In seinem sechsten Spiel nach seinem Comeback kam Nowitzki zwar erneut nur von der Bank, zeigte in 29 Minuten Einsatzzeit jedoch aufsteigende Tendenz. 19 Punkte verbuchte der 34-Jährige in der Neuauflage der Finals von 2011. Im vierten Viertel stellte Nowitzki dabei schon wieder seine Qualitäten in der Crunchtime unter Beweis: Drei Sekunden vor Schluss rettete der Würzburger sein Team mit dem Korb zum 103:103 in die Verlängerung. Soweit hätte es für die Gäste (bester Werfer: O.J. Mayo/30) allerdings gar nicht kommen müssen, rund drei Minuten vor dem Ende lagen sie noch 100:94 vorne.
Doch in der Schlussphase drehte der Meister noch einmal auf, in der Overtime zogen die Heat mit sieben Punkten in Folge schnell davon. Überragend war einmal mehr LeBron James, dem nur ein Assist zum Triple-Double fehlte. 32 Punkte, 12 Punkte, neun Assists lautete am Ende die Bilanz des "King", der inklusive Play-offs saisonübergreifend zum 51. Mal in Folge mindestens 20 Zähler verbuchte. Dwyane Wade steuerte 27 Punkte für Miami bei, Routinier Ray Allen 15.
"Es hätte gar nicht in die Verlängerung gehen müssen", ärgerte sich Mavericks-Coach Rick Carlisle: "Ein paar Minuten vor dem Ende lagen wir mit sechs Punkten vorne, haben es aber nicht geschafft, Miami aus der Zone fernzuhalten." Ein Aufwärtstrend ist bei den Mavs aber eindeutig zu erkennen. Als beide Teams sich vor zwei Wochen gegenübergestanden hatten, siegten die Heat klar und führten zwischenzeitlich mit 36 Punkten.
So gab es auch Lob vom gegnerischen Coach: "Sie haben ein sehr gutes Basketball-Spiel geboten", meinte Erik Spoelstra. Dieser hatte zunächst mit ansehen müssen, wie die Mavericks mit 18:7 in Führung gingen, obwohl Nowitzki noch nicht einmal das Parkett betreten hatte. Erst Mitte des zweiten Viertels bekamen die Hausherren das Spiel dank James besser in den Griff.

"Wir haben schon das ganze Jahr Probleme damit, Spiele dichtzumachen", beklagte Nowitzki nach der Niederlage: "Unsere Overtime-Bilanz ist 0:6, und auch nach regulärer Spielzeit haben wir viele knappe Spiele verloren. Daran müssen wir arbeiten."
Das Play-off-Rennen wird für die Mavs ein Kraftakt: Mit einer Bilanz von 13:20 sind die Texaner, die am Vortag ihre Niederlagenserie in Washington beendet hatten, in der Western Conference derzeit nur Zwölfter. Dass Nowitzki in Miami schon wieder spritziger wirkte, dürfte Mut machen. "Es war wirklich hässlich, als ich zurückgekehrt bin", gestand Nowitzki am Mittwoch: "Ich war immer zwei Schritte zu langsam. Aber in den letzten Wochen habe ich extrem hart gearbeitet, bin nach Spielen noch laufen gegangen, habe nach dem Training Extraschichten eingelegt. Nun habe ich das Gefühl, dass ich wieder mehr Pep habe." Die Rückkehr in die Startfünf könnte schon am Samstag im Heimspiel gegen New Orleans anstehen.
Trainer Carlisle will seinen Superstar weiterhin behutsam heranführen: "Weil er so lange gefehlt hat, wird es mindestens drei Wochen dauern, bis er sich akklimatisiert hat und wieder richtig in Form ist." Und wahrscheinlich noch länger, bis sich das Team eingespielt und die noch fehlende Siegermentalität entwickelt hat. Ob die Zeit dann noch reicht, um einen Run auf die Play-offs zu starten, wird sich zeigen.
Was war sonst noch los in der NBA? Nachdem sie zuvor 17 Spiele in Serie ungeschlagen geblieben waren, kassierten die Los Angeles Clippers mit dem 94:115 bei den Golden State Warriors die zweite Pleite in Folge. Das Spiel geriet allerdings schon im Vorfeld zur Nebensache, als bekannt wurde, dass der Sohn des Klubbesitzers Donald Sterling tot in seinem Apartment in Malibu aufgefunden worden war. Scott Sterling wurde nur 32 Jahre alt.
West-Spitzenreiter Oklahoma City kassierte gegen die Brooklyn Nets eine überraschende 93:100-Heimniederlage. Unrühmliche Premiere für Scoring Champion Kevin Durant: Wegen der Kritik an einer Schiedsrichter-Entscheidung kassierte er sein zweites technisches Foul und musste zum ersten Mal in seiner Karriere vorzeitig zum Duschen.
Erstmals seit seinem Kreuzbandriss Ende April 2012 reiste Superstar Derrick Rose wieder mit den Chicago Bulls zu einem Auswärtsspiel. Bei den Orlando Magic sah er ein 96:94 seines Teams. Das Comeback des Point Guards dürfte allerdings noch ein bis zwei Monate entfernt sein.
Toronto Raptors - Portland Trail Blazers 102:79, Orlando Magic - Chicago Bulls 94:96, Cleveland Cavaliers -Sacramento Kings 94:97, Indiana Pacers - Washington Wizards 89:81, Boston Celtics - Memphis Grizzlies 83:93, Miami Heat - Dallas Mavericks 119:109 n.V., Milwaukee Bucks - Sacramento Kings 110:117, Houston Rockets - New Orleans Hornets 104:92, Oklahoma City Thunder - Brooklyn Nets 93:110, Utah Jazz - Minnesota Timberwolves 106:84, Phoenix Suns - Philadelphia 76ers 95:89, Golden State Warriors - Los Angeles Clippers 115:94
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Re: Niersbach ärgert sich
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seelenwinter
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Niersbach ärgert sich
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volley1954
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