
Cleveland Cavaliers - Washington Wizards 95:90
Brooklyn Nets - New Orleans Hornets 108:98
Miami Heat - Atlanta Hawks 98:81
Milwaukee Bucks - Dallas Mavericks 108:115
Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 107:83
Portland Trail Blazers - Memphis Grizzlies 97:102
| Pl. | Verein | Körbe | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | New York Knicks | 6326:6156 | 38 |
| 2 | ![]() | Brooklyn Nets | 6284:6240 | 38 |
| 3 | ![]() | Boston Celtics | 6244:6215 | 36 |
| 4 | ![]() | Toronto Raptors | 6531:6640 | 26 |
| 5 | ![]() | Philadelphia 76ers | 6013:6252 | 25 |
| 1 | ![]() | Indiana Pacers | 6215:5940 | 40 |
| 2 | ![]() | Chicago Bulls | 6005:5970 | 36 |
| 3 | ![]() | Milwaukee Bucks | 6442:6515 | 33 |
| 4 | ![]() | Detroit Pistons | 6424:6704 | 23 |
| 5 | ![]() | Cleveland Cavaliers | 6443:6676 | 22 |
| 1 | ![]() | Miami Heat | 6723:6226 | 51 |
| 2 | ![]() | Atlanta Hawks | 6427:6380 | 37 |
| 3 | ![]() | Washington Wizards | 6015:6180 | 23 |
| 4 | ![]() | Orlando Magic | 6339:6765 | 18 |
| 5 | ![]() | Charlotte Bobcats | 6120:6790 | 14 |
| 1 | ![]() | Oklahoma City Thunder | 7149:6513 | 50 |
| 2 | ![]() | Denver Nuggets | 7086:6757 | 45 |
| 3 | ![]() | Utah Jazz | 6473:6513 | 34 |
| 4 | ![]() | Portland Trailblazers | 6391:6479 | 31 |
| 5 | ![]() | Minnesota Timberwolves | 6059:6267 | 23 |
| 1 | ![]() | Los Angeles Clippers | 6752:6310 | 46 |
| 2 | ![]() | Golden State Warriors | 6845:6840 | 38 |
| 3 | ![]() | Los Angeles Lakers | 6969:6874 | 36 |
| 4 | ![]() | Sacramento Kings | 6662:7025 | 23 |
| 5 | ![]() | Phoenix Suns | 6336:6761 | 22 |
| 1 | ![]() | San Antonio Spurs | 6999:6463 | 51 |
| 2 | ![]() | Memphis Grizzlies | 6076:5812 | 44 |
| 3 | ![]() | Houston Rockets | 7133:6920 | 36 |
| 4 | ![]() | Dallas Mavericks | 6676:6730 | 31 |
| 5 | ![]() | New Orleans Hornets | 6322:6566 | 22 |