Der erste Halbfinalist steht seit Sonntag fest: ratiopharm Ulm gewann vor eigenem Publikum mit 85:76 (46:31) gegen die Phantoms Braunschweig und machte den "Sweep" perfekt. Der Vorrundenzweite trifft in der Vorschlussrunde auf den Sieger des Duells zwischen Alba Berlin und s.Oliver Baskets Würzburg. Für Ulm, das Braunschweig bereits in beiden Hauptrundenbegegnungen und im Pokal in die Schranken gewiesen hatte, kam Nationalspieler Per Günther auf 18 Punkte. Vorrunden-MVP John Bryant holte 15 Zähler. Topscorer des Spiels war der Braunschweiger Michael Umeh (23). Die Niedersachsen hatten sich nach anfänglich klarem Rückstand zurück ins Spiel gekämpft und im Schlussabschnitt sogar mit 70:67 geführt. Dann riss Ulm das Geschehen wieder an sich.
Schon in der ersten Hälfte legten am Samstag die Artland Dragons vor 3000 Zuschauern die Basis zum hochverdienten Heimsieg gegen die Münchner Bayern. Zeitweise hatten die Norddeutschen einen Vorsprung von 26 Punkten (43:17, 17. Minute). In Gefahr geriet der Erfolg Quakenbrücks anschließend nicht mehr.
Bester Werfer der Hausherren war der von der Bank gekommene Anthony Hilliard mit 20 Zählern. Darren Fenn steuerte 18 Punkte bei, Bryan Bailey 14. Bei den Bayern überzeugte Je'Kel Foster mit 15 Punkten, daneben trafen auch Jared Homan und Jan-Henrik Jagla zweistellig (jeweils 10).
Johannes Strasser, Point Guard der Dragons, meinte: "Wir hatten nach Spiel zwei jede Menge Wut im Bauch. Die Mannschaft hat heute die richtige Antwort gegeben. Wir haben von Beginn an aggressiv verteidigt und super gespielt." Quakenbrück hatte nach der überraschenden Auftaktpleite (68:82) die zweite Partie in München zwar mit 92:84 gewonnen. Dabei waren jedoch Dragons-Spielmacher David Holston und Münchens Steffen Hamann aneinander geraten. Holston wurde wegen einer Tätlichkeit für eine Partie gesperrt, sein Fehlen konnte Quakenbrück aber gut kompensieren.
Vor dem überraschend frühen Aus steht Alba Berlin. In eigener Halle mussten die Albatrosse am Samstag eine 84:91 (45:43)-Niederlage gegen die Baskets Würzburg hinnehmen - schon die zweite Pleite für den Hauptrunden-Dritten im dritten Aufeinandertreffen. Vor 10.044 Zuschauern sah es zur Halbzeit bei einer knappen 45:43-Führung noch gut aus für die Berliner. Doch Würzburg hielt das Spiel eng und setzte sich durch einen 7:0-Run in der letzten Minute des dritten Viertels auf 67:60 ab. Diesen Vorsprung ließen sich die Würzburger im Schlussabschnitt nicht mehr nehmen. Die Baskets blieben stets mit mindestens fünf Zählern vorne und feierten am Ende einen für den Ausgang der Serie eventuell entscheidenden Auswärtssieg, zu dem allein 32 Punkte aus verwandelten Freiwürfen (40 Versuche) entscheidend beitrugen. Mit einem Heimerfolg am Dienstag (19 Uhr) kann der Aufsteiger nun den Einzug ins Halbfinale perfekt machen.
Bester Werfer der Würzburger in Berlin war John Little mit 20 Zählern, der 27-Jährige sammelte zudem die meisten Rebounds aller Akteure auf dem Parkett (8). Selbst die gute Punkteausbeute von DaShaun Wood (20), Derrick Allen (19), Yassin Idbihi (17) und Bryce Taylor (14) konnte die Alba-Pleite nicht verhindern.
Die Brose Baskets gewannen am Samstagabend gegen die Telekom Baskets Bonn mit 102:92 (51:45) und liegen nun in der Best-of-Five-Serie mit 2:1 vorne. Das Auftaktspiel gegen die Rheinländer hatte Bamberg noch völlig überraschend vor eigenem Publikum verloren. Nun hat der deutsche Meister am Dienstag in Bonn Matchball zum Halbfinaleinzug.
Die Oberfranken setzten sich in einer sehr offensiv geführten Begegnung zunächst deutlich ab, kurz vor der Halbzeitpause verkürzten die Gäste aber wieder den Rückstand. Nach dem Seitenwechsel kontrollierte das Team von Chris Fleming das Spiel und ließ die Bonner nicht mehr rankommen.
Tibor Pleiß war mit 18 Punkten auf Seiten der Bamberger treffsicherster Spieler auf dem Parkett. "Jetzt gibt es noch ein Spiel zu gewinnen. Das war heute nur ein Sieg, entschieden ist noch nichts", freute sich der deutsche Nationalspieler.
Artland: Hilliard 20, Fenn 18, Bailey 14, Thomas 10, Hess 9, Strasser 6, Peavy 4, King 2
FC Bayern: Foster 15, Homan 10, Jagla 10, Doreth 9, Hamann 8, Troutman 7, Wallace 4, Greene 2, Benzing 2
Zuschauer: 3000
Alba: Wood 20, Allen 19, Idbihi 17, Taylor 14, Schaffartzik 8, Francis 4, Weaver 2
Baskets: Little 20, King 17, Kramer 13, Tomaszek 12, Boone 11, Elliott 5, Frazier 5, Kleber 5, Jacobson 3
Zuschauer: 10044
Brose Baskets Bamberg: Tucker 18, Pleiß 18, Jenkins 17, Gavel 14, Suput 12, Tadda 10, Roberts 9, Jacobsen 3, Schmidt 1
Telekom Baskets Bonn: Gaffney 22, Veikalas 21, Serapinas 19, Ensminger 16, Battle 7, Jordan 6, Mangold 1
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Punkte ratiopharm Ulm: Günther 18, Bryant 15, Watts 13, Swann 13, Esterkamp 11, Nankivil 10, Torbert 3, Mason-Griffin 2
Phantoms Braunschweig: Umeh 23, Jorovic 11, Greer 10, McElroy 9, Visser 8, Schneiders 6, Milosevic 5, Melzer 4
Zuschauer: 6000 (ausverkauft)
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
BB Bamberg | - | TB Bonn | 74:75 | |
Ulm | - | Braunschweig | 101:79 | |
Artland | - | Bayern | 68:82 | |
Alba Berlin | - | Würzburg | 75:67 | |
Bayern | - | Artland | 84:92 | |
Würzburg | - | Alba Berlin | 79:66 | |
TB Bonn | - | BB Bamberg | 53:67 | |
Braunschweig | - | Ulm | 94:96 | |
Artland | - | Bayern | 83:67 | |
Alba Berlin | - | Würzburg | 84:91 | |
BB Bamberg | - | TB Bonn | 102:92 | |
Ulm | - | Braunschweig | 85:76 | |
TB Bonn | - | BB Bamberg | 82:84 | |
Würzburg | - | Alba Berlin | 66:60 | |
Bayern | - | Artland | 82:71 | |
Artland | - | Bayern | 79:73 | |