Das Artland kochte. Spiel fünf zwischen den heimischen Dragons und den Bayern stand an, der Höhepunkt einer emotional geführten Serie. An Dramatik mangelte es auch dem letzten Vergleich nicht, beide Teams begegneten sich lange Zeit auf Augenhöhe. Im dritten Viertel spielten sich die Gastgeber dann jedoch in einen Rausch, mit einem 13-Punkte-Vorsprung ging es in den Schlussabschnitt.
Die Führung schmolz jedoch schneller als es den Dragons lieb sein konnte. Bis auf zwei Punkte arbeitete sich der vom früheren Nationalcoach Dirk Bauermann trainierte Aufsteiger wieder heran. Die Hausherren blieben jedoch am Ball, setzten sich wieder ab und behielten in der Schlussphase an der Freiwurflinie ein ruhiges Händchen.
Ausgerechnet der der starke Center Jared Homan (25 Punkte) verpasste es, die Bayern kurz vor dem Ende nochmal näher heranzubringen, als er einen freien Korbleger nicht in der Reuse unterbringen konnte. So stand die Halle am Ende Kopf. Die Dragons, die in Point Guard David Holston ihren besten Werfer hatten, treffen im Halbfinale nun auf Titelverteidiger Bamberg. Den zweiten Finalisten ermitteln Ulm und Würzburg. "Niemand hat uns vor der Saison unter den letzten Vier gesehen", sagte Dragons-Coach Koch: "Auch vor dieser Serie galten wir als Außenseiter. Deshalb bin ich unglaublich stolz auf meine Mannschaft."
Zuschauer: 3000
Beste Werfer Quakenbrück: Holston (18 Pkt./ 3-3er), Thomas (14/3), Bailey (14/1), Peavy (10/1), Hilliard (7/2), Fenn (7/0), King (4/0), Strasser (3/1), Grünheid (2/0)
Beste Werfer München: Homan (25 Pkt./ 0-3er), Foster (20/2), Troutman (7/0), Greene (6/2), Jagla (6/1), Wallace (3/1), Benzing (2/0), Nadjfeji (2/0), Hamann (2/0)