Zuerst ein Blick auf unsere Zauberer aus Washington. Jawohl, es hat wieder funktioniert. Wieder stolperte ein ambitioniertes Team gegen die Hauptstädter, die sich durch eine richtig gute Abwehrleistung einen 89:74-Erfolg über die Brooklyn Nets sicherten. Beim 14. Saisonsieg und dritten Erfolg in Reihe - dadurch ist das Wittman-Team nur noch Drittletzter im Osten - legte Nene mit 20/11 ein Double-Double auf. Deron Williams kam auf 20 Zähler für die Gäste, die hinter die in Utah siegreichen Chicago Bulls auf Rang fünf zurückfielen.
Landesweit von größerer Bedeutung als das Spiel in der Hauptstadt war jedoch der Vergleich East Coast vs. West Coast am South Beach: Miami Heat gegen Los Angeles Clippers! Die Kalifornier reisten mal wieder in Bestbesetzung an, nachdem zuletzt mit Chris Paul, aber auch Blake Griffin und Jamal Crawford wichtige Akteure kurz- bis mittelfristig gefehlt hatten.
Doch es lief nicht rund für die A-Formation der Gäste, "King" James erwischte wieder einmal einen Sahneabend und führte seine Farben zum 111:89. 30 Punkte legte der MVP auf - und es hätten noch einige mehr werden können. Nachdem das Spiel entschieden war, verbrachte er das letzte Viertel jedoch auf der Bank. Bereits zum vierten Mal in Serie steuerte James 30 Zähler oder mehr zum Erfolg seiner Heat bei.
Dementsprechend groß war das Lob. "Wir versuchen in jedem Spiel für neue Superlative zu sorgen", sagte Miamis Coach Erik Spoelstra: "Er ist der beste Spieler in diesem Spiel und erfindet sich ständig neu." Auch Clippers-Star Chris Paul verneigte sich tief vor seinem 28 Jahre alten Nationalmannschaftskollegen: "LeBron ist unglaublich. Wenn er so trifft wie heute, ist er kaum zu verteidigen."
Für eine Überraschung sorgten am Freitag die Detroit Pistons. Durch das 119:109 gegen die ersatzgeschwächten San Antonio Spurs beendeten die Pistons die Erfolgsserie der Texaner von elf Siegen nacheinander. Bei den Spurs fehlten abermals die Routiniers Tim Duncan und Manu Ginobili. Tony Parkers 31 Punkte reichten diesmal nicht.
Die Berg- und Talfahrt der Los Angeles Lakers fand bei den Charlotte Bobcats ihre Fortsetzung mit einem Pflichtsieg. Lakers-Legende Kobe Bryant gab sich beim 100:93 mit 20 Punkten zufrieden. Die erzielte der 34-Jährige allerdings allesamt in der zweiten Halbzeit - 14 Punkte sogar im Schlussviertel. Am Sonntag steht dann das Auswärtsspiel in Miami auf dem Plan.
Schneesturm "Nemo" hat die Reiseplanungen der New York Knicks durcheinandergebracht. Die Knicks mussten nach ihrem 100:94-Sieg bei den Minnesota Timberwolves in Minneapolis bleiben und konnten wegen des Unwetters an der US-Ostküste nicht wie geplant heimfliegen. Das Team wollte versuchen, am Samstag nach New York zurückzukehren. Der Tabellenzweite der Eastern Conference empfängt am Sonntag die Clippers. In der NHL war zuvor bereits das Samstagsspiel zwischen den Boston Bruins mit dem deutschen Nationalspieler Dennis Seidenberg gegen die Tampa Bay Lightning von 13 Uhr (Ortszeit) auf 19 Uhr verschoben worden. Im Nordosten der USA fielen in der Nacht auf Samstag bis zu 60 Zentimeter Neuschnee.
So viele Heimspiele in Folge hatten die Indiana Pacers zuletzt gewonnen und avancierten dadurch zu einer der Überraschungsmannschaften der NBA. Am Freitag riss der Faden. Die Toronto Raptors holten per 100:98 den Sieg in Indianapolis - mit ihrem erst sechsten Auswärtserfolg!
Neuerwerb Rudy Gay befeuerte das Spiel der Dinos abermals mächtig. Der aus Memphis gekommene Zugang sammelte 17 seienr 23 Zähler im vierten Viertel und der Verlängerung und machte 1,7 Sekunden vor dem Ende des Spiels mit einem Sprungwurf aus der Halbdistanz den Deckel drauf. "Er gibt uns mächtig Auftrieb", sagte Forward Amir Johnson über Gay, der bislang in allen vier Spielen für die Kanadier über die 20er-Hürde gekommen war. Bemerkenswert: Gay hatte schon mit einem Steal sechs Sekunden vor Ende der regulären Spielzeit für den Ausgleich durch Johnson (14/14 R.) mit der Sirene gesorgt.
Washington Wizards - Brooklyn Nets 89:74, Charlotte Bobcats - Los Angeles Lakers 93:100, Indiana Pacers - Toronto Raptors 98:100 OT, Atlanta Hawks - New Orleans Hornets 100:111, Detroit Pistons - San Antonio Spurs 119:109, Houston Rockets - Portland Trail Blazers 118:103, Oklahoma City Thunder - Phoenix Suns 127:96, Minnesota Timberwolves - New York Knicks 94:100, Miami Heat - Los Angeles Clippers 111:89, Cleveland Cavaliers - Orlando Magic 119:108, Memphis Grizzlies - Golden State Warriors 99:93, Utah Jazz - Chicago Bulls 89:93
Punkte: Carmelo Anthony (New York) 36, James Harden (Houston) 35, Al Jefferson (Utah), Stephen Curry (Golden State) je 32, Tony Parker (San Antonio), LaMarcus Aldridge (Portland) je 31, LeBron James (Miami), David West (Indiana) je 30; Rebounds: Greg Monroe (Detroit) 16, Amir Johnson (Toronto), Paul George (Indiana) je 14; Assists: Jameer Nelson (Orlando) 13, Greivis Vasquez (New Orleans) 12, Harden, Ricky Rubio (Minnesota) je 11; Dreier: Danny Green (San Antonio) 5/7; Steals: Rudy Gay (Toronto) 5; Blocks: Roy Hibbert (Indiana) 5; Freiwürfe: Marressee Speights (Cleveland) 12/12, Parker 11/12; Einsatzminuten: George 47