Bei den Bambergern geisterten die anstehenden Spitzenspiele sicherlich schon im Hinterkopf herum - doch die Oberfranken setzten sich am Montagabend dennoch souverän gegen Braunschweig durch. Dank einer starken Teamleistung gewann der Meister gegen die Phantoms mit 93:74 (49:41). Durch den Erfolg festigte die Mannschaft von Trainer Chris Fleming die Tabellenführung mit 36:4 Punkten vor Vizemeister ratiopharm Ulm (28:12 Zähler). Am Donnerstag kommt es im Qualifikationsspiel zum Top-Four-Turnier des BBL-Pokals zum Duell gegen Bayern München, bevor am Sonntag der Tabellenvierte EWE Baskets Oldenburg in Bamberg gastiert.
Für die Brose Baskets war es bereits der achte Sieg in Serie. Sie führen die Tabelle mit acht Punkten Vorsprung weiter souverän an. Beste Bamberger Werfer waren Jeremiah Massey (17) und Sergerio Gipson (13). Für Braunschweig trafen Dennis Schröder (20) und Robert Kulawick (13) am häufigsten.
In der Zwischenrunde der Euroleague setzte es zuletzt in Kaunas eine derbe Pleite, nun zeigt die Formkurve auch in der BBL nach unten. Die Reise nach Oldenburg brachte Coach Sasa Obradovic und seinem Team keine Punkte und beschränkten Ruhm. Vor 3148 Zuschauern in ausverkaufter Halle waren es die Oldenburger, die die Partie prägten und jedes einzelne Viertel für sich entschieden.
23:19 im ersten, 18:13 im zweiten - das bedeutete bereits zur Halbzeit ein 41:32 für die Niedersachsen, die in der Folge auch nicht nachließen. Angetrieben vom starken Ricky Paulding (22 Punkte, 5 Rebounds) machten die EWE Baskets ernst, und gerieten gegen ALBA nie mehr in Gefahr, siegten nicht unverdient mit 82:67.
4054 Zuschauer waren in Trier zusammengekommen um den TTB gegen das Topteam aus Ulm zu unterstützen. Aller Zuspruch half zunächst sehr wenig. Die Schwaben machten sich auf, den an den FC Bayern verlorenen zweiten Tabellenplatz umgehend zurückzuerobern. Die Ulmer dominierten das Match und lagen nach drei Dritteln scheinbar komfortabel mit 70:50 in Front und klar auf Siegkurs. Trier erwies sich aber als zäher Kontrahent, der sich noch einmal mit allen Kräften gegen die drohende Pleite stemmte. Und am Ende wurde es noch einmal knapp. Von 59:76 auf 71:78 aus Sicht der Hausherren waren nur knapp zweieinhalb Minuten vergangen und noch knapp vier zu spielen. Ulm konnte aber am Ende den Vorsprung festhalten, gewann mit 86:82 und zog an den Bayern wieder vorbei. Jeweils ein double-double gelang dem Trierer Nate Linhart (13/11) und dem Ulmer John Bryant (12/13).
Die Münchner Basketballer durften sich nach dem Heimspiel gegen die Skyliners aus Frankfurt gleich doppelt freuen. Nicht nur gelang ihnen mit starken 32 Punkten im letzten Viertel der Begegnung die Wende gegen stark aufspielende und bis tief in die letzten zehn Minuten hinein führende Hessen. Am Ende des Tages stand auch der zweite Platz in der BBL-Tabelle fest. Ehe die Bayern aber an Ulm vorbeiziehen konnten, stand ein ganz hartes Stück Arbeit vor den Akteuren von Coach Svetislav Pesic.
Frankfurt hatte die ersten drei Spielabschnitte allesamt für sich entschieden (19:16, 21:15, 19:16) und ging mit zwölf Punkten Vorsprung in die Schlussphase. 3:22 Minuten vor dem Ende war es ein Dreier von Demond Greene, der den Bayern den Ausgleich brachte. Die Münchner waren nun am Drücker, vor allem Robin Benzing und Chevon Troutman bewiesen nun Nervenstärke von der Freiwurflinie und sicherten so den 79:72-Erfolg. Troutman war mit 26 Punkten bester Werfer für die Gastgeber.
Ein noch eindrucksvolleres Comeback feierte Phoenix Hagen, das seinem Vereinsnamen alle Ehre machte. Mit 67:53 gingen die Eisbären aus Bremerhaven das Schlussviertel an. Ein satter Vorsprung, der aber nicht annähernd ausreichen sollte, um Zählbares mitzunehmen. Denn Hagen drehte spät und mächtig auf! 42 Punkte sammelten die Gastgeber noch ein, die Eisbären konnten dem nur 21 gegenüberstellen. Das war unter dem Strich zu wenig. Am Ende ging Phoenix mit 95:88 als Sieger aus der mit 3145 Zuschauern ausverkauften Halle. Entscheidend dabei: Gleich nach Viertelstart gelangen White, Hess und Lodwick drei Dreier in Serie. Hagen war dran und ließ auch nicht mehr locker. Beste Werfer waren White mit 23 für Hagen und Burell mit 19 für die Eisbären.
Eine klare Angelegenheit war hingegen die Reise der Baskets aus Bonn an den Main. Würzburg kam mit den Rheinländern nicht gut zurecht, lag früh im Rückstand und verlor endgültig im dritten Viertel das Match. Mit 22:9 zogen die Bonner da die Zügel an und brachten in dieser Phase den überzeugenden 74:58-Erfolg auf den Weg.
Ganz schön eng gestaltete sich der Vergleich zwischen Ludwigsburg und Bayreuth. Die Franken zeigten sich als Rivalen auf Augenhöhe und verloren die Partie mit 69:70 erst in den letzten Sekunden. Die Neckar RIESEN holten sich zuvor das erste Viertel (22:16), Bayreuth schlug zurück (18:12). Dann waren die Gastgeber erneut im Vorteil (21:11), der BBC holte sich das letzte Viertel (24:15) und führte so auch 38 Sekunden vor der Schlusssirene. Coleman stellte für Ludwigsburg auf 69:69, entscheidend war dann ein verwandelter Freiwurf von Westbrook 0:14 vor dem Ende. Coleman (21) für die Hausherren und Trapani (17) für die Gäste waren die Topscorer der beiden Teams.
28:11 nach zehn Minuten! Die Artland Dragons überrollten quasi den Mitteldeutschen BC im ersten Viertel und legten früh den Grundstein für einen 90:86-Erfolg über den Tabellenvierzehnten. Der steigerte sich im Verlauf der Partie und kam den Quakenbrückern immer näher, konnte die Pleite aber nicht mehr abwenden. Nach einem erfolgreichen Dreier von Malte Schwarz waren die Gäste fünf Sekunden vor Schluss bis auf zwei Zähler herangekommen (86:88), zwei verwandelte Freiwürfe von Bryce Taylor beendeten dann aber jegliche Diskussion. Artland bleibt auf Play-Off-Kurs!
Völlig ungefährdet und klar war die Angelegenheit in Gießen geregelt. Die 46ers hatten gegen Tübingen nichts zu bestellen und ließen mit 71:107 reichlich Federn.
Punkte Brose Baskets Bamberg: Massey 17, Gipson 13, Zirbes 12, Jacobsen 10, Gavel 10, Goldsberry 9, Nachbar 9, Neumann 5, Ford 4, Tadda 3, Schmidt 1
Phantoms Braunschweig: Schröder 20, Kulawick 13, Anderson 11, Schneiders 8, McElroy 7, Land 6, Nana 4, Barton 3, Boateng 2
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Punkte EWE Baskets Oldenburg: Paulding 22, Kramer 16, Jenkins 14, Smeulders 10, Chubb 8, Joyce 5, Burrell 5, Wysocki 2 ALBA Berlin: Schaffartzik 18, Idbihi 14, Wood 10, Thompson 7, Foster 6, Morley 5, Djedovic 5, Schultze 2
Zuschauer: 3148 (ausverkauft)
Punkte TBB Trier: Bucknor 14, Linhart 13, Harper 12, Seiferth 12, Howell 10, Chikoko 9, Saibou 5, Stewart 5, Doreth 2
ratiopharm Ulm: Jeter 17, Nankivil 16, Ray 13, Bryant 12, Schwethelm 11, Esterkamp 10, Günther 4, Betz 3
Zuschauer: 4054
Punkte Bayern München: Troutman 26, Homan 16, Benzing 13, Hamann 13, Greene 7, Roberts 4
Skyliners Frankfurt: Peacock 16, Robertson 13, Robinson 12, Brooks 11, Prowell 10, Klein 4, Gibson 4, Barthel 2
Zuschauer: 6508
Punkte Würzburg Baskets: Lenzly 8, Stuckey 8, Eldridge 7, Boone 6, Anderson 6, McIntosh 5, McKinney 5, McNaughton 5, Henneberger 3, Clay 3, King 2
Telekom Baskets Bonn: Jordan 20, Weems 13, Vaden 12, Veikalas 8, McLean 7, McCray 4, Ensminger 4, Mangold 3, Thülig 3
Zuschauer: 3140 (ausverkauft)
Punkte Phoenix Hagen: White 23, Bell 21, Hess 20, Gordon 17, Dorris 7, Lodwick 5, Gregory 2
Eisbären Bremerhaven: Burrell 19, Zwiener 17, Jackson 17, Waleszkowski 12, Harris 6, Burtschi 6, Kruger 5, Morrison 4, Canty 2
Zuschauer: 3145 (ausverkauft)
Punkte Neckar RIESEN Ludwigsburg: Coleman 21, Turek 11, Staiger 9, Elliott 9, Westbrook 9, Jackson 6, Bernard 5
BBC Bayreuth: Trapani 17, Cain 13, Bailey 12, Simon 10, McGhee 9, Hamilton 5, Schmitz 3
Zuschauer: 2900
Punkte LTi Gießen 46ers: Ovcina 26, Zazai 16, Büchert 12, Curry 8, Faßler 5, Spohr 2, Pflüger 2
Tigers Tübingen: Young 18, Redding 16, Lischka 14, Duggins 13, Wells 13, Frease 12, Nash 9, Oehle 7, Spoden 3, Albus 2
Zuschauer: 2623
Punkte Artland Dragons: Taylor 18, Mallet 16, Buckman 12, Popovic 11, Strasser 10, Haynes 10, King 6, Grünheid 4, Njei 3
Mitteldeutscher BC: Timberlake 21, Pantelic 16, Uskoski 11, Heyden 10, Jeanty 9, Beidler 6, Vilhjalmsson 4, Wachalski 4, Schwarz 3, Leutloff 2
Zuschauer: 3000 (ausverkauft)
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Würzburg | - | TB Bonn | 58:74 | |
Bayern | - | Frankfurt | 79:72 | |
Hagen | - | Bremerhaven | 95:88 | |
Ludwigsburg | - | Bayreuth | 70:69 | |
Gießen | - | Tübingen | 71:107 | |
Artland | - | MBC | 90:86 | |
Oldenburg | - | Alba Berlin | 82:67 | |
TBB Trier | - | Ulm | 82:86 | |
BB Bamberg | - | Braunschweig | 93:74 | |
Alba Berlin | - | Tübingen | 71:69 | |
| Pl. | Verein | Tore | Pkte. | |
|---|---|---|---|---|
| 1 | ![]() | Brose Baskets Bamberg | 1683:1426 | 36:4 |
| 2 | ![]() | ratiopharm Ulm | 1683:1571 | 28:12 |
| 3 | ![]() | Bayern München | 1700:1575 | 28:14 |
| 4 | ![]() | EWE Baskets Oldenburg | 1480:1347 | 26:12 |
| 5 | ![]() | Alba Berlin | 1540:1407 | 26:12 |
| 6 | ![]() | Artland Dragons | 1625:1650 | 24:18 |
| 7 | ![]() | Walter Tigers Tübingen | 1665:1712 | 20:24 |
| 8 | ![]() | Telekom Baskets Bonn | 1646:1626 | 20:20 |
| 9 | ![]() | TBB Trier | 1464:1419 | 20:20 |
| 10 | ![]() | Phoenix Hagen | 1727:1814 | 20:20 |
| 11 | ![]() | s.Oliver Baskets Würzburg | 1419:1431 | 18:22 |
| 12 | ![]() | Eisbären Bremerhaven | 1574:1619 | 18:22 |
| 13 | ![]() | BBC Bayreuth | 1570:1629 | 18:24 |
| 14 | ![]() | Mitteldeutscher BC | 1495:1571 | 16:24 |
| 15 | ![]() | Neckar RIESEN Ludwigsburg | 1546:1674 | 14:28 |
| 16 | ![]() | NY Phantoms Braunschweig | 1459:1536 | 12:28 |
| 17 | ![]() | Fraport Skyliners | 1391:1439 | 12:28 |
| 18 | ![]() | LTi Gießen 46ers | 1493:1714 | 2:32 |