Es war ein hartes Stück Arbeit, bis der 112:110-Sieg von Miami in Orlando feststand - die Magic hatten den Titelverteidiger sogar am Rande einer Niederlage. 99:95 stand es 1:07 Minuten vor der Schlussirene, nachdem Nikola Vucevic für die Magic getroffen hatten, Chris Bosh rettete sein Team gerade noch in die Overtime. In der übernahm LeBron James, schon zuvor der überragende Akteur, weiter Verantwortung und führte Miami mit acht seiner insgesamt 36 Punkte (11 Assists, 8 Rebounds) zum knappen Sieg.
"Wir wollten nicht noch einmal verlieren", sagte Dwyane Wade hinterher. "Wir kämpften gegen ein Team, das einfach einen starken Auftritt hinlegte. Da standen Spieler auf dem Feld, von denen die Hälfte in der NBA noch niemand etwas gehört hat, aber diese Typen spielten unglaublich gut und haben uns zum Limit gepusht."
Orlando drehte einen 22:31-Rückstand angeführt von Vucevic - 20 Punkte, 29 (!) Rebounds - bis zur Pause in ein 54:48. Die Partie wogte hin und her, auch in der Overtime, in der schließlich der King das Geschehen an sich riss und die dritte Niederlage der Heat in Folge verhinderte.
Vor allem dank Kevin Durant (30 Punkte) und Russell Westbrook (24 Punkte, 9 Assists, 7 Rebounds) gewann Oklahoma das Duell gegen Phoenix, das nur eine Halbzeit lang mithalten konnte. Ende der ersten Hälfte verließ Westbrook das Parkett, nachdem er sich über dem rechten Auge einen Cut zugezogen hatte.
Mit Reggie Jackson als Point Guard gelang den Thunder nach einer 54:53-Halbzeitführung zu Beginn des dritten Viertels ein 12:0-Lauf, der vorentscheidend sein sollte. Westbrook kehrte mit acht Stichen frisch genäht sechs Minuten vor Ende des Abschnitts aus der Kabine wieder zurück und stemmte sich der Aufholjagd der Suns entgegen. Die gaben alles, kamen zwischenzeitlich auf 83:85 und 85:87 heran, dann aber enteilte OKC und ließ in der Schlussphase nichts mehr anbrennen.
Von Beginn an in Führung lag San Antonio gegen die Brooklyn Nets. Nach 55:47-Pausenstand drehten die Spurs mächtig auf, die Nets wurden kräftig durcheinandergewirbelt, mussten das dritte Quarter mit 5:30 Punkten abgeben und verloren schließlich klar und deutlich mit 73:104. Tony Parker (20 Zähler) und Tim Duncan (15) trafen für die Texaner am besten.
Luol Deng machte für Chicago 20 Punkte und krallte sich 12 Rebounds, Carlos Boozer schaffte auch ein Double-Double (19/14), doch das nutzte am Ende alles nichts: Charlotte beendete seine 18 Spiele lang anhaltende Niederlagenserie mit einem 91:81 bei den Bulls. Entscheidend dabei: Die ausgeglichene Teamleistung der Bobcats, die in Kemba Walker (18 Zähler), Gerald Henderson (16) sowie Ramon Sassions und Ben Gordon (je 15) vier Akteure in ihren Reihen hatten, die zweistellig trafen.
Die Gäste legten einen guten Start hin, ein Zehn-Punkte-Vorsprung nach dem ersten Viertel schmolz aber bis Ende des dritten Abschnitts zusammen. Die Bulls, die stets einem Rückstand hinterherliefen, schafften einmal den Gleichstand (65:65), danach setzten sich die Bobcats wieder ab und hielten Chicago bis zum Schluss auf Distanz.
Chicago Bulls - Charlotte Bobcats 81:91, Indiana Pacers - Memphis Grizzlies 88:83, Orlando Magic - Miami Heat 110:112 n.V., Houston Rockets - Atlanta Hawks 123:104, Oklahoma City Thunder - Phoenix Suns 114:96, San Antonio Spurs - Brooklyn Nets 104:73