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27.04.2012, 16:29

Vorschau NBA-Play-offs: Western Conference

Spurs im Duell mit hungrigen Thunder

Wie 2011 gehen die San Antonio Spurs im Westen als topgesetztes Team in die K.O.-Runde. Mit 50 Siegen und 16 Niederlagen haben sie gemeinsam mit Chicago die beste Bilanz der NBA. Die verkürzte Saison kam den alternden Spurs um den 36-jährigen Tim Duncan wider Erwarten entgegen. Ob sie ihre Form in den kräftezehrenden Play-offs bestätigen können, ist die große Frage - zumal mit Oklahoma City ein junges, hungriges Team auf die Wachablösung drängt. Dirk Nowitzkis Mavericks sind Außenseiter, was zumindest im Vorjahr kein schlechtes Omen war.

San Antonio Spurs (1.) vs. Utah Jazz (8.) - Saisonbilanz 3:1

Tim Duncan und Kevin Durant
Zwei Stars, zwei Generationen: Der 36-jährige Spurs-Center Tim Duncan (l.) neben dem 13 Jahre jüngeren Thunder-Forward Kevin Durant.
© gettyZoomansicht

San Antonio baut auf geballte Erfahrung: Zusammen bringen es die Leistungsträger Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili auf 99 Lebensjahre, 19 All-Star-Nominierungen und zehn Meisterschaften. Doch gerade deshalb hatten viele Experten den Spurs in der verkürzten Saison, die kaum Ruhepausen gestattete, wenig zugetraut. Dank eines starken Schlussspurts mit zehn Siegen sicherten sich die Texaner dennoch Platz eins und damit Heimrecht bis ins Conference-Finale. "So gut haben wir auf dem Weg in die Play-offs noch nie ausgesehen", kommentierte Spurs-Legende David Robinson.

Erstmals seit 2008 gehen Duncan, der 29-jährige Parker und der 34-jährige Ginobili verletzungsfrei in die Play-offs. "Wir sind ein komplettes Team und können im Westen jeden schlagen. Unser Ziel ist der Titel", erklärt Duncan, der mit durchschnittlich 15,4 Punkten und neun Rebounds seinen x-ten Frühling erlebt. Unmöglich erscheint diese Vorgabe nicht: Die Spurs erzielen nicht nur die zweitmeisten Punkte der Liga (103,7), sie sind auch das heimstärkste Team. Umso erstaunlicher sind diese Werte, da Coach Gregg Popovich seinen Startern oft Pausen gönnte und außer dem starken Parker (18,3 Punkte und 7,7 Assists pro Spiel) keinen Spieler länger als durchschnittlich 30 Minuten auf dem Parkett ließ.

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Für Utah, das sich mit zuletzt fünf Siegen noch auf Rang acht schob, ist die Play-off-Teilnahme an sich schon ein Erfolg: "Wir haben die ganze Saison dafür gekämpft und Gott sei Dank hat es gereicht", erklärte Forward Paul Millsap, der das Spiel der Jazz zusammen mit Center Al Jefferson bestimmt. Ebenso wie bei den Spurs liegt Utahs Stärke in der Offensive: Mit durchschnittlich 99,7 Punkten haben die Jazz die viertbeste Ausbeute aller Teams. Im direkten Vergleich dieser Saison liegt San Antonio 3:1 vorne - und ist unter dem Strich favorisiert. Doch Vorsicht: 2011 starteten die Spurs mit der besten Bilanz der vorangehenden fünf Jahren ebenfalls topgesetzt in die Play-offs und scheiterte in Runde eins mit 2:4 an den Memphis Grizzlies.

Oklahoma City Thunder (2.) vs. Dallas Mavericks (7.) - Saisonbilanz 3:1

Auf Nowitzkis Mavs wartet in der ersten Runde ein harter Brocken: Die Oklahoma City Thunder standen lange auf Platz eins der Conference, verloren diesen aber durch drei Niederlagen in den letzten sechs Spielen. Das junge Team von Trainer Scott Brooks gehört zu den spektakulärsten der Liga und macht mit 103,1 Punkten pro Partie die drittmeisten Zähler. Mit dem 23-jährigen Kevin Durant haben die Thunder außerdem den erfolgreichsten Scorer der Liga (durchschnittlich 28 Punkte, dazu acht Rebounds). Der MVP-Kandidat bildet zusammen mit dem gleichaltrigen Aufbauspieler Russell Westbrook ein kongeniales Duo. Ergänzt werden sie durch James Harden, den wohl besten Bankspieler der Saison. Der 22-Jährige geht nach einem rüden Ellenbogencheck von Lakers-Forward Metta World Peace aber angeschlagen in die Serie.

Anders als den jungen Thunder setzte die kräftezehrende Kurz-Saison dem Titelverteidiger Dallas mächtig zu: "Wir sind ein relativ altes Team, da fiel es sehr schwer, in jedem Spiel von Anfang an alles zu geben", verdeutlicht Nowitzki, der mit durchschnittlich 21,7 Punkten gut einen Zähler weniger als 2011 erzielte. Verletzungen von Leistungsträgern wie dem 33-jährigen Deutschen (Knieprobleme) oder dem sechs Jahre älteren Jason Kidd (Wadenzerrung) warfen Dallas immer wieder zurück. Pünktlich zu den Play-offs kann Trainer Rick Carlisle personell jedoch aus dem Vollen schöpfen. Nach dem bisherigen Saisonverlauf sind die Mavs, die nur eines von drei Duellen gegen die Thunder gewannen, der klare Außenseiter. In der Crunch-Time gehören die erfahrenen Texaner aber immer noch zum Besten, was die NBA zu bieten hat. Zudem wissen Nowitzki und Co., wie man die Thunder schlägt: Das letztjährige Conference-Finale gewannen sie mit 4:2 - und darauf folgte bekanntlich die Meisterschaft.

Los Angeles Lakers (3.) vs. Denver Nuggets (6.) - Saisonbilanz: 3:1

Kobe Bryant
Einsatzbereit: Kobe Bryant machte wegen einer Schienbeinverletzung nur zwei der letzten zehn Spiele, ist nun aber wieder fit.
© imagoZoomansicht

Nach zuvor zwei Meisterschaften scheiterten die Lakers im letztjährigen Conference-Halbfinale sang und klanglos mit 0:4 an Dallas. Daraufhin trat Erfolgscoach Phil Jackson, der L.A. zwischen 1999 und 2010 zu fünf Titeln geführt hatte, zurück. Außerdem verließen mit Lamar Odom und Derek Fisher zwei Lakers-Veteranen das Team. Unter dem neuen Coach Mike Brown sammelt Superstar Kobe Bryant so viele Zähler (27,9) wie seit vier Jahren nicht mehr. Neben ihm sorgen Pau Gasol (10,4 Rebounds) und der erstmalig ins All-Star-Team berufene Andrew Bynum (11,8) dafür, dass den Lakers unter den Brettern schwer beizukommen ist. Dazu hinterließ der für Fisher verpflichtete Spielmacher Ramon Sessions einen guten Eindruck.

Im Vergleich zu den mit Stars gespickten Lakers setzen die Denver Nuggets auf Ausgeglichenheit: Ihr bester Schütze Ty Lawson kommt durchschnittlich zwar nur auf 16,4 Punkte, dafür liegen aber allein acht Spieler im Zehn-Punkte-Bereich. Mit 104,1 Zählern pro Spiel erzielt das Team aus der "Mile High City" die meisten Punkte der gesamten NBA, hat allerdings auch die zweitmeisten kassiert. Drei der bisherigen vier Saisonvergleiche gewannen die Lakers, wobei sie die Nuggets immer unter 100, zweimal sogar unter 90 Punkten hielten. Obwohl L.A. in den ersten Spielen auf den gesperrten World Peace verzichten muss, sind die Lakers favorisiert.

Memphis Grizzlies (4.) vs. Los Angeles Clippers (5.) - Saisonbilanz: 2:1

Beide Teams lieferten sich bis zuletzt ein enges Rennen um den vierten Platz - wobei es bei L.A. Mitte der Saison sogar so aussah, als ob noch mehr möglich wäre. Trotzdem ist dank des neuen Spielmachers Chris Paul aus den chronisch erfolglosen Clippers (nur zwei Play-off-Teilnahmen in den letzten 18 Jahren) ein Spitzenteam geworden. Mit durchschnittlich 19,8 Punkten und 9,1 Assists ist der 26-Jährige der Denker und Lenker im Team und als möglicher MVP im Gespräch. Zusammen mit Dunking-Spezialist und All-Star-Kollege Blake Griffin kreierte er ein paar der spektakulärsten Spielzüge der Saison.

Im Endspurt ging den Clippers, die seit Februar auf den verletzten Ex-NBA-Champion Chauncey Billups verzichten müssen, aber ein bisschen die Luft aus: Da sie nur eine der letzten vier Partien gewannen, zog Memphis mit sechs Siegen in Folge noch vorbei. "Gerade jetzt spielen wir am besten, besonders defensiv", erklärt Grizzlies-Center Marc Gasol (8,9 Rebounds und 1,9 Blocks pro Spiel), der in dieser Saison erstmals beim All-Star-Game dabei war. Sein Team lässt die wenigsten Punkte (93) der gesamten Conference zu und gewann gegen die Clippers zwei der bisherigen drei Vergleiche. Trotzdem ist eine ausgeglichene Serie zu erwarten, die der Heimvorteil in einem möglichen siebten Spiel zugunsten der Grizzlies entscheiden könnte. Denn in eigener Halle hat Memphis die zweitbeste Bilanz der NBA.

Alexander Kohne

Bilder zu den Duellen der ersten Runde
Auf in die Play-offs!
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27.04.12
 
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