13 Punkte hatten Bryant noch gefehlt, mit einem Überschreiten der 30.000er Hürde in New Orleans konnte also gerechnet werden. Im zweiten Viertel war es dann soweit: Mit einem Halbdistanz-Sprungwurf erreichte Bryant den Meilenstein. Im Alter von 34 Jahren und 104 Tagen. Das hat zuvor noch keiner geschafft. Chamberlain war bislang der Jüngste mit 35 Jahren und 179 Tagen.
Der ehemalige Lakers-Center Kareem Abdul-Jabbar führt die Rangliste (siehe Fotostrecke im Anhang) mit 38.387 Karrierepunkten an, gefolgt von "Mailman" Malone (36.928), dem legendären "Air" Jordan (32.292) und eben Chamberlain (31.419). "Es ist eine große Ehre, in einem Atemzug mit diesen Legenden genannt zu werden", sagte der fünfmalige NBA-Champion Bryant, der zuvor in keinster Weise wie ein alternder Star gewirkt hatte. Steals, Fast-Breaks, spektakuläre Dunks - Bryant bot einmal mehr alles, was sein Spiel ausmacht. Insgesamt kam er bei 29 Zählern ins Ziel.
Für die Lakers war das aber auch nötig. Denn die Kalifornier müssen allmählich in die Spur kommen. In der starken Western Conference sind sie mit einer Bilanz von 9:10-Siegen derzeit nur Achter, gleichauf mit dem Neunten Denver und knapp vor den Dallas Mavericks, die ohne Dirk Nowitzki derzeit nur Rang elf belegen.
Und zwar mit 8:10. Die zehnte Saisonniederlage setzte es am Donnerstag bei den Los Angeles Clippers. Beim 90:112 war der Sieger eigentlich schon zur Halbzeitpause gefunden (42:60).
Nach drei spielfreien Tagen war Neuzugang Derek Fisher bei den Mavericks mit 15 Punkten erfolgreichster Werfer, der deutsche Nationalcenter Chris Kaman steuerte 14 Punkte bei. Eine Leistungssteigerung brachte die Gäste zwar im dritten Abschnitt auf 68:83 heran, doch im Schlussviertel machten die Clippers (Vierter im Westen mit 12:6) alles klar. Jamal Crawford war mit 20 Punkten herausragender Akteur bei den Kaliforniern.
Der Preis geht an J.R. Smith. Im Stile eines Michael Jordan versenkte der Shooting Guard der New York Knicks einen "Fade-Away" in der Schlusssekunde zum 100:98-Sieg bei den Charlotte Bobcats. Zuvor hatte er schon einen schlampigen Pass von Cats-Rookie Michael Kidd-Gilchrist abgefangen. Charlotte war eigentlich also auf dem Weg zum Sieg gewesen.
In der Loge sah dies Cats-Eigner Jordan mit düsterer Miene. Seine Schützlinge bieten in dieser Saison zwar beständig Paroli, sind nach erstaunlich gutem Start inzwischen aber auch auf 7:10 abgefallen.
"Es ist unglaublich, das war der erste Matchwinner in meiner Karriere", jubelte der Shooting Guard.
Smith (13 Punkte) bekam den Ball in Charlotte wohl deshalb im entscheidenden Moment, weil sich Knicks-Topscorer Carmelo Anthony mit einer Fingerblessur herumplagte. "Ich war angeschlagen, aber J.R. hat dafür gesorgt, dass ich mich wieder besser fühle", sagte "Melo", der 20 seiner 23 Zähler in der ersten Hälfte gesammelt hatte. In den letzten beiden Minuten konnte er dann gar nicht mehr mitwirken. Mit fünf Stichen war eine Schnittwunde am Mittelfinger der linken Hand zuvor schon genäht worden. Kurios: An der Reservebank soll sich Anthony verletzt haben. Einsatz am Donnerstag im Topspiel in Miami fraglich.
Bärenstark in Charlotte war der frühere Dallas-Meistermacher Tyson Chandler mit 18 Punkten und 17 Brettern. Bei den Hausherren, die nun fünfmal in Serie den Kürzeren zogen, überzeugte Kemba Walker (25 P., 11 R.).
Charlotte Bobcats - New York Knicks 98:100, Indiana Pacers - Portland Trail Blazers 99:92, Boston Celtics - Minnesota Timberwolves 104:94, Atlanta Hawks - Denver Nuggets 108:104, Detroit Pistons - Golden State Warriors 97:104, Cleveland Cavaliers - Chicago Bulls 85:95, New Orleans Hornets - Los Angeles Lakers 87:103, San Antonio Spurs - Milwaukee Bucks 110:99, Utah Jazz - Orlando Magic 87:81, Sacramento Kings - Toronto Raptors 107:100, Los Angeles Clippers - Dallas Mavericks 112:90
Punkte: Kyle Lowry (Toronto) 34, Ty Lawson (Denver) 32, Al Jefferson (Utah), Ryan Anderson (New Orleans) je 31, Kobe Bryant (Lakers) 29; Rebounds: Tyson Chandler (New York) 17, Nikola Vucevic (Orlando) 16, Jefferson, Joakim Noah (Chicago), Anderson Varejao (Cleveland) je 15, Blake Griffin (Clippers), DeMarcus Cousins (Sacramento), Josh Smith (Atlanta), Kevin Love (Minnesota), Timofey Mozgov (Denver) alle 13; Assists: Chris Paul (Clippers) 13, Lowry, Monta Ellis (Milwaukee), Rajon Rondo (Boston), Kemba Walker (Charlotte) alle 11; Dreier: Lawson 5/5, Anderson, Klay Thompson (Golden State) je 5/8, Steals: Lawson, Paul je 5; Blocks: Dwight Howard (Lakers), Robin Lopez (New Orleans) je 5; Freiwürfe: Lowry 12/12; Einsatzminuten: Noah 44



























































