Die Knicks untermauerten ihre derzeitige Vormachtstellung in New York am Mittwochabend mit einem klaren 100:86-Erfolg im Stadtduell mit den Brooklyn Nets. Alles überragend dabei einmal mehr: Carmelo Anthony, der nach überstandener Knöchelverletzung aufs Parkett zurückkehrte und 31 Punkte verbuchte. "Für diese Spiele musst du nur kurz über die Brücke, also bedeuten sie definitiv viel", meinte Anthony, ohne den die Knicks gegen die Houston Rockets am Montag die erste Heimpleite kassiert hatten. Nach zwei Spielen Pause kehrte der Forward aber rechtzeitig zurück.
Anthony, in Brooklyn geboren, läuft in den Spielen gegen die Nets in dieser Saison bislang richtig heiß und erzielte in den drei Duellen im Durchschnitt 37,0 Punkte. Beim zweiten Vergleich am 11. Dezember, als sich die Knicks erfolgreich für die Niederlage im ersten Duell revanchierten, hatte er mit 45 Zählern eine Saisonbestleistung hingelegt. "Es gibt keinen Zweifel, dass er ein MVP-Kandidat ist, er spielt auf einem beängstigend hohen Niveau", kommentierte Knicks-Coach Mike Woodson die jüngste Galavorstellung seines Schützlings.
Tatkräftige Unterstützung erhielt "Melo" gegen die Nets von J.R. Smith (19 Punkte von der Bank) und Tyson Chandler (16 Punkte, zwölf Rebounds). Die Nets kommen derzeit weiter nicht in die Gänge, von den letzten zehn Spielen haben sie acht verloren. In der Atlantic Division liegen sie bereits sechs Siege hinter dem Stadtrivalen, der die Eastern Conference vor Meister Miami anführt. "Die Saison ist noch lang. Wir werden schon wieder die Kurve kriegen", hofft Nets-Coach Avery Johnson.
"On fire" sind die Los Angeles Clippers, die mit dem 93:77 gegen die New Orleans Hornets den elften Sieg in Folge feierten und damit den Franchise-Rekord aus der Saison 1974/75 (damals noch als Buffalo Braves) einstellten. "Das ist schon etwas ziemlich besonderes, vor allem wenn man es zuhause schafft", freute sich Point Guard Chris Paul, dem zehn Punkte und zwölf Assists gelangen. Damit hat er in der Vorlagenstatistik in seinem 510. NBA-Spiel die 5000er-Marke durchbrochen. In jüngerem Alter schafften das vor dem 27-Jährigen nur Magic Johnson und Isiah Thomas.

"Das Essen schmeckt besser, die Musik hört sich besser an, du schläfst besser. Alles fühlt sich besser an, wenn du gewinnst", jubilierte Paul, der am Mittwoch sogar einen Dunk einstreute. Die besten Punktesammler bei den Clippers waren Blake Griffin (18) und Jamal Crawford (17).
Noch heißer als die Clippers laufen im Westen die Oklahoma City Thunder: Das 100:92 bei den Atlanta Hawks war der zwölfte Sieg in Serie. Kevin Durant lieferte mit 41 Punkten eine Saisonbestleistung ab. Der Scoring Champion (13 Rebounds) drehte nach der Halbzeit richtig auf (28 Zähler), nachdem Point Guard Russell Westbrook in den ersten beiden Vierteln 21 seiner insgesamt 27 Zähler verbucht hatte. Die Thunder führen die Western Conference mit 21:4 Siegen vor den Clippers (19:6) an.
Ein Lebenszeichen gaben nach zuvor drei Pleiten die Boston Celtics ab, die gegen Cleveland 103:91 gewannen. Überragend: Paul Pierce, der 40 Punkte sammelte und mit 35 der älteste Spieler der Celtics-Geschichte ist, dem das in einem Spiel gelang, das nicht in die Verlängerung ging.
Toronto Raptors - Detroit Pistons 97:91, New York Knicks - Brooklyn Nets 100:86, Orlando Magic - Washington Wizards 90:83, Indiana Pacers - Utah Jazz 104:84, Boston Celtics - Cleveland Cavaliers 103:91, Atlanta Hawks - Oklahoma City Thunder 92:100, Houston Rockets - Philadelphia 76ers 125:103, Phoenix Suns - Charlotte Bobcats 121:104, Memphis Grizzlies - Milwaukee Bucks 90:80, Sacramento Kings - Golden State Warriors 131:127, Los Angeles Clippers - New Orleans Hornets 93:77
Punkte: Kevin Durant (Oklahoma City Thunder) 41, Paul Pierce (Boston Celtics) 40, Greg Monroe (Detroit Pistons) 35, James Harden (Houston Rockets) 33, Stephen Curry (Golden State Warriors) 32; Rebounds: Zach Randolph (Memphis Grizzlies) 17, Ömer Asik (Houston Rockets), Jason Thompson (Sacramento Kings) je 15, Serge Ibaka (Oklahoma City Thunder) 14, Kevin Durant (Oklahoma City Thunder), Nikola Vucevic (Orlando Magic) 13; Assists: Jose Calderon (Toronto Raptors) 17, Chris Paul (L.A. Clippers) 12, Russell Westbrook (Oklahoma City Thunder), Goran Dragic (Phoenix Suns) je 11.