
Nowitzki steuerte 23 Punkte zum 31. Saisonsieg der Texaner bei und war damit erneut bester Akteur der Hausherren. Die konnten im Schlussviertel die Partie noch entscheidend kippen lassen - ein 21:4-Lauf war hierfür nötig. Nowitzki markierte in dieser Phase einen enorm wichtigen Dreier. In der Western Conference bleibt Dallas mit 31:24 Siegen knapp hinter den Grizzlies (30:23) auf dem sechsten Rang. Am Wochenende treffen sich die Rivalen erneut, diesmal in Tennessee. Davor tragen die Mavs noch ein Heimspiel gegen die Portland Trail Blazers aus. Vierter sind die L.A. Clippers (32:22) nach ihrer Niederlage im Stadtduell mit den Lakers.
Die Grizzlies waren mit breiter Brust nach Dallas gereist. Dem Sieg beim West-Ersten OKC am Montag hatten sie tags darauf ein 98:94 gegen die Golden State Warriors folgen lassen. Vielleicht war die hohe Belastung der letzten Tage ein Grund dafür, dass ihnen im Schlussabschnitt der Sprit ausging. Insgesamt war es das fünfte Spiel an den vergangenen sechs Abenden!
Die Mavericks dominierten jedenfalls die Crunchtime und erinnerten an beste Play-off-Zeiten der vergangenen Saison. Vor allem die bissige Verteidigung ließ das Pendel zu Gunsten der Hausherren ausschlagen. Memphis traf in den letzten zehn Minuten nur vier seiner 16 Würfe und kam dabei auf magere zwölf Zähler. Aus einer Fünf-Punkte-Führung wurde somit nach und nach ein zweistelliger Rückstand.
Die Abwehrleistung gab den Mavs auch das nötige Selbstvertrauen für die Offensive. Neben Nowitzki (sechs Punkte im Vierten) taute insbesondere Shawn Marion (gesamt 16, 7/11 Quote, sieben Rebounds) auf, der zwölf Punkte im Schlussviertel beisteuerte - vier Fast-Break schloss der Forward dabei ab. Und Marion bearbeitete auch Rudy Gay hartnäckig, der nur vier seiner zwölf Würfe unterbrachte und im letzten Viertel keine Rolle spielte. Jason Terry kam auf 15 Zähler.
Auch am "Glas" zeigten sich die Mavericks stark verbessert, nachdem sie dort zuletzt oft schlecht aussahen. Nowitzkis zehn Rebounds komplettierten sein neuntes Double-Double in dieser Spielzeit. Am Ende stand also ein in allen Belangen wichtiger Sieg für die Truppe von Rick Carlisle - für das Selbstvertrauen, für die Tabelle und damit für die Play-offs. Veredeln müssen die Mavs den Sieg nun zu Hause gegen Portland und vor allem in Memphis. Gelingt dort ein Sieg, geht der Tiebreaker in diesem Vergleich an Dallas.
In L.A. ging es in der Nacht zum Donnerstag (MESZ) um Platz drei - und um die Pole Position in der Stadt. Die Lakers (35:20) gewannen "bei" den Clippers (32:22) mit 113:108 und setzten sich etwas ab. Die ausschlaggebenden Faktoren in diesem Spiel hießen Kobe Bryant (31 Punkte) und Andrew Bynum. Die beiden All-Stars stellten Chris Paul (22, 16 Assists) und Blake Griffin (15/14) auf der Gegenseite in den Schatten. Bester Clipper war Ex-Maverick Caron Butler (28).
Bynum holte 36 Punkte und acht Rebounds, in der entscheidenden Phase hatte er zudem DeAndre Jordan und auch Griffin im Griff. Unter dem Strich war es ein erwartungsgemäß hart umkämpftes Duell mit einigen schmutzigen Fouls. Ein Vorgeschmack auf ein mögliches Aufeinandertreffen in den Play-offs.

Die Mavericks blicken auf Rang vier, die Mavericks blicken aber auch noch auf die Plätze acht und neun. Dort tummeln sich starke Rivalen, wie zum Beispiel die Phoenix Suns (Neunter mit 28:26), die die Utah Jazz (Zehnter mit 28:27) in deren Halle mit 107:105 bezwangen und ihren dritten Sieg in Folge feierten. Beeindruckend die Leistung des 32-jährigen Stehaufmännchens Michael Redd, der nach zwei Kreuzbandoperationen in Phoenix einen neuen Anlauf nimmt und am Mittwoch in 22 Minuten 19 Punkte holte.
Entscheidender Moment: Channing Frye verwandelte in der Schlussminute einen langen Dreier im Kampf gegen die Shotclock zur Führung. In der entscheidenden Phase spielte auch der Jungbrunnen Steve Nash (38, 13 Punkte, neun Assists) wieder groß auf. Seine Ankündigung, seinen Vertrag in Arizona doch für weitere drei Jahre (er wäre dann bei Ablauf des Arbeitspapieres 41 Jahre alt) zu verlängern, dürfte die Suns-Fans verzücken. In den letzten 14 Sekunden der Partie hatte der Point Guard jeweils die Antwort auf Al Jeffersons Ausgleich parat - sein letzter Wurf, ein Floater von der Freiwurflinie gegen zwei Abwehrspieler, sauste eine Sekunde vor der Sirene durch die Reuse!
Achter im Westen sind die Denver Nuggets (28:26), die beim Kellerkind New Orleans Hornets überraschend mit 92:94 den Kürzeren zogen. Hornets-Neuzugang Eric Gordon (kam für Chris Paul von den Clippers) feierte ein gelungenes Comeback. Der Guard sammelte 15 Punkte, vier Rebounds und vier Assists. Mit einem Drei-Punkt-Spiel in den Schlussekunden entschied Gordon die Partie. Auf der Point-Guard-Position spielte Jack-Vertreter Greivis Vasquez groß auf (zehn Assists, nur zwei Turnover).
Das Topspiel des Abends fand in Miami statt, wo Vizemeister Heat den West-Primus Oklahoma City empfing. Beide Mannschaften haben ihr Play-off-Ticket schon in der Tasche, es ging vor allem ums Prestige.
Mann des Abends war LeBron James, der allen Widrigkeiten trotzte und dennoch 34 Punkte und zehn Assists sammelte. Der wiedergenesene Dwyane Wade kam auf 19 - unter dem Strich stand ein 98:93, der 17. Heimsieg in Folge!
James knickte in diesem Spiel um, als er über einen Monitor stolperte, er prallte mit einem Schiedsrichter zusammen, wurde beim Fast-Break von Russell Westbrook hart gefoult und hatte sichtlich Schmerzen am linken Ringfinger. Aber der "King" gab nicht auf und so konnten die Heat einen Elf-Punkte-Rückstand noch in einen Sieg verwandeln.
Das Duell der beiden MVP-Anwärter James gegen Kevin Durant (30, aber auch nie in seiner Karriere erreichte neun Ballverluste) ging an "LBJ". "Man nimmt die Herausforderung halt an", sagte James achselzuckend nach seiner Galavorstellung. Mit 39:14 liegen die Heat nur noch zwei Siege hinter dem Ost-Ersten Chicago (42:13), OKC ist im Westen weiter Erster (40:14). "Wir hätten besser spielen können, aber man muss den Hut vor Miami ziehen", bilanzierte Durant.
Philadelphia 76ers - Toronto Raptors 78:99, Washington Wizards - Indiana Pacers 96:109, Boston Celtics - San Antonio Spurs 86:87, Atlanta Hawks - Charlotte Bobcats 120:93, Miami Heat - Oklahoma City Thunder 98:93, Milwaukee Bucks - Cleveland Cavaliers 107:98, New Orleans Hornets - Denver Nuggets 94:92, Minnesota Timberwolves - Golden State Warriors 94:97, Dallas Mavericks - Memphis Grizzlies 95:85, Utah Jazz - Phoenix Suns 105:107, Portland Trail Blazers - New Jersey Nets 101:88, Los Angeles Clippers - Los Angeles Lakers 108:113
Punkte: Andrew Bynum (Lakers) 36, LeBron James (Miami) 34, Kobe Bryant (Lakers), David Lee (Golden State) je 31, Monta Ellis (Milwaukee), Kevin Durant (OKC) je 30, Kevin Love (Minnesota) 29; Rebounds: Tim Duncan (San Antonio) 16, Blake Griffin (Clippers), Ed Davis (Toronto) je 14, DeAndre Jordan (Clippers) 13, Love 12, Kris Humphries (New Jersey), Zaza Pachulia (Atlanta) je 11; Assists: Chris Paul (Clippers) 16, José Calderón (Toronto) 13, Darren Collison (Indiana), Rajon Rondo (Boston) je 11, James, Greivis Vasquez (New Orleans) je 10
West: Oklahoma City Thunder
Ost: Chicago Bulls, Miami Heat



























































