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20.06.2012, 08:57

NBA-Finals, Spiel 4: Westbrooks Monster-Spiel reicht OKC nicht

Krämpfe stoppen James, Chalmers übernimmt - 3:1 Heat

Die Miami Heat sind nur noch einen Sieg von der zweiten Meisterschaft in ihrer Franchise-Geschichte entfernt. In Spiel 4 der NBA-Finalserie schlug das Team aus Südflorida Oklahoma City mit 104:98. LeBron James überragte auf Seiten der Heat, musste die Schlussphase allerdings verletzungsbedingt von der Seitenlinie aus verfolgen. Dafür sprang ein zuletzt schwächelnder Teamkollege in die Bresche. Thunder-Guard Russell Westbrook erlebte ebenfalls einen denkwürdigen Abend, leistete sich aber auch einen entscheidenden Fauxpas.

Durchsetzungsstark: Miamis Wade zieht gegen Oklahomas Ibaka und Westbrook zum Korb.
Durchsetzungsstark: Miamis Wade zieht gegen Oklahomas Ibaka und Westbrook zum Korb.
© picture allianceZoomansicht

Nachdem Kevin Durant in den vorherigen Partien stets mit Foulproblemen zu kämpfen hatte ("Und ich habe es gehasst, wegen des vierten Fouls auf der Bank zu sitzen"), gab es bei OKC eine taktische Änderung. Der Schweizer Thabo Sefolosha war in der Verteidigung gegen James eingeteilt, Durant hatte es dafür mit Point Guard Mario Chalmers zu tun.

Untypisch für den bisherigen Verlauf der Serie starteten die Thunder mit mächtig viel Dampf in die Begegnung. Westbrook wollte es offenbar von Beginn an wissen, startete mit vier erfolgreichen Sprungwürfen und verhalf seinem Team so zu einem 17-Punkte-Polster. "Sie sind mit einer unbeschreiblichen Einstellung ins Spiel gegangen", staunte Heat-Trainer Erik Spoelstra zu Recht. Oklahoma City traf in den ersten zwölf Minuten überragende 63 Prozent aus dem Feld. Miami, das offensiv keinen Zugriff auf leichte Punkte in der Zone bekam, schaffte es lediglich auf 35 Prozent. Die Folge: Der Gast führte mit 33:19.

Doch dann folgte die Wende: Nach einem 16:0-Lauf waren die Heat plötzlich wieder in Schlagdistanz. OKC erzielte über vier Minuten lang keinen einzigen Korb. Und trotzdem retteten sich die Thunder mit 49:46 in die Pause. Es folgte eine wilde zweite Hälfte. Ganze neunmal wechselte die Führung im dritten Abschnitt, den Miami mit 33:26 zu seinen Gunsten entschied. Die Heat gingen also mit der Führung im Rücken in die letzten zwölf Minuten.

Westbrook lässt es gewaltig donnern - Chalmers zeigt sein Kämpferherz

Dort ließ es Thunder-Guard Westbrook ordentlich scheppern. Mit 17 seiner insgesamt 43 Zählern hielt der All-Star sein Team im Rennen um den Sieg. Die Chancen auf diesen stiegen, als James fünf Minuten vor dem Ende vom Parkett humpelte. Krämpfe in den Beinen stoppten den "King", der sogar noch einmal kurz zurück kam und einen wichtigen Dreier versenkte (97:94). Anschließend ging es nicht mehr weiter für James, zu groß waren die Beschwerden. Doch auch ohne den Liga-MVP funktionierte die Offensive des Vorjahresfinalisten. Hauptverantwortlich dafür war Chalmers, der in den drei Finalbegegnungen zuvor noch mit seinem Wurf gestrauchelt war, nun aber in Spiel 4 stark auftrumpfte. Am Ende schaffte es der Aufbauspieler, der Miamis letzte fünf Zähler erzielte, auf 25 Punkte. "Mario trägt diese Sache, die man Herz nennt, in sich. Ohne ihn hätten wir heute nicht gewonnen", huldigte Dwyane Wade Chalmers Leistung.

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LBJ fordert "Heat-Basketball" - OKC "mit dem Rücken zur Wand"

Darunter waren auch die zwei vorentscheidenden Freiwürfe 14 Sekunden vor dem Ende zum 103:98. Gerade Westbrook wird sich darüber ärgern, hätte OKC doch nicht zwingend foulen müssen. "Das hat nichts mit Unerfahrenheit zu tun. Das werden wir nie und nimmer als Entschuldigung nutzen", so Thunder-Coach Scott Brooks, der zugleich aufbauende Worte für seinen ansonsten überragenden Schützling fand: "Russell ist ein Siegertyp, der jederzeit alles für uns gibt. Er hat uns im Spiel gehalten und die Möglichkeit auf einen Sieg aufrechterhalten."

Dieser ging jedoch an die Miami Heat, die schon im kommenden Aufeinandertreffen - vor eigenem Publikum - alles klar machen und die zweite Meisterschaft nach 2006 feiern können. Vom Gewinn der Meisterschaft und dem damit verbundenen Ring mochte James zwar noch nichts wissen, jedoch stellte LBJ eines klar: "Wenn wir Heat-Basketball spielen, haben wir eine gute Chance zu gewinnen." Und auch Brooks weiß: "Wir stehen mit dem Rücken zur Wand." Im Übrigen: Noch nie ist es einer Mannschaft in der Finalserie gelungen, einen 1:3-Rückstand noch zu drehen.

NBA-Finale, Spiel 4

Dienstag, 19. Juni

Miami Heat - Oklahoma City Thunder 104:98

Die nackten Zahlen, Vol. 4

Punkte: Westbrook 43, Durant 28 (beide OKC), James 26, Chalmers, Wade beide 25, Bosh 13 (alle Miami); Rebounds: Harden (OKC) 10, James, Bosh beide 9, Westbrook, Ibaka (OKC) beide 7; Assists: James 12, Westbrook 5; Wurfquote: Westbrook 20/32, James 10/20, Chalmers 9/15, Durant 9/19; Dreier: Chalmers 3/9, Norris Cole (Miami) 2/3; Freiwürfe: Durant 9/9, Wade 7/9, James 5/8; Turnover: Harden 4, Durant, Westbrook, James alle 3; Blocks: Wade 2

20.06.12
 
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