| Vereinsname: | Toronto Raptors |
| Anschrift: | Toronto Raptors 40 Bay Street Suite 400 Toronto, Ontario, Canada M5J 2X2 |
| Internet: | http://www.nba.com/raptors/ |
Die Grizzlies müssen ihre Gehälter zusammenstreichen (Luxussteuer!), nur so ist der Transfer von Gay zu erklären. Denn der vielseitig einsetzbare Star liefert eigentlich starke Zahlen ab. Gay kommt im Schnitt auf 17,2 Punkte und 5,9 Rebounds. In den vergangenen fünf Jahren gingen nur fünf Spieler mit derartigen Zahlen während einer Saison über den Ladentisch: 2011 war das Carmelo Anthony (New York Knicks), 2010 Antawn Jamison (Cleveland Cavaliers), 2008 Zach Randolph (Clippers) und Pau Gasol (Lakers).
Insgesamt sechs Spieler und drei Teams sind von dem Gay-Transfer betroffen. Die Grizzlies erhielten neben Davis und Prince auch Forward Ed Davis aus Toronto, während sie Calderón gleich weiterreichten. Center Hamed Haddadi wechselt von Memphis zu den Raptors. Die Grizzlies erhielten zudem einen Zweitrundenpick für 2013.
Die Dallas Mavericks wären fast auch mit eingestiegen, nachdem klar war, dass Calderón zu haben ist. Doch die Texaner wollten ihren Routinier Vince Carter nicht nach Memphis verlieren.
Während sich die Grizzlies über "drei enorm talentierte Spieler" freuen (Routinier Prince war schon Meister und Olympiasieger, Davis Meister mit North Carolina am College), zeigte sich Calderón über den Umzug nach Detroit mittelschwer geschockt. Toronto sei schließlich acht Jahre seine Heimat gewesen. "Ich habe alles getan für dieses Team, das ist schon hart", so der Iberer.
Gay hatte 2010 einen Fünfjahresvertrag über 82 Millionen Dollar in Memphis unterzeichnet. Über 53 Millionen Dollar sind in diesem Kontrakt noch zu überweisen. Dieses Geld spart sich der neue Grizzlies-Eigner Robert Pera nun. Zuvor hatte er schon Bankspieler Marreese Speights und zwei weitere Kaderspieler nach Cleveland verschifft und dabei 6,4 Millionen Dollar an Gehältern eingespart. Durch diesen Deal vermied er auch vier Millionen Dollar Luxussteuer.
Der Gay-Transfer dürfte Coach Lionel Hollins nicht unbedingt schmecken, wollte der Trainer doch seine erfolgreiche Startfünf zusammenhalten. Mit Center Marc Gasol und All-Star-Forward Zach Randolph bleiben ihm noch zwei Topstars auf dem Weg in die Play-offs.
Bis Mitte Februar ist das Transferfenster in der NBA noch geöffnet. Die neuen Finanzzwänge werden dafür sorgen, dass noch der eine oder andere Spieler im Calderón-Stil seine Sachen überraschend packen muss. Als Aktivposten könnten auch die Dallas Mavericks agieren. Klubeigner Mark Cuban hatte jüngst erklärt, den "Big Spender" spielen zu wollen. "The Bank of Cuban is open", hieß es im Januar. Zuletzt hatten die Texaner beim Umbau des Teams wenig Erfolg gehabt. Eigentlich sollte Dirk Nowitzki ein zweiter Topstar an die Seite gestellt werden. Doch Protagonisten wie beispielsweise Dwight Howard oder Deron Williams entschieden sich gegen die Mavs.


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