Als es drauf ankam, war Nowitzki, der insgesamt nur zwölf Punkte erzielte, zur Stelle und traf kurz vor Schluss gleich zweimal im Palace of Auburn Hills. Für Gastgeber Detroit, zuletzt Meister 2004, war es bereits die vierte Niederlage in Serie. Dallas hat nun 28 Siege bei 33 Niederlagen auf dem Konto. Topscorer der Mavericks war O.J. Mayo, der 22 Zähler beisteuerte. "Den Sieg nehmen wir mit, aber wir müssen viel besser werden. Das war nur Glück", schimpfte Nowitzki.
"Wir haben im letzten Viertel keinen guten Job gemacht", kritisierte auch Dallas-Coach Rick Carlisle. "Immerhin sind wir zurück ins Spiel gekommen und haben den Sieg eingefahren. Aber es war viel Glück dabei."
Für die Mavs bleiben die Play-offs aber in weiter Ferne. Immerhin: Die Utah Jazz, Achter im Westen, verloren in letzter Sekunde in Chicago und rutschten auf 32:30 ab. Die Los Angeles Lakers (Neunter, 32:31) setzten sich derweil dank eines formidablen Kobe Bryant (42 Punkte) nach Verlängerung 118:116 gegen die Toronto Raptors durch. Bryant rettete die Lakers zunächst in der regulären Spielzeit, um in der Verlängerung mit einem krachenden Dunk zum Sieg den Schlusspunkt zu setzen. Auf der Gegenseite vergab Rudy Gay die letzte Chance der Kanadier.
Weiter vor den Mavericks stehen auch die Portland Trail Blazers, die beim West-Spitzenreiter San Antonio Spurs (drei bis vier Wochen ohne Tony Parker) überraschend deutlich mit 136:106 gewannen und ihre Bilanz auf 29:32 verbesserten. Es war die zweithöchste Heimniederlage in der Geschichte der Spurs.
Der Siebte Houston Rockets feierte einen 94:88-Sieg über die Golden State Warriors. Der deutsche Neuzugang Tim Ohlbrecht kam nicht zum Einsatz.
Die Miami Heat um Superstar LeBron James bauten ihren Klubrekord auf 17 Siege nacheinander aus. Der Titelverteidiger und Spitzenreiter der Eastern Conference siegte gegen die Phiadelphia 76ers mit 102:93. James war mit 25 Punkten Topscorer der Heat.
Derweil stellte Deron Williams von den Brooklyn Nets einen NBA-Rekord auf. Beim 95:78 über die Washington Wizards versenkte der Point Guard neun Drei-Punkte-Würfe in der ersten Halbzeit. Damit übertraf Williams fünf Spieler, die zuvor acht "Dreier" in einem Durchgang erfolgreich abgeschlossen hatten. Den NBA-Rekord für die meisten erfolgreichen Drei-Punkte-Würfe in einem Spiel verfehlte Williams mit insgesamt elf gelungenen Abschlüssen nur knapp. Die Bestmarke von zwölf Treffern halten Lakers-Superstar Kobe Bryant (2003) sowie Donyell Marshall (2005).
Charlotte Bobcats - Oklahoma City Thunder 94:116
Orlando Magic - Indiana Pacers 86:115
Boston Celtics - Atlanta Hawks 107:102 n.V.
Brooklyn Nets - Washington Wizards 95:78
Detroit Pistons - Dallas Mavericks 99:102
Cleveland Cavaliers - Memphis Grizzlies 92:103
Miami Heat - Philadelphia 76ers 102:93
Chicago Bulls - Utah Jazz 89:88
San Antonio Spurs - Portland Trail Blazers 106:136
Sacramento Kings - Phoenix Suns 121:112
Los Angeles Lakers - Toronto Raptors 118:116 n.V.
Golden State Warriors - Houston Rockets 88:94