Nach wechselhaftem Saisonverlauf steht nun gut eine Woche vor Ablauf der auf 66 Spiele verkürzten Hauptrunde fest: Die Dallas Mavericks haben zumindest wieder die Play-offs erreicht - zum zwölften Mal in Serie. Bereits mit dem Heimsieg am Mittwoch gegen die taumelnden Houston Rockets hatte der Champion einen großen Schritt in Richtung K.o.-Phase vollzogen.
Und die Rockets sorgten tags darauf mit ihrer sechsten Niederlage in Folge dafür, dass Nowitzki & Co. der Platz in den Top 8 der Western Conference nicht mehr zu nehmen ist. Auf welchem Rang die Mavericks letztlich einlaufen und gegen wen es dann in der ersten Runde geht, ist noch offen. Gegen die Golden State Warriors (H) sowie bei den Chicago Bulls und Atlanta Hawks kann Dallas nun Platz sechs verteidigen und ein Duell mit den beiden auf dem Papier stärksten Mannschaften San Antonio und Oklahoma City zunächst vermeiden.
Dallas weist derzeit 35 Siege auf, die Verfolger Denver Nuggets (34), Phoenix Suns, die die Los Angeles Clippers 93:90 besiegten, und Utah Jazz (beide 33) liegen dicht dahinter. Theoretisch ist auch noch Rang fünf möglich, den momentan die Memphis Grizzlies (37) belegen.
Die New Orleans Hornets um Nowitzkis ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Chris Kaman, der allerdings wegen einer Schienbeinblessur nicht mitwirken konnte, bezwangen die Rockets nach Verlängerung mit 105:99. Eric Gordon war mit 27 Punkten Matchwinner für die Hornissen, die erst ihren 20. Saisonsieg feiern konnten.
Der Kampf um Platz eins ist im Westen wie im Osten noch nicht entschieden. Die Chicago Bulls verpassten am Donnerstag die Entscheidung, verloren beim Vizemeister und Verfolger in Miami mit 72:83. Es war eine Partie geprägt von aggressiven Duellen. Überharte Fouls und sogar ein Platzverweis gegen Heat-Reservist James Jones nach einem Schlag ins Gesicht von Joakim Noah prägten das hitzige Duell.
Der Sieg der Hausherren war hochverdient. Insbesondere MVP-Anwärter LeBron James knüpfte an seine jüngsten Galavorstellungen an. 27 Punkte, elf Rebounds und sechs Assists trugen die Heat zum Erfolg, während bei den Bulls, die abermals auf MVP Derrick Rose verzichten mussten, offensiv kaum etwas rund lief.
Dwyane Wade steuerte 18 Zähler bei, Chris Bosh fehlte angeschlagen. John Lucas erzielte 16 Punkte für die Gäste, Noah 15. Chicago ist trotz der Niederlage mit 47:16-Siegen noch bestes Ost-Team, Miami kam mit nunmehr 45:17-Erfolgen aber näher.
Als ersten Play-off-Gegner wünschen sich viele seit Donnerstag die Orlando Magic. Denn: Starcenter Dwight Howard muss die Saison wegen einer Bandscheiben-Operation vorzeitig beenden. "Superman" Howard wird am Freitag in Los Angeles operiert und auch der US-Nationalmannschaft bei Olympia in London fehlen. Howard hatte seit dem 7. April kein Spiel mehr bestritten und bereits zuvor über starke Rückenschmerzen geklagt. Er gilt als bester Center der Liga und steht u.a. auf der Wunschliste von Meister Dallas.
„Das tut weh, auch emotional. Viele Fans denken, ich lasse das Team im Stich. Aber ich habe auf die Zähne gebissen und gespielt - und die Rückenprobleme dadurch nur verschlimmert.“Ein frustrierter Dwight Howard verpasst die Play-offs und Olympia
Mehr Glück als "D12" hatte Amare Stoudemire von den New York Knicks, der nach seinem Bandscheibenvorfall rechtzeitig zu den Play-offs aufs Parkett zurückkehren soll. Die Knicks lösten am Donnerstag ihr Play-off-Ticket im Osten, weil die Milwaukee Bucks mit 109:118 bei den Indiana Pacers unterlagen. Die Bucks können nun lediglich noch den Conference-Achten Philadelphia 76ers abfangen, der nach furiosem Saisonstart seit Wochen taumelt. Indiana sicherte sich durch den Sieg über die Bucks Heimvorteil in Runde eins.
Indiana Pacers - Milwaukee Bucks 118:109, Detroit Pistons - Minnesota Timberwolves 80:91, Miami Heat - Chicago Bulls 83:72, New Orleans Hornets - Houston Rockets 105:99 n.V., Phoenix Suns - Los Angeles Clippers 93:90
Punkte: Danny Granger (Indiana) 29, LeBron James (Miami), Eric Gordon (New Orleans), Brandon Jennings (Milwaukee) je 27, Nikola Pekovic (Minnesota), Goran Dragic (Houston), Mike Dunleavy (Milwaukee) je 23; Rebounds: David West (Indiana), Marcin Gortat (Phoenix) je 14, Charlie Villanueva (Detroit) 12, James, Luc-Richard Mbah a Moute (Milwaukee), Blake Griffin (Clippers) je 11; Assists: J.J. Barea (Minnesota) 12, Chris Paul (Clippers) 10
Eastern Conference: Chicago, Miami, Indiana, Boston, Orlando, Atlanta, New York
Western Conference: Oklahoma City, San Antonio, Los Angeles Lakers, Los Angeles Clippers, Memphis, Dallas



























































