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09.11.2012, 15:37

Belgrad - Bamberg: 5. Spieltag der Euroleague

Bertans: "Was Nowitzki kann, kann niemand"

Davis Bertans ist aktueller Basketball-Profi bei KK Partizan Belgrad. Auf kicker.de blickt der 19-jährige lettische Nationalspieler auf die Euroleague-Partie gegen die Brose Baskets Bamberg voraus (Freitagabend, 20.45 Uhr). Er spricht von seinem Gegenspieler, scheut den Vergleich mit Dirk Nowitzki und erzählt die Geschichte über seinen verlorenen Ringfinger.

Davis Bertans
Gibt sich vor der Partie gegen Bamberg fokussiert: Belgrads Jungspund Davis Bertans.
© imagoZoomansicht

kicker: Herr Bertans, geboren zu sein für Basketball - das ist eine Floskel die Spieler gerne nutzen, um ihre Liebe zum Basketball auszudrücken. Bei Ihnen kann man es aber wirklich sagen, oder?

Bertans: Ich denke schon. Ich war als Baby schon immer in der Halle. Mein Vater war Basketball-Coach und meine Mutter Sportlehrerin. Sie sagte mal, wenn in der Halle der Ball gerade geruht hatte, habe ich immer geweint. Wenn wieder gespielt und gedribbelt wurde, habe ich geschlafen. Ich spiele Basketball, so lange ich denken kann.

kicker: Sie stechen ganz besonders heraus, weil Sie trotz 2,08 Meter Körpergröße einen brandgefährlichen Schuss haben. Ist das auch angeboren?

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Bertans: Talent macht nur 10 Prozent des Könnens eines Basketballers aus. Der Rest ist harte Arbeit. Von Kindesbeinen an habe ich immer an meinem Schuss gearbeitet - bis er nahezu perfekt war und ich zufrieden sein konnte.

kicker: 2011 wurden Sie von den San Antonio Spurs gedraftet und dabei wurde Ihnen nachgesagt, dass Sie der neue Dirk Nowitzki sind. Wie finden Sie solche Vergleiche?

Bertans: Ich mag das gar nicht. Das was Dirk Nowitzki kann, kann niemand auf dieser Welt.

kicker: Bei der EM letzten Sommer haben Sie mit Lettland gegen Deutschland verloren, Heiko Schaffartzik drehte die Partie mit zwei verrückten Dreiern und das DBB-Team gewann doch noch. Wie erinnern Sie sich daran?

Bertans: Immer wenn ich daran denke, kommt die Enttäuschung wieder hoch. Ich kenne Heiko eigentlich nicht, aber diese Dreier vergesse ich nicht. Wir hatten uns gewünscht, bei der EM weit zu kommen und sie gut abzuschließen, wir hatten den Sieg in der Hand. So ein Ende war dann natürlich bitter. Aber man muss auch sagen, dass die deutsche Mannschaft sehr gut ist, ich glaube, sie ist auf jeden Fall in der Lage, um eine Medaille mitzuspielen, wenn alle Spieler mit an Bord sind.

Solche Fans habe ich noch nirgendwo gesehen.Bertans über Belgrads Anhänger

kicker: Es gibt auch ein nicht ganz so schönes Kapitel in Ihrem Leben. Sie haben bei einem Unfall den halben Ringfinger Ihrer rechten Hand, Ihrer Wurfhand, verloren. Was passierte damals?

Bertans: Ich war 14 und habe Holz gesägt mit einer großen elektrischen Säge. Dann fing es an zu regnen und alles wurde unübersichtlich und rutschig, dabei ist mir der Finger leider unter die Säge gekommen.

kicker: Dachten Sie, das war es jetzt mit Basketball?

Bertans: Nein, weil mir sofort klar war, dass ich den Ringfinger eigentlich nicht brauche. Beim Werfen sind Daumen und die ersten beiden Finger wichtig für die Balance. Mein Schuss hat sich nach dem Unfall nicht verändert oder wurde davon beeinflusst.

kicker: Gibt es manchmal Kommentare von Gegnern oder Mitspielern wegen des fehlenden Fingers?

Bertans: Die meisten wissen es gar nicht . . .

kicker: Am Freitagabend (20.45 Uhr) empfangen Sie im Pionir die Brose Baskets Bamberg. Was wird das für ein Spiel?

Bertans: Ich glaube, es wird ganz offen. Wir haben uns intensiv vorbereitet, Video Scouting gemacht, viel trainiert. Mein direkter Gegenspieler ist Bostjan Nachbar, der über NBA-Erfahrung verfügt, da bin ich auf jeden Fall gewarnt.

Davis Bertans (li.)
Gegen den FC Barcelona unterlag Bertans mit seinem Team am 4. Spieltag knapp mit 82:85.
© imagoZoomansicht

kicker: Zuhause haben Sie ZSKA Moskau fast geschlagen, es musste in die Overtime gehen. Was ging dann schief?

Bertans: Wir sind eine sehr junge Mannschaft, da fehlte einfach die Abgezocktheit, in den letzten Sekunden aus seinem Vorteil auch wirklich was zu machen.

kicker: Welche Rolle spielen die Fans, es wird immer gesagt, das ist der schlimmste Hexenkessel in Europa?

Bertans: Solche Fans habe ich noch nirgendwo gesehen. Sie singen und peitschen uns an von der ersten bis zur letzten Sekunde. Es gibt Fans, die hört man nicht mehr, wenn die Mannschaft hinten liegt. Im Pionir könnten wir auch mit 25 Punkten hinten liegen, das wäre nur noch ein Grund mehr, dass sie uns anfeuern. Wirklich unglaublich, man spielt dann wie auf einer Welle. Das ist dann auch ein wirklicher Heimvorteil.

Interview: Danijela Sasic

09.11.12
 
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