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07.02.2013, 07:50

Dallas schlägt Portland, Wizards überraschen Knicks

500 für Carlisle, 11 für Spurs und Magic, 4-6 für Gasol

Sie haben es wieder getan, die Washington Wizards. Als Topteam der NBA ist zurzeit nicht gut Kirschen essen mit dem Kellerkind der Eastern Conference. Nächstes Opfer: die heißen New York Knicks! Die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki wahrten derweil beim 500. NBA-Sieg ihres Trainers die kleine Play-off-Chance. Die San Antonio Spurs und die Orlando Magic verlängerten ihre bemerkenswerten/bemitleidenswerten Serien. Und die Lakers müssen wochenlang auf Pau Gasol verzichten.

Jubiläum für den Meistercoach von 2011: Rick Carlisle feierte am Mittwoch seinen 500. Sieg.
Jubiläum für den Meistercoach von 2011: Rick Carlisle feierte am Mittwoch seinen 500. Sieg.
© Getty ImagesZoomansicht

Es war eine runde Sache für die Mavericks am Mittwoch: Rick Carlisle feierte nach dem 105:99 über die Portland Trail Blazers seinen 500. Sieg als Trainer in der NBA. Und es war ein wichtiger Erfolg für die Texaner, kam er doch gegen einen der Mitbewerber um eine Top-8-Platzierung im Westen zu Stande. Die Trail Blazers sind mit 25:24 Neunter, die Mavericks mit 21:28 Elfter. Achter ist Houston (27:24), das am Mittwoch mit 108:114 in Miami unterlag. Trotz des Sieges: Dallas benötigt sicher noch einen gewaltigen Endspurt, um noch in die Play-offs zu rutschen.

Immerhin stimmte vor heimischem Publikum der Kampfgeist. Bester Werfer der Texaner beim 13. Heimsieg im 22. Spiel im American Airlines Center war O.J. Mayo mit 28 Punkten. Der unrasierte Würzburger Nowitzki steuerte 16 Punkte bei, wies jedoch auch eine durchwachsene Wurfquote aus dem Feld (7/19) aus. "Wir haben uns gesagt, dass wir uns nicht mehr rasieren werden, bis wir wieder eine ausgeglichene Bilanz haben", verriet Nowitzki. Das Zwischenziel kann Dallas frühestens Ende Februar erreichen, eine Reihe von Heimspielen macht jedoch Hoffnung, dass das Carlisle-Team die .500-Marke überhaupt noch schafft. Für Portland war LaMarcus Aldridge mit 27 Zählern und zehn Rebounds erfolgreich. Dallas gelang mit dem Sieg die Revanche für die knappe Niederlage in Oregon vor acht Tagen.

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Damals war bei Gleichstand ein Foul gegen Mayo gepfiffen worden - 1,5 Sekunden vor Schluss. Aldridge sorgte danach mit einem Buzzer-Beater für einen wichtigen Sieg der Trail Blazers. Und für eine bittere Niederlage der Mavs, zumal die Liga tags darauf gestand, dass Mayo eigentlich nur geblockt habe und Freiwürfe hätte bekommen müssen. Ein umso süßerer Sieg war es am Mittwoch, den Routinier Vince Carter mit einem Sprungwurf in der Schlussminute besiegelte. "Es war für uns die Möglichkeit, vor dem All-Star-Spiel noch Boden gut zu machen", sagte Mayo hinterher und sprach von einem "Must-Win".

Jubilar Carlisle nahm die Glückwünsche für Nummer 500 danach dankend an. "Das bedeutet, dass ich schon lange dabei bin, ich werde alt", kokettierte der 53 Jahre alte Coach. "Aber es bedeutet auch, dass ich mit vielen guten Spielern zusammengearbeitet habe." 853 Spiele hat Carlisle als Trainer begleitet, die 500 schaffte er als 28. Und er ist inzwischen klarer geworden in seiner Ansprache, wie Nowitzki wissen ließ. "Er hat den Leuten klar die Meinung ins Gesicht gesagt, das habe ich in den ersten Jahren von ihm nicht gesehen. Er musste hart gegenüber den Jungen sein, und er war es definitiv." Den nächsten Schritt in Richtung Platz acht wollen ein harter Carlisle und ein bärtiger Nowitzki am Samstag gegen die Golden State Warriors tun, gegen die es wie auch gegen Portland zuletzt eine äußerst bittere Auswärtsniederlage setzte.

Schock für die Lakers: Plantarsehnenanriss bei Pau

Gemeinsam mit den Mavericks kämpfen derzeit die Los Angeles Lakers (23:26) um den Anschluss an Platz acht. Zwar läuft es auf dem Parkett seit einiger Zeit etwas besser, doch das Lazarett leert sich einfach nicht. Zu Beginn der Saison war Neuzugang Steve Nash länger ausgefallen, dann erwischte es Star-Center Dwight Howard an der Schulter - und nun Pau Gasol am Fuß. Der Spanier hat beim letzten Spiel, wie sich nun herausstellte, einen Anriss der Plantarsehne erlitten und fällt wohl vier bis sechs Wochen aus. Genauere Untersuchungen finden noch nach der Rückkehr der auf Auswärtsreise befindlichen Lakers in der Heimat statt.

Elferrat in San Antonio und Orlando

Das heißeste und kälteste Team der NBA? San Antonio und Orlando! Und zwar im Gleichschritt. Am Mittwoch feierten bzw. betrauerten die beiden Teams ihren elften Sieg und ihre elfte Niederlage in Serie. Auf der Sonnenseite: die Spurs. Landesweite TV-Übertragung, Ligaboss David Stern in Reihe eins - das motivierte die Texaner beim 104:94 in Minneapolis über die verletzungsgeplagten T-Wolves. Wobei San Antonio auch das Fehlen der erfahrenen Tim Duncan und Manu Ginobili verdauen musste. Doch da waren noch Tony Parker (31 Punkte, acht Assists) und Danny Green (28), der aus allen Rohren feuerte und acht Dreier versenkte. Bärenstark wieder einmal war auch die "Kampfsau" Kawhi Leonard mit 19 Zählern und zehn Rebounds. "Ich glaube, uns fehlt es nicht an Selbstbewusstsein", lobte Trainer Gregg Popovich. "Und wir ändern das System nicht, wenn Spieler ausfallen."

Ein Blick auf die Schattenseite: Die Orlando Magic unterlagen zu Hause gegen die L.A. Clippers mit 76:86. Auch hier spielten zwei ersatzgeschwächte Teams gegeneinander, wobei die Kalifornier nach drei Schlappen in Folge in Eric Bledsoe (27) den Matchwinner hatten. Die All-Stars Chris Paul und Blake Griffin fehlten ebenso wie der starke Punktesammler Jamal Crawford.

Wizards wachsen mit dem Gegner

Bemerkenswert sind die Washington Wizards. Meist verlieren sie, doch wenn es gegen die Großen der Liga geht, wachsen die Hauptstädter über sich hinaus. 13 Siege insgesamt - fünf davon gegen Gruppenerste der sechs Divisionen! Am Mittwoch waren unter den Augen von Hall of Famer Magic Johnson die New York Knicks dran, davor schon Miami, Oklahoma City, die Los Angeles Clippers und Chicago. Der wiedergenesene John Wall wuchs mit 21 Punkten und neun Assists über sich hinaus, Trevor Ariza fügte 20 hinzu beim 106:96. NYC hatte zuvor fünf Mal in Folge gewonnen, zuletzt zehn Mal hintereinander gegen die Wizards. "Wir haben wohl gedacht, wir fahren mal kurz runter und holen uns einen Sieg - aber das ist nicht passiert", sagte ein enttäuschter Gästecoach Mike Woodson und nahm seine Leistung dabei nicht aus. Jetzt fehlen den Zauberern nur noch die San Antonio Spurs bei ihrem Beutezug.

Noch ein kurzer Blick auf den Champion: Die Miami Heat holten beim 114:108 über die "Dreier-Rekordler" aus Houston ihren 32. Sieg insgesamt und den 20. vor heimischem Publikum (bei drei Niederlagen). Die Entscheidung fiel unter dem Korb der Heat. In der Schlussminute zogen dort Mario Chalmers und Udonis Haslem elementar wichtige Offensivfouls, Dwyane Wade blockte einen Dreierversuch von James Harden, der zuvor so grandios aufgespielt hatte (36 Punkte). Nach ihren 140 Punkten gegen die Warriors blieben die Rockets diesmal also bei 108 Zählern stecken. Auch nicht schlecht, aber eben zu wenig für den Meister. "Die können punkten", lobte Heat-Coach Erik Spoelstra.


NBA, Ergebnisse vom Mittwoch, 06. Februar

Toronto Raptors - Boston Celtics 95:99, Philadelphia 76ers - Indiana Pacers 69:88, Washington Wizards - New York Knicks 106:96, Orlando Magic - Los Angeles Clippers 76:86, Cleveland Cavaliers - Charlotte Bobcats 122:95, Atlanta Hawks - Memphis Grizzlies 103:92, Detroit Pistons - Brooklyn Nets 90:93, Miami Heat - Houston Rockets 114:108, New Orleans Hornets - Phoenix Suns 93:84, Oklahoma City Thunder - Golden State Warriors 119:98, Dallas Mavericks - Portland Trail Blazers 105:99, Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 94:104, Utah Jazz - Milwaukee Bucks 100:86


Die Besten des Tages

Punkte: James Harden (Houston) 36, LeBron James (Miami) 32, Dwyane Wade (Miami), Tony Parker (San Antonio), Carmelo Anthony (New York) je 31, O.J. Mayo (Dallas), Danny Green (San Antonio) je 28; Rebounds: Roy Hibbert (Indiana), Omer Asik (Houston), Nikola Vucevic (Orlando), DeAndre Jordan (Clippers), Reggie Evans (Brooklyn) je 14; Assists: Jeff Teague (Atlanta) 13, Greivis Vasquez (New Orleans) 12, Stephen Curry (Golden State), Ricky Rubio (Minnesota) je 11; Dreier: Greenn 8/12, Kyrie Irving (Cleveland) 5/5, Trevor Ariza (Washington) 5/7; Steals: Eric Bledsoe, Lamar Odom (beide Clippers) je 6; Blocks: Serge Ibaka (OKC) 6; Freiwürfe: Wade 13/13, Harden 12/13; Einsatzminuten: "Melo" 44

Abdul-Jabbar vor Malone und Jordan - Nowitzki Zehnter
Die besten Punktesammler in der NBA-Geschichte
Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte)
Platz eins: Kareem Abdul-Jabbar (38.387 Punkte)

© Getty Images

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07.02.13
 
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National Basketball Association - 15. Woche 04.02. - 10.02.

Heim GastErg.
Indiana - Chicago111:101
 
Philadelphia - Orlando78:61
 
Washington - LA Clippers98:90
 
New York - Detroit99:85
 
Miami - Charlotte99:94
 
Oklahoma City - Dallas112:91
 
Minnesota - Portland98:100
 
Utah - Sacramento98:91 OT
 
Indiana - Atlanta114:103
 
Brooklyn Nets - LA Lakers83:92
 
Memphis - Phoenix90:96
 
Houston - Golden State140:109
 
Denver - Milwaukee112:104
 
Toronto - Boston95:99
 
Philadelphia - Indiana69:88
 
Washington - New York106:96
 
Orlando - LA Clippers76:86
 
Cleveland - Charlotte122:95
 
Atlanta - Memphis103:92
 
Miami - Houston114:108
 
Detroit - Brooklyn Nets90:93
 
New Orleans - Phoenix93:84
 
Oklahoma City - Golden State119:98
 
Dallas - Portland105:99
 
Minnesota - San Antonio94:104
 
Utah - Milwaukee100:86
 
Boston - LA Lakers116:95
 
Denver - Chicago128:96
 
Washington - Brooklyn Nets89:74
 
Charlotte - LA Lakers93:100
 
Indiana - Toronto98:100 OT
 
Atlanta - New Orleans100:111
 
Detroit - San Antonio119:109
 
Cleveland - Orlando119:108
 
Miami - LA Clippers111:89
 
Memphis - Golden State99:93
 
Houston - Portland118:103
 
Oklahoma City - Phoenix127:96
 
Minnesota - New York94:100
 
Utah - Chicago89:93
 
Cleveland - Denver103:111
 
Philadelphia - Charlotte87:76
 
Milwaukee - Detroit100:105
 
Dallas - Golden State116:91
 
Sacramento - Utah120:109
 
New York - LA Clippers88:102
 
Miami - LA Lakers107:97
 
Boston - Denver118:114 OT
 
Toronto - New Orleans102:89
 
Orlando - Portland110:104
 
Memphis - Minnesota105:88
 
Brooklyn Nets - San Antonio86:111
 
Phoenix - Oklahoma City69:97
 
Sacramento - Houston117:111
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