Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

24.01.2013, 09:40

Warriors zu stark für OKC - King James: Triple Double

Kobe vs. Superman: Lakers-Pleite trotz Team-Aussprache

Schlechter kann es eigentlich nicht laufen für den selbst ernannten Titelkandidaten Los Angeles. Da bespricht man sich in einer internen Krisensitzung, tritt danach alles in der Öffentlichkeit breit, verliert in Memphis auch das vierte Spiel in Folge - und auch noch Star-Center Dwight Howard mit der abermals aufgebrochenen Schulterverletzung. Bei Meister Miami war derweil die Freude groß: Die Heat hatten gegen freche Raptors die Nase nach der Overtime vorn ...

Rudolph (50), Bryant (24) und Allen (9)
Vergeblich gestreckt: Kobe Bryant (24) und die Lakers hatten auch gegen die Grizzlies mit Zach Rudolph (50) und Tony Allen (9) das Nachsehen.
© Getty ImagesZoomansicht

Kann Howard nicht mit Gasol, mag er nicht mit Kobe? Hat Kobe ihm diese Frage überhaupt gestellt? Reichlich grotesk mutet die Situation bei den Lakers dieser Tage an. Das neu formierte Starensemble sollte eigentlich in dieser Saison zunächst den West-Champion Oklahoma City entthronen, um dann Miami um LeBron James herauszufordern. Wenn es so weiter geht, schaffen die Kalifornier nicht einmal den Sprung in die Play-offs.

Man mag eine Eingewöhnungsphase, Verletzungspech oder Reibungsverluste angesichts des Trainerwechsels als Gründe nennen, die Gesamtbilanz auf halber Strecke der Regular Season ist schlichtweg erschreckend. Also sollte eine Krisensitzung für Besserung sorgen. Mit dem Resultat, dass Spieler hernach über den Verlauf des Meetings locker plauderten, andere dies wiederum nicht gut fanden, und die gesamte "Mannschaft" später bei den Memphis Grizzlies eine weitere Schlappe kassierte.

- Anzeige -

Kobe Bryant, der Platzhirsch, soll Dwight Howard, den "Superman" und Neuankömmling, gefragt haben, ob er denn ein Problem damit hätte, mit ihm zusammenzuspielen. Das berichtet zumindest die Los Angeles Times. "D12" soll daraufhin nur mit dünnen Worten geantwortet haben. Das drang aus dem Spielerkreis nach draußen. Was wiederum Howard, aber auch Pau Gasol störte. Der lange Spanier, der mit Howard zusammen eigentlich das Spiel unter den Körben diktieren sollte, aber weiterhin mit Wechselgerüchten in Verbindung gebracht wird, fand's nicht gut, dass Teaminternas öffentlich gemacht wurden. "Wir sollten das wie eine Familie handhaben. Wenn nicht, gibt das nur Risse und die Situation verschlechtert sich."

Chemie stimmt nicht - Howard erneut verletzt

Howard gab an, er sei von Kobe Bryant gar nicht nach seinem Befinden gefragt worden. "Was immer Bryant gesagt hat, ist nicht wahr, er hat mich nicht gefragt, ob ich gern mit ihm zusammenspiele", so Howard. Kurzum, die Chemie bei den Lakers stimmt nicht - weder auf dem Court noch außerhalb. Alte Hasen wie Steve Nash und Antawn Jamison fanden es dennoch gut, dass mal gesprochen wurde. Jamisons Fazit: "Ich habe alles schon erlebt. Lasst uns einfach Spaß haben und diese Reise genießen. Momentan sind wir die Lachnummer der NBA. Lasst uns den Spieß umdrehen und daraus eine der größten Storys in der Sportgeschichte machen!"

In Memphis war dann eher wieder Lachnummer angesagt. Zwar blieben die Lakers bei den Grizzlies lange im Spiel - auch ohne den schon im zweiten Viertel erneut an der Schulter verletzten Howard ("Das hat sich wirklich schlecht angefühlt") -, doch unter dem Strich stand eine 93:106-Niederlage, die die Bilanz auf 17:25 drückt (5:15 auswärts). "Black Mamba" Bryant, in den vergangenen Spielen mit zum Teil unterirdischer Wurfquote, kam auf 29 Zähler. Eklatant war jedoch die Abwehrschwäche, die sogar den sonst offensiv eher moderaten Grizzlies über 100 Punkte erlaubte. "Das war eine tolle Mannschaftsleistung", sagte Heimcoach Lionel Hollins und bohrte den Finger tief in die Wunde der Lakers.

Darell Arthuer mit 20 (plus einige Monsterdunks) und Mike Conley mit 19 Punkten führten die ausgeglichene Mannschaft an, die sicher auf Play-off-Kurs navigiert.

Warriors überstrahlen Kevin Durant

Wie die Grizzlies machen auch die Golden State Warriors Spaß. Die Kalifornier gewannen am Mittwoch mit 104:99 gegen den West-Primus OKC. Nach dem überzeugenden Sieg bei den Clippers landeten die Thunder also wieder auf dem Boden der Tatsachen - bei der freilich erst 10. Niederlage im 43. Spiel. Kevin Durants 33er-Nacht reichte nicht, weil auf der Gegenseite Stephen Curry (31) und David Lee (22, 12 R.) überragend agierten. Und weil die Gäste im vierten Viertel einen Acht-Punkte-Vorsprung zur Freude der Heimfans in der ORACLE-Arena noch verspielten. Curry gelang der entscheidende Steal 15 Sekunden vor Schluss, als Durant Perkins in der Zone anspielen wollte. Durch die Niederlage müssen sich die Thunder (33:10) die Führung im Westen nun mit den über New Orleans siegreichen San Antonio Spurs (34:11) teilen, die Clippers (32:11) lauern dahinter.

Heat brauchen Overtime und King-Triple-Double

Die Miami Heat mussten gegen die Toronto Raptors in die Verlängerung, um mit 123:116 gewinnen zu können. LeBron James feierte dabei sein 34. Triple Double: 31 Punkte, elf Assists, zehn Rebounds. Der "King", der in der All-Time-Scoring-Liste auf Rang 37 kletterte, hatte das Spiel mit einem Dreier auch in die Verlängerung geschickt. Bester Punktesammler war Dwyane Wade mit 35 Zählern. Ray Allen machte in der OT den Deckel drauf - sein Dreier vom Flügel sorgte für einen Sechs-Punkte-Vorsprung.

LeBron James
Behielt bei den Raptors stets den Durchblick: "King" LeBron James (Miami Heat).
© Getty ImagesZoomansicht

Meisterlich war das Spiel der Heat freilich nicht. Doch der König weiß: "Das Wichtigste ist der Sieg. Darum geht's." Miami (27:12) führt im Osten knapp vor den New York Knicks (25:14) und den aufkommenden Brooklyn Nets (26:16) sowie Altmeister Chicago (25:16) und Indiana (26:17).

Die Knicks sind nach einem Forbes-Expertenbericht dafür das wertvollste Team der Liga: Dank der Renovierung des Madison Square Garden (ergo: höhere Ticketpreise) und steigender TV-Quoten sind sie nun 1,1 Milliarden Dollar schwer. Damit überholten sie die Lakers (1 Mrd. Dollar), die vor den Bulls Zweiter sind. Einen großen Sprung machten die nach Brooklyn umgezogenen Nets (Neunter mit 530 Millionen Dollar).


Ergebnisse vom Mittwoch, 23. Januar:

Charlotte Bobcats - Atlanta Hawks 92:104, Miami Heat - Toronto Raptors 123:116 n.V., Memphis Grizzlies - Los Angeles Lakers 106:93, Houston Rockets - Denver Nuggets 95:105, Minnesota Timberwolves - Brooklyn Nets 83:91, Chicago Bulls - Detroit Pistons 85:82, San Antonio Spurs - New Orleans Hornets 106:102, Utah Jazz - Washington Wizards 92:88, Portland Trail Blazers - Indiana Pacers 100:80, Sacramento Kings - Phoenix Suns 96:106, Golden State Warriors - Oklahoma City Thunder 104:99

24.01.13
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -
- Anzeige -

- Anzeige -