
Couragierte Leistung, Lob vom Gegner, doch eine Niederlage mehr auf dem Konto: Die Mavericks können in dieser Saison einfach die engen Spiele nicht gewinnen. Die vierte Schlappe in Serie gab es am Mittwoch im Staples Center von L.A., wo die Chancen des Carlisle-Teams auf die Play-offs weiter schwanden.
Mit 13 Siegen und 23 Niederlagen fielen die Mavericks in der Tabelle der Western Conference auf den 13. Platz zurück. Zwischen Collison und Nowitzki lag noch O.J. Mayo (17) in der Punktewertung - der Topscorer der Mavericks leistete sich jedoch auch zahlreiche Fehlwürfe. Als Vince Carter in der Schlussminute beim Stand von 93:97 seinen Halbdistanzwurf nicht unterbrachte, war die Begegnung entschieden. Chris Paul machte auf der Gegenseite mit zwei verwandelten Freiwürfen alles klar beim 13. Heimsieg in Reihe.
Mit bis zu zehn Punkten hatten die Gäste vorne gelegen. Am Ende hatten MVP-Anwärter Paul und Matt Barnes (je 19, Barnes mit fünf Dreiern) die Nase vorn. "CP3" sammelte zudem 16 Assists gesammelt. Blake Griffin kam auf ein Double-Double (15/13).
Auch die Los Angeles Lakers entfernen sich immer weiter von den Play-off-Rängen. In San Antonio hagelte es die fünfte Niederlage in Folge. Wobei die Kalifornier diesmal bis zum Schluss großen Kampfgeist zeigten. Der Spielstand bei Ertönen der Schlusssirene wies jedoch die Spurs als 108:105-Sieger aus.
Tony Parker war mit 24 Punkten bester Schütze, der Argentinier Manu Ginobili fügte 19 hinzu, Tiago Splitter (bei 14 Rebounds) und Stephen Jackson kamen auf 14 Zähler für San Antonio, das seine Bilanz auf 28:10 stellte und den elften Heimsieg hintereinander feierte.
Kobe Bryant, der in den Schlusssekunden mit einem Dreier beinahe noch die Verlängerung erzwungen hätte, erreichte mit 27 das Ziel, Metta World Peace mit 23, Earl Clark mit 22. Los Angeles Lakers (15:20) nicht in den Play-offs? Kaum vorstellbar. Ringt wenigstens die Leistung dem Trainer ein Lächeln ab? "Nicht wirklich", sagte Mike D'Antoni. "Ich bin zwar stolz auf die Leistung, sie haben wie in Houston (112:125, d.Red.) gekämpft und wachsen zusammen, doch wir sind weit davon entfernt zu lächeln."
Ein paar Personalien noch: Carmelo Anthony wurde für seinen Ausraster im Knicks-Heimspiel gegen die Boston Celtics und insbesondere Kevin Garnett nun für ein Spiel aus dem Verkehr gezogen. "Melo" war "KG" nach einem Gerangel in der Zone hinterhergegangen, dem trash talk folgten zwei Technische Fouls und später noch Verbalgefechte in den Katakomben des Madison Square Gardens. Sicherheitskräfte hatten den Star der Knicks davon abhalten müssen, die Kabine des Erzrivalen zu stürmen. "Melo" gab später an, er habe nur mit Garnett sprechen wollen.
Die Minnesota Timberwolves müssen abermals für Wochen auf ihren All Star Kevin Love verzichten. Der Power Forward fehlt mit dem zweiten Handbruch binnen weniger Monate für bis zu acht Wochen. Die Cleveland Cavaliers müssen derweil ohne ihren Rebound-Spezialisten Anderson Varejao für etwa die gleiche Zeit auskommen. Der Brasilianer wird von Dr. Richard Steadman in Vail am Knie operiert. Die Seuchensaison der Cavs hält damit an, nachdem zu Saisonbeginn schon Jungstar Kyrie Irving lange Zeit ausgefallen war. Der Guard führte sein Team am Mittwoch mit 33 Punkten zum 99:83-Sieg über Atlanta. Kellerkind Washington Wizards kann dafür ab dem Wochenende wohl wieder auf seinen Top-Akteur John Wall zurückgreifen.
Wieder einmal gibt es Gerüchte über einen Umzug der Sacramento Kings. Demnach soll der Investor Chris Hansen die Kalifornier nach Seattle verlegen wollen, wo er eine neue Arena bauen will. 500 Millionen Dollar stehen als Kaufpreis im Raum. Schon seit längerem wird über einen Wegzug der Kings aus Sacramento spekuliert, nachdem sich die Eignerfamilie Maloof nicht mit der Stadt über eine langfristige Hallenlösung einigen kann.
Toronto Raptors - Philadelphia 76ers 90:72, Charlotte Bobcats - Utah Jazz 102:112, Cleveland Cavaliers - Atlanta Hawks 99:83, Boston Celtics - Phoenix Suns 87:79, Chicago Bulls - Milwaukee Bucks 96:104, New Orleans Hornets - Houston Rockets 88:79, San Antonio Spurs - Los Angeles Lakers 108:105, Oklahoma City Thunder - Minnesota Timberwolves 106:84, Denver Nuggets - Orlando Magic 108:105, Los Angeles Clippers - Dallas Mavericks 99:93, Golden State Warriors - Memphis Grizzlies 87:94
Punkte: Brandon Jennings (Milwaukee) 35, Kyrie Irving (Cleveland) 33, Kobe Bryant (Lakers) 27, Kevin Durant (OKC), Al Jefferson (Utah) 26, James Harden (Houston) 25; Rebounds: Kenneth Faried (Denver) 19, Marcin Gortat (Phoenix), Thiago Splitter (San Antonio), Tristan Thompson (Cleveland), Nikola Vucevic (Orlando) je 14, Earl Clark (Lakers), Blake Griffin (Clippers) je 13; Assists: Chris Paul (Clippers) 16, Greivis Vasquez (New Orleans), José Calderón (Toronto) je 11; Dreier: Irving 5/6, Matt Barnes (Clippers) 5/8, Alonzo Gee (Cleveland) 5/9; Steals: Metta World Peace (Lakers) 7; Blocks: Larry Sanders (Milwaukee) 7, Josh Smith (Atlanta) 6; Freiwürfe: Amir Johnson (Toronto), Kevin Martin (OKC) 7/8; Einsatzminuten: Klay Thompson (Golden State), Landry Fields (Toronto), Nate Robinson (Chicago), Jeremy Lin (Houston) je 42