
Zu Beginn zeigten die All-Stars beider Lager noch, dass vor allem Spaß und Unterhaltung im Vordergrund stehen sollten: So hagelte es nahezu bei jedem Spielzug spektakuläre Dunkings und Alley-Oops auf der einen, wie auch auf der anderen Seite. LeBron James, Dwyane Wade oder auch Sprungwunder Blake Griffin flogen (teilweise unter gütiger Mithilfe der Defense) förmlich um die Wette. Die rotgekleideten Gäste aus dem Westen schienen im weiteren Verlauf der ersten Hälfte die Partie dann doch etwas ernster zu nehmen und führten nach 24 Minuten relativ deutlich mit 88:69.
Nach dem Seitenwechsel nahm die Intensität jedoch zu und es wurde allmählich auch härter verteidigt. Manchmal dann sogar etwas über dem Limit: Miamis Wade brachte Bryants Nase nach einem unsanften Foul sogar kurzzeitig zum Bluten! Der 14-malige All-Star Bryant zeigte sich davon offenbar unbeeindruckt und zog weiter seine Kreise, bis er schließlich Michael Jordans Bestmarke mit den meisten Punkten bei All-Star-Spielen übertroffen hatte (siehe Tabelle).
Hatte sich die "Black Mamba" mal eine Pause gegönnt, hatte der Westen schließlich noch Durant in seinen Reihen. Der beste Scorer der vergangenen beiden Jahre (2011/12: 27,9 Punkte) war mit 36 Zählern bester Schütze bei den Gästen und sicherte sich damit auch die Trophäe des MVP.
Trotz des Duo Bryant/Durant schaffte es der Osten den Rückstand konsequent zu verringern, was vor allem an "King" James' Leistungsexplosion in der zweiten Hälfte lag. Fünf Dreier und 23 seiner 36 Zähler erzielte James in jenem Abschnitt. Die Führung konnten die "Hausherren" dennoch zu keinem Zeitpunkt des Spiels übernehmen. Die beste Chance dazu vergab Wade, der alleine vor dem Korb den Ball aber nicht kontrollieren konnte und ihn ins Aus beförderte (147:148).
| Rang | Spieler | Punkte |
|---|---|---|
| 1. | Kobe Bryant | 271 |
| 2. | Michael Jordan | 262 |
| 3. | Kareem Abdul-Jabbar | 251 |
| 4. | Oscar Robertson | 246 |
| 5. | Bob Pettit | 224 |
D-Wade, dem das dritte Triple-Double in der Geschichte des All-Star-Games gelang (zuvor schafften dies nur Jordan und James), vergab schließlich auch mit der Schlusssirene den möglichen Ausgleich.
Einen unauffälligen Abend verlebte Gastgeber Dwight Howard von den Orlando Magic. Der Center hatte neun Zähler und zehn Rebounds auf dem Konto und überraschte lediglich mit vier Versuchen jenseits der Dreierlinie (kein Treffer)! Auch NBA-Champ Dirk Nowitzki blühte in knapp 14 Minuten Spielzeit kaum auf: Der Würzburger sammelte sieben Punkte.
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