| Vereinsname: | Dallas Mavericks |
| Anschrift: | Dallas Mavericks The Pavilion 2909 Taylor Street Dallas, Texas, USA 75226 |
| Internet: | http://www.nba.com/mavericks/ |
Vor der Erfahrung des Gegners hatten sie gewarnt, davon, dass Dallas sehr wohl wisse, wie man in den Play-offs das Gaspedal durchdrückt und einen Titel gewinnen kann - und vor allem vor Dirk Nowitzki! Mit großem Respekt waren die Oklahoma City Thunder in die Serie gegen die Mavericks gegangen. Und mit der Erinnerung an das bittere 1:4 im West-Finale der vergangenen Saison. Doch OKC will in diesem Jahr einen Schritt weitergehen und nach dem Meisterpokal greifen.
Mit der Nervenstärke und dem Willen eines Kevin Durant kann dieses junge Team den Plan in die Tat umsetzen. Wobei es gegen die Mavs noch ein langer und steiniger Weg werden könnte. Zumindest verlangte der Meister dem favorisierten Herausforderer zum Auftakt alles ab.
OKC konnte wieder mit ihrem bärenstarken sechsten Mann James Harden antreten, dessen Brummschädel nach dem Skandalfoul von Lakers-Rüpel Metta World Peace rechtzeitig abgeklungen war. Gemeinsam mit dem All-Star-Duo Durant und Russell Westbrook sowie der Block-Maschine Serge Ibaka sollten die Mavericks in die Schranken verwiesen werden. Die Gäste setzten nach dem Schonprogramm der vergangenen Woche wieder auf Aufbau-Veteran Jason Kidd.
Und angeführt vom 39-Jährigen begegnete Dallas dem West-Zweiten auf Augenhöhe, hatte den Sieg vor Augen. Dank Nowitzki, der nach moderatem Beginn (vier Fehlwürfe ...) im Schlussviertel das Geschehen an sich gerissen und Dallas zweieinhalb Minuten vor Schluss mit sieben Punkten nach vorn gebracht hatte.
Ebenso wie Durant kam der 33-Jährige auf 25 Punkte, elf davon machte Nowitzki in den finalen fünf Minuten! Mit sieben Zählern in Folge stellte er auf 92:85 - allein, zum Sieg sollte das nicht reichen. Auch, weil der Superstar sich in der Crunchtime zwei Turnover leistete, die zu schnellen und leichten Punkten für OKC führten.
Und auf der Gegenseite gibt es zudem Kevin Durant, der OKC schon zu Saisonbeginn mit einem Dreier zur Schlusssirene zum 104:102-Sieg über Dallas geleitet hatte. Auch diesmal war Durant das Zünglein an der Waage. Nachdem Nowitzki neun Sekunden vor Schluss zwei Freiwürfe zum 98:97 verwandelt hatte, gaben die Thunder ihrem Häuptling den Ball. Der dribbelte von der Dreierlinie nach innen, kam gegen Shawn Marion in Bedrängnis zum Sprungwurf - hoher Bogen, zu kurzer Wurf, Ring, Brett, drin! Die in blau gekleideten Fans in der Chesapeake Energy Arena explodierten förmlich. Und Dallas blieb ohne Timeout zu wenig Zeit, um noch einmal zum Konter auszuholen. "Ich war eng an ihm dran, er konnte wohl nicht einmal den Ring sehen", klagte Marion.

"So sind die Play-offs", sagte der Matchwinner. "Egal wie, du musst es irgendwie erledigen." "Was für ein Wurf", lobte Harden. "Er hat uns das Spiel gerettet. Denn wir haben nicht gut gespielt." Nowitzki sagte: "Wenn wir noch eine Auszeit gehabt hätten, hätten wir noch einen kontrollierten Wurf abgeben könne, so brauchst du schon einen Buzzer-Beater." Die Niederlage schmerzt. "So zu verlieren ist hart, bitterer geht es kaum", führte der Deutsche weiter aus. "Aber wenn sich ein Team davon erholen kann, dann ein erfahrenes. Und wir haben definitiv ein paar ältere Jungs im Team."
„Wir werden ihnen weiter zusetzen, vertraut mir. Wir sind mental sehr stark, eine Kabine voller Champions!“Mavs-Coach Rick Carlisle
Das Spiel, aus dem Westbrook mit 28 Zählern als bester Schütze hervorging und neben Durant insbesondere Ibaka (22, fünf Blocks) und Harden (19) der Partie beim Siegerteam den Stempel aufdrückten, macht Lust auf mehr. Jason Terry sammelte für Dallas 20 Punkte, steuerte jedoch im Schlussviertel keinen einzigen mehr bei. Shawn Marion kam auf 17.
Trainer Rick Carlisle versprach: "Wir werden ihnen weiter zusetzen, vertraut mir. Wir sind mental sehr stark, eine Kabine voller Champions!" Carlisle wurde aber auch gefragt, warum er Durant nicht doppeln ließ beim letzten Spielzug. "Der letzte Wurf wird immer besonders hervorgehoben, doch wir haben insgesamt in der Schlussphase zu viele Fehler gemacht. Das darf uns nicht mehr passieren." Nowitzki sah in der Niederlage auch ein Spiegelbild der gesamten Saison: "Wir hatten wieder unsere Chancen, aber wie in der ganzen Runde hatte der Gegner aus irgendeinem Grund die letzte Chance."
Spiel zwei findet am Montag erneut in Oklahoma City statt.
Oklahoma City Thunder - Dallas Mavericks 99:98
(Play-off-Stand: 1:0)
Miami Heat - New York Knicks 100:67
(Play-off-Stand: 1:0)
Indiana Pacers - Orlando Magic 77:81
(Play-off-Stand: 0:1)
Chicago Bulls - Philadelphia 76ers 103:91
(Play-off-Stand: 1:0)


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