
Die Brooklyn Nets haben sich erfolgreich revanchiert! Joe Johnson führte die Gäste zum 88:85-Sieg bei den New York Knicks im Madison Square Garden. Neuzugang Johnson brachte 22 Sekunden vor der Sirene den entscheidenden Sprungwurf unter und damit das Publikum zum Schweigen. "Wir haben jetzt zwei Teams in New York, die beide oben stehen wollen. Das ist eine Schlacht, die bislang unentschieden ausging. Mal schauen, was als nächstes passiert", sagte Johnson (25 Punkte). Unterstützt wurde er von Deron Williams (14 P., 12 A.), Brook Lopez (14 P., 11 R.) und Kris Humphries (11 P., 13 R.), die allesamt Double-Doubles einfuhren. "Großartiges Spiel heute Abend. Der Garden war ziemlich still am Ende", twitterte Humphries.
Beide Teams haben nun jeweils zwei Partien für sich entschieden, die Nets sind nach dem Trainerwechsel unter P.J. Carlesimo jedoch ein bisschen "heißer" als die Knicks. Mit 11:2-Siegen hefteten sie sich an die Sporen der Topteams im Osten. Die Knicks stehen bei 25:14, die Nets bei 25:16. Carmelo Anthony (29 Punkte) konnte die Niederlage nicht verhindern, er vergab alle sechs Würfe im Schlussviertel.
Nach zuletzt sieben Pleiten in Folge ist Houston beim 100:94-Erfolg in Charlotte mit einem blauen Auge davongekommen. Die Texaner mit Spielmacher Jeremy Lin (nur 1/5 aus dem Feld, 5 Punkte) und James Harden mussten in North Carolina lange Zeit einem Rückstand hinterherlaufen, ehe Harden mit 12 Zählern (10/10 an der Freiwurflinie) im Schlussabschnitt die Kontrolle übernahm. Insgesamt kam "The Beard" auf 29 Punkte. Bobcats-Guard Kemba Walker brachte zwar sechs Dreier im Korb unter und erzielte mit 35 Zählern einen neuen Karrierebestwert, aber die 15. Heimniederlage der "Cats" konnte der 22-Jährige nicht verhindern. Dabei gingen die Gastgeber noch mit einem 81:74-Vorsprung in die letzten zwölf Minuten, erzielten dann aber nur noch vier magere Treffer aus dem Feld.
Mit 22:21-Siegen sind die Rockets nun wieder Achter im Westen, weil die Portland Trail Blazers überraschend zu Hause gegen Washington verloren. Die aufstrebenden Dallas Mavericks liegen nur noch dreieinhalb Siege hinter dem Achten.
Indiana gegen Memphis. Auf den ersten Blick nicht gerade ein absolutes Spitzenspiel, doch nach etwa der Hälfte der regulären Spielzeit liegen beide Franchises auf Kurs Heimvorteil in den Play-offs. Was vielen nicht geläufig ist: Beide Klubs zählen zu den besten Defensivmannschaften der Liga und lieferten sich im direkten Aufeinandertreffen bis zum Ende eine wahre Abwehrschlacht. Das bessere Ende in einer stark umkämpften Partie hatten dabei die Pacers, die 1,4 Sekunden vor Schluss durch einen verwandelten Freiwurf von George Hill (13 Punkte) entscheidend in Führung gingen (82:81).
Über den kompletten Spielverlauf wechselte die Führung 19 Mal, zehn Mal war der Spielstand ausgeglichen. Grizzlies-Guard Rudy Gay hatte noch die Chance zum Sieg, doch sein Sprungwurf landete erst nach Ablauf der Spieluhr im Korb. Top-Scorer war Memphis' Wayne Ellington von der Bank aus mit 17 Punkten, Indianas Paul George (12 Punkte, 10 Rebounds, 9 Assists) verpasste knapp ein Triple-Double. Mit 26 Siegen (bei 16 Niederlagen) bleiben die Pacers somit in Schlagdistanz zum Spitzenduo Miami (26:12) und New York (25:13)
Die New Orleans Hornets (14:27) fuhren derweil schon den siebten Sieg aus den vergangenen neun Spielen ein. Gegen die Sacramento Kings, deren Zukunft ab nächster Saison wohl wieder in Seattle liegen wird, führte Ryan Andersen die Hornissen zu einem 114:105-Heimsieg. Der Power Forward, zu Saisonbeginn aus Orlando gekommen, traf sieben Mal von jenseits der Dreipunktlinie und sammelte insgesamt 27 Zähler. Top-Pick Anthony Davis war nur etwa 15 Minuten auf dem Parkett, nachdem er im zweiten Viertel mit seinem linken Sprunggelenk umgeknickt war. Bei den Gästen war Center DeMarcus Cousins mit 29 Punkten am erfolgreichsten.
Bereits wieder die dritte Niederlage und sechste Auswärtsschlappe in Serie kassierten die Los Angeles Lakers beim 83:95 in Chicago. Kirk Hinrich (22 Punkte) war bester Punktesammler der Bulls, die mit einem 18:4-Lauf im vierten Viertel die Entscheidung herbeiführten. Gästecoach Mike D'Antoni hatte die Startformation durchgewirbelt und Gasol durch Clark ersetzt - es half nichts. Während Steve Nash mit 18 Punkten noch ordentlich abschnitt, enttäuschten vor allem Kobe Bryant (16, 7 von 22 aus dem Feld) und Dwight Howard (acht Punkte, neun Rebounds).
Memphis Grizzlies - Indiana Pacers 81:82, New Orleans Hornets - Sacramento Kings 114:105, Charlotte Bobcats - Houston Rockets 94:100, Atlanta Hawks - Minnesota Timberwolves 104:96, New York Knicks - Brooklyn Nets 85:88, Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 106:99, Philadelphia 76ers - San Antonio Spurs 85:90, Chicago Bulls - Los Angeles Lakers 95:83, Portland Trail Blazers - Washington Wizards 95:98
Punkte: Kemba Walker (Charlotte) 35, DeMarcus Cousins (Sacramento), James Harden (Houston), Carmelo Anthony (New York) je 29, Al Horford (Atlanta), Stephen Curry (Golden State) je 28, Ryan Anderson (New Orleans) 27, Blake Griffin (Clippers) 26; Rebounds: Tim Duncan (San Antonio) 17, Griffin, Cousins, Emeka Okafor (Washington), Joakim Noah (Chicago), Kris Humphries (Brooklyn) je 13; Assists: Deron Williams (Brooklyn) 12, Nicolas Batum (Portland), Greivis Vasquez (New Orleans) je 11; Dreier: Anderson 7/14, Walker 6/7, Curry 6/8; Steals: Jason Kidd (New York) 6; Blocks: Bismack Biyombo (Charlotte) 7; Freiwürfe: Harden 19/21; Einsatzminuten: Anthony 45