9:1 führten die Mavericks gegen die formstarken Nuggets nach wenigen Zeigerumdrehungen - vier verschiedene Spieler, darunter Nowitzki mit einem Jumper, hatten zu diesem Zeitpunkt schon getroffen. Ein Signal für den Abend: Durch eine meisterliche Teamvorstellung - Shawn Marion war mit 16 Zählern und zehn Rebounds (Double-Double Nr. 5 in dieser Saison) bester Sammler - stockten die Texaner ihre Siegesserie auf fünf Erfolge hintereinander auf. Dies gelang ihnen nun zum zweiten Mal seit Mitte Januar.
Mit 19:11-Siegen ist der Titelverteidiger auf dem besten Weg in Richtung Spitze der Western Conference, zumal Primus Oklahoma City Thunder bei den Houston Rockets mit 95:96 strauchelte und nun bei 22:7 steht. Zweiter sind die San Antonio Spurs (21:9) nach ihrem neunten Sieg in Folge (Tony Parker sammelte 34 Punkte beim 113:106 in Toronto). Die nächsten Spiele bestreitet Dallas am Freitag bei den ambitionierten Philadelphia 76ers, am Sonntag bei den New York Knicks und am Montag zu Hause gegen die Boston Celtics.
Am Sonntag kommt es also im altehrwürdigen Madison Square Garden zum Duell Nowitzki gegen Jeremy Lin. Der Point Guard, der aus dem Nichts kam und vor vier Wochen von den Hallenwärtern noch für einen Trainer gehalten wurde, hat sich inzwischen eine eigene Wohnung genommen und schläft nicht mehr bei seinem Bruder auf der Couch.
Am Mittwoch führte "Linderella" die Knicks zum siebten Sieg in Folge - einem leicht erspielten 100:85 über die Sacramento Kings. Coach Mike D'Antoni konnte den erschöpften Lin ("Ich spüre meine Beine nicht mehr") frühzeitig vom Feld nehmen. 13 Assists sind dennoch ein Karrieretopwert für den US-Taiwanesen, der vom Harvard-College in die NBA kam. Erstmals seit Wochen stehen die Knicks, die weiterhin auf ihren verletzten All Star Carmelo Anthony verzichten mussten, wieder bei einer ausgeglichenen Bilanz (16:16) und gossen ihren achten Rang im Osten in Beton. Lin wurde von den Fans, darunter Al Gore und Ex-Schwergewichtsweltmeister Mike Tyson, wieder frenetisch gefeiert ("MVP", "Marry me, Jeremy"), das Medieninteresse in den USA und vor allem auch in Fernost scheint ins Unermessliche zu wachsen.
Dallas Mavericks - Denver Nuggets 102:84, Orlando Magic - Philadelphia 76ers 103:87, Toronto Raptors - San Antonio Spurs 106:113, New Jersey Nets - Memphis Grizzlies 100:105, Cleveland Cavaliers - Indiana Pacers 98:87, New York Knicks - Sacramento Kings 100:85, Boston Celtics - Detroit Pistons 88:98, Houston Rockets - Oklahoma City Thunder 96:95, Milwaukee Bucks - New Orleans Hornets 89:92, Minnesota Timberwolves - Charlotte Bobcats 102:90, Phoenix Suns - Atlanta Hawks 99:101, Golden State Warriors - Portland Trail Blazers 91:93, Los Angeles Clippers - Washington Wizards 102:84
Punkte: Rajon Rondo (Boston) 35, Tony Parker (San Antonio) 34, Kevin Durant (OKC) 33, Kevin Martin (Houston) 32, Kevin Love (Minnesota) 30; Rebounds: Love, Marresse Spreights (Memphis) je 18, Josh Smith (Atlanta) 17, Blake Griffin (Clippers) 15, Dwight Howard (Orlando), Kosta Koufos (Denver) je 14; Assists: Steve Nash (Phoenix) 16, Jameer Nelson (Orlando), Tony Parker (San Antonio) je 14, Jeremy Lin (New York) 13, John Wall (Washington) 12;





























