
Im zweiten Spiel nach Nowitzkis Rückkehr gelang ein 122:99-Erfolg in Arizona, ein weitaus deutlicherer Sieg also als das 101:100 nach Verlängerung gestern gegen San Antonio. Nur 28 Minuten war "Big D" auf Grund der klaren Überlegenheit der Gäste gefordert. Vier seiner zehn Würfe brachte Deutschlands Sportler des Jahres unter. Dazu kamen vier Rebounds und vier Assists. Nowitzki war zufrieden: "Mein Bein fühlt sich immer besser an, die Schwellung im Knie ist zurückgegangen. Es wird."
Wesentlich mehr im Blickpunkt standen jedoch Delonte West und Vince Carter. West, Neuzugang aus Boston, hatte das nötige Zielwasser getrunken, verwandelte fünf der sechs Dreierversuche (neun von zwölf insgesamt) und spiegelte die Treffsicherheit des Titelverteidigers, der über 50 Prozent seiner Wurfe unterbrachte, bestens wieder. Mit 25 Zählern war der Guard bester Sammler bei den Mavs. Und vertrat den verletzten Routinier Jason Kidd hervorragend.
„Mein Bein fühlt sich immer besser an, die Schwellung im Knie ist zurückgegangen. Es wird.“Dirk Nowitzki
Neuerwerb Carter, der eigentlich immer noch bei den Suns auf der "Payroll" steht, lief gegen die Ex-Kameraden ebenfalls zu einer Glanzleistung auf: 21 Punkte, fünf Dreier - das hätten die ohne den angeschlagenen Steve Nash angetretenen Suns bestens gebrauchen können. Shawn Marion kam im Duell mit seiner ehemaligen Franchise auf 20 Punkte.
"Es ist immer schwer gegen sie, aber wenn sie auch noch ihre Schüsse treffen, dann sind alle Schleusen offen", klagte Jared Dudley (15 Punkte), nach dem langen Polen Marcin Gortat (17/10) noch effektivster Heimakteur.
Mit nun 14:8 Siegen bleiben die Mavericks in der Southwest Division an der Spitze und sind im Playoff-Ranking der Western Conference weiter Vierter. Die Januar-Bilanz (13:5, und das über weite Strecken ohne Nowitzki und Carter) brachte sie wieder auf Play-off-Kurs. Und stützt Nowitzkis jüngst geäußerte These, wonach der Weg im Westen "nur über Dallas" führen kann.
Zumal im Westen Spitzenreiter Oklahoma City Thunder die vierte Saisonnniederlage kassierte. Beim 100:112 bei den Clippers drückte Chris Paul (26 Punkte, 14 Assists) dem Spiel ebenso den Stempel auf wie Power Forward Blake Griffin (22), der den Staples Center mit einem Monsterdunk erbeben ließ. Sein "Einhänder" im dritten Viertel über Kendrick Perkins hinweg riss das Publikum zu Jubelstürmen hin. Ex-Mavericks Caron Butler hielt punktemäßig mit Griffin mit. Da halfen OKC auch 36-Durant-Zähler und 13 Bretter nichts (Russell Westbrook kam auf 31). Es war der dritte Sieg in Reihe für die Clippers, die damit Dritter im Westen und weiterhin Erster in L.A. sind.

Zwei Divisionsrivalen der Mavericks im Kampf um die Top 8 unterlagen am Montag. Die Memphis Grizzlies im Direktvergleich mit San Antonio - das 73:83 war ihre vierte Schlappe in Folge, die Bilanz ist nur noch ausgeglichen (10:10). Die Houston Rockets verloren nach ihrer Siegesserie zu Hause gegen die aufkommenden Minnesota Timberwolves mit 108:120. Michael Beasley kam für die T-Wolves auf 34 Zähler, Aufbaustar Ricky Rubio lieferte ein Double-Double ab (18/11). Das blieb Kevin Love (29/7) diesmal verwehrt - der Forward schnappte sich bislang 19. Mal zwei zweistellige Werte und führt darin die Liga vor Dwight Howard (15) an.
In der Eastern Conference hielten die Miami Heat und die Philadelphia 76ers mit den führenden Chicago Bulls Schritt. Am Tag nach dem elekrtisierenden Topduell Heat vs. Bulls, das LeBron James & Co. knapp für sich entscheiden konnten, gelangen den Top 3 im Osten jeweils klare Siege. Beeindruckend wieder einmal die heimstarken Sixers, die die sich im freien Fall befindlichen Orlando Magic beim 75:69-Sieg unter 70 hielten. Dwight Howard (17/11), angefressener und wechselwilliger Superstar der Magic, äußerte schon im Vorfeld der Partie sein Interesse an einem Wechsel zu den Chicago Bulls, die sich jedoch bislang noch nicht konkret um ihn bemüht hatten.
"D12" wird bei zahlreichen Franchises gehandelt, seine Dienste unter beiden Körben würden wohl das eine oder andere Team zu Meisteranwärtern machen. In der augenblicklichen Formkrise, die Orlando durchlebt (Sechster im Osten mit 12:9-Siegen, vier Niederlagen in Folge), dürfte der "Superman" jedenfalls schnell genug haben.
In Philadelphia finden derweil immer mehr Fans Gefallen an dem Sixers, die ihre Heimbilanz auf 11:2 ausbauten. Knapp über 16.000 kamen zum Sieg über die Magic - Saisonrekord für eine lange Jahre "graue Maus" im Osten.
Dwyane Wade und "King" James holten indes je 22 Punkte beim zunächst hart umkämpften und letztlich doch noch klaren Heimsieg der Heat über die New Orleans Hornets. Für die Bulls kam Derrick Rose auf 35 beim Auswärtssieg in Washington - ebenfalls Saisonrekord. Und Rose war damit auch Tageszweitbester hinter Kevin Durant (siehe unten: "Die Besten des Tages"). Die Antwort des MVP auf die in der entscheidenden Phase in Miami gezeigten Schwächen.
Phoenix Suns - Dallas Mavericks 99:122, Philadelphia 76ers - Orlando Magic 74:69, Washington Wizards - Chicago Bulls 88:98, Miami Heat - New Orleans Hornets 109:95, Milwaukee Bucks - Detroit Pistons 103:82, Memphis Grizzlies - San Antonio Spurs 73:83, Houston Rockets - Minnesota Timberwolves 108:120, Utah Jazz - Portland Trail Blazers 93:89, Los Angeles Clippers - Oklahoma City Thunder 112:100
Punkte: Kevin Durant (OKC) 36, Derrick Rose (Chicago) 35, Michael Beasley (Minnesota) 34, Russell Westbrook (OKC) 31, Kevin Love (Minnesota), Kevin Martin (Houston) je 29; Rebounds: Ryan Anderson (Orlando) 20, Paul Millsap (Utah) 15, Kevin Durant (OKC), Joakim Noah (Chicao) je 13, Marc Gasol (Memphis) 12; Assists: Chris Paul (Clippers) 14, Tony Parker (San Antonio) 12, Ricky Rubio (Minnesota) 11





























