Der dreimalige Scoring-Champion Durant markierte 52 Punkte in Dallas - so viele wie noch nie zuvor in seiner sechsjährigen NBA-Laufbahn. Allein neun Zähler erzielte der 24-Jährige in der fünfminütigen Verlängerung und avancierte spätestens hier zum Matchwinner. Mavericks-Coach Rick Carlisle blieb nach der Durant-Gala auf der Gegenseite nichts anderes übrig, als vor Ausnahmespieler Durant den Hut zu ziehen: "Er ist einfach der beste Offensivspieler auf dem Planeten. Keine Frage." Bei den Mavericks setzte Routinier Vince Carter mit 29 Punkten einen Saison-Höchstwert, doch verpasste "VC" den Ausgleich in den Schlusssekunden der Verlängerung. Nowitzki blieb in 41 Minuten bei 18 Zählern hängen und haderte mit seiner Wurfquote aus dem Feld (5 von 19).
Speziell in den ersten Minuten hatte der Würzburger enorme Schwierigkeiten, seinen Rhythmus zu finden. So fand nur einer seiner ersten elf Würfe den Weg durch die Reuse. "Dabei hatte ich so gute Gelegenheiten, fast tragisch, dass die Würfe nicht reingingen. Ich muss weiter daran arbeiten, schneller ins Spiel zu finden, zu Beginn aggressiver zu sein", resümierte der 34-Jährige. Auch aufgrund des schwächelnden Nowitzki lief Dallas lange einem Rückstand hinterher, ehe die Partie erst im Schlussabschnitt an Spannung gewann. O.J. Mayo glich mit einem Dreipunktwurf 2,3 Sekunden vor der Schlusssirene aus. Doch in der Overtime hatte OKC schließlich einen Durant in Bestform.
Für die Mavericks, die mit 17:24-Siegen auf Rang zwölf im Westen liegen und schon ein gutes Stück von den Play-off-Plätzen entfernt sind (8. Portland, 20:19), war es in der laufenden Saison schon die zweite Pleite gegen die Thunder. Beides Mal erst in der Verlängerung! Dem besten Team der Liga gelang in Dallas schon der sechste Sieg in Folge.
Texas-Rivale San Antonio festigte gegen die Golden State Warriors Rang drei im Tableau der Western Conference. Tony Parker (25 Punkte, 8 Assists) und Tim Duncan (24 Zähler, 10 Rebounds) waren die Garanten beim 95:88-Erfolg über das Team aus der Bay Area.
Ein kurzer Blick noch in die Eastern Conference. Dort kam es zu einem Treffen zweier Traditionsmannschaften. Die Chicago Bulls gastierten beim Rekordmeister Boston Celtics. Bulls-Neuzugang Marco Belinelli erzielte 3,1 Sekunden vor Ende der Verlängerung die entscheidenden Punkte zum 100:99-Erfolg und fügte Boston die zweite Niederlage in Folge zu.
Indiana Pacers - Houston Rockets 105:95, Philadelphia 76ers - Toronto Raptors 108:101 n.V., Boston Celtics - Chicago Bulls 99:100 n.V., Orlando Magic - Charlotte Bobcats 100:106, Brooklyn Nets - Atlanta Hawks 94:89, Memphis Grizzlies - Sacramento Kings 85:69, San Antonio Spurs - Golden State Warriors 95:88, Denver Nuggets - Washington Wizards 108:112, Dallas Mavericks - Oklahoma City Thunder 114:117 n.V.
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