
Für die Mavericks war die Schlappe gegen Golden State die fünfte in den letzten sieben Begegnungen. Immerhin: Es war eine denkbar knappe Angelegenheit, die sich mit zunehmender Spieldauer auf ein Duell zwischen Dallas-Topscorer O.J. Mayo (27 Punkte) und Warriors-Anführer Stephen Curry zuspitzte.
In der Verlängerung zogen zunächst die Gäste von 90:90 auf 97:90 davon, was streng genommen nicht die "Mavs", sondern Mayo im Alleingang mit neun Punkten konterte - 99:99. Curry lancierte die prompte erneute Führung für Golden State, die Hausherren - unter anderem Mayo - verwarfen zweimal. Das war die Vorentscheidung. Mit 105:101 setzten sich die Warriors durch, Curry hatte 20 seiner 31 Zähler im letzten Viertel und der Verlängerung erzielt. "Jeder in unserer Mannschaft hat seinen Teil zu diesem Sieg beigetragen", spielte Curry seinen Part anschließend bescheiden herunter.
Noch beeindruckender, aber letztlich wertlos las sich Mayos Bilanz: Sieben der letzten zehn Mavericks-Punkte in der regulären Spielzeit gingen auf sein Konto, in der Verlängerung lautete seine Quote 100 Prozent, kein Teamkollege traf mehr unterstützend. Chris Kaman (18 Punkte, 17 Rebounds) hatte sein Pulver schon verschossen - und Dirk Nowitzki wurde wieder einmal schmerzlich vermisst.
Der Würzburger, der sich am 19. Oktober einer Arthroskopie in seinem rechten Knie unterzogen hatte, hat laut Trainer Rick Carlisle immerhin "sein Aktivitäts-Pensum gesteigert". Wann er wieder zur Verfügung steht, ist noch ungewiss, allerdings hat der elfmalige All-Star ein baldiges Update bezüglich seiner Verletzung angekündigt.
Auf die Mavericks, die in der Western Conference mit jeweils sechs Siegen und Niederlagen weiterhin im Mittelfeld platziert sind, warten nun zwei weitere Heimaufgaben - und zwar anspruchsvolle: Die New York Knicks und die Los Angeles Lakers gastieren nacheinander im American Airlines Center.
Im Topspiel der Nacht unterlagen die San Antonio Spurs den Los Angeles Clippers daheim mit 87:92. Chris Paul (19 Punkte) und Blake Griffin (16 Punkte, 12 Rebounds) wussten die Verletzungsprobleme der Gastgeber zu nutzen, die zunächst auf Kawhi Leonard (Oberschenkelblessur) verzichten mussten und dann auch noch dessen Vertreter Stephen Jackson verloren, der sich im ersten Viertel den kleinen Finger seiner Wurfhand brach. Leonard wird voraussichtlich noch eine Woche fehlen, Jackson mindestens vier. Tim Duncan hielt die Spurs mit seinem sechsten Double-Double (20 Zähler, 14 Rebounds) im elften Saisoneinsatz im Spiel.
Die Clippers schlossen im Westen mit nunmehr acht Siegen bei zwei Niederlagen zu Spitzenreiter Memphis auf, der gegen die Denver Nuggets ein 92:97 kassierte - die erste Niederlage nach acht Erfolgen und saisonübergreifenden 15 Heimsiegen (ohne Play-offs) am Stück. "Heute haben wir bekommen, was wir verdient haben", bilanzierte Grizzlies-Center Marc Gasol, nachdem sein Team 2:13 Minuten vor Schluss noch 92:88 geführt hatte. "Wenn man mit dem Feuer spielt, verbrennt man sich eben manchmal."
Charlotte Bobcats - Milwaukee Bucks 102:98
Washington Wizards - Indiana Pacers 89:96
Atlanta Hawks - Orlando Magic 81:72
Memphis Grizzlies - Denver Nuggets 92:97
San Antonio Spurs - Los Angeles Clippers 87:92
Dallas Mavericks - Golden State Warriors 101:105 n.V.
Utah Jazz - Houston Rockets 102:91





























