Dallas verbesserte seine Saisonbilanz auf zwölf Siege bei acht Niederlagen und kletterte in der Western Conference auf den dritten Rang. Allerdings liegt der Zehntplatzierte Memphis (10:8) nur hauchdünn hinter dem Champion.
Zwei Tage nach der Heimniederlage der Mavs gegen die Minnesota Timberwolves und damit der nach der Ring-Übergabe vermasselten Party ließ sich der Gastgeber diesmal die Butter nicht mehr vom Brot nehmen.
Und das, obwohl vor allem im Back Court eklatante Lücken im Aufgebot klafften. Delonte West kam angeschlagen gar nicht zum Einsatz, Routinier Jason Kidd ging nach drei Minuten wegen Muskelproblemen vom Parkett und kam auch nicht wieder.
So waren andere gefordert. Allen voran der Franzose Rodrigue Beaubois ging mit 22 Zählern voran. Der heftig gescholtene Neuerwerb Lamar Odom zeigte sich nach bodenlosen Vorstellungen mit 19 Punkten stark formverbessert. Ihm hatte Trainer Rick Carlisle ähnlich wie dem pausierenden Dirk Nowitzki ebenfalls eine Pause für Konditions- und Wurftraining in Aussicht gestellt. Rückkehrer Carter fügte sich mit zwölf Punkten ordentlich ein. Bei den Jazz, die auf 10:7 abrutschten, überzeugte Power Forward Paul Millsap als erfolgreichster Korbschütze mit 20 Zählern.
Nowitzkis Nationalmannschaftskollege Chris Kaman muss derweil seine Koffer abermals packen. Der Center, der kurz vor Weihnachten im Tausch mit Point Guard Chris Paul von den Los Angeles Clippers nach New Orleans kam, soll die Hornets nach gut vier Wochen schon wieder verlassen. Kaman fehlte bereits beim überraschenden Kantersieg des West-Kellerkinds gegen die Orlando Magic (93:67). Bis ein Trade festgezurrt ist, werde Kaman nicht eingesetzt, heißt es.
"Wir hatten eine Unterredung mit Chris und haben ihm mitgeteilt, dass wir in eine andere Richtung wollen", sagte General Manager Dell Demps, "er hat sich als Vollprofi gezeigt, und wir danken ihm dafür, wie er mit der Situation umgeht." Kaman gehört mit rund 14 Millionen Dollar zu den Großverdienern der Hornets, sein Vertrag läuft zudem am Saisonende aus. Damit ist er als so genannter Free Agent ein attraktiver Kandidat für ein Team, das in der laufenden Spielzeit einen "Langen" sucht, im kommenden Sommer aber wieder deutlich unter der Gehaltsobergrenze liegen will.
Der erst vierte Saisonerfolg der Hornets erzürnte Magic-Star Dwight Howard, der nachhaltig mit einem Wechsel in Verbindung gebracht wird. "D12", der auf 28 und 16 kam, schimpfte: "Ich schau mir die Jungs an und denke, die wollen gar nicht spielen. In der Halbzeit habe ich ihnen gesagt: 'Wenn ihr nicht wollt, bleibt in der Kabine. So macht es keinen Sinn!" Orlando (12:7) ist durch drei zum Teil heftige Niederlagen in den vergangenen vier Spielen im Osten auf Rang sechs abgerutscht.
Die Konkurrenz im Nacken rückt näher, insbesondere die Boston Celtics (9:9), die ersatzgeschwächt in Fahrt kommen und nach zweimal Orlando und Washington am Freitag auch die starken Indiana Pacers mit 94:87 in Schach hielten (Paul Pierce 28). Erster im Osten ist weiter Chicago (17:4). Die Bulls, für die Derrick Rose 34 Punkte einsammelte, bezwangen die Milwaukee Bucks mit 107:100. Bestes Team ligaweit sind die Oklahoma City Thunder (16:3) durch das 120:109 bei den Golden State Warriors. Kevin Durant spielte ebenso groß auf (37 Punkte - Tagesbester, siehe unten -, 14 Bretter) wie sein kongenialer Partner Russell Westbrook (28/11 Assists).

43 Dreierversuche (18 Treffer) der New York Knicks (7:12) halfen dem Team aus dem Big Apple nicht, um die Miami Heat zu bezwingen. Den NBA-Rekord hält Dallas mit 49 Versuchen aus dem Jahr 1996. Der Vizemeister (14:5) gewann bei der Rückkehr von Dwyane Wade (28 Punkte) und dank 31 Zählern von LeBron James mit 99:89.
Dallas Mavericks - Utah Jazz 116:101, Philadelphia 76ers - Charlotte Bobcats 89:72, Boston Celtics - Indiana Pacers 94:87, Detroit Pistons - Atlanta Hawks 101:107 n.V., Cleveland Cavaliers - New Jersey Nets 96:99, Miami Heat - New York Knicks 99:89, Chicago Bulls - Milwaukee Bucks 107:100, New Orleans Hornets - Orlando Magic 93:67, Houston Rockets - Washington Wizards 103:76, Minnesota Timberwolves - San Antonio Spurs 87:79, Denver Nuggets - Toronto Raptors 96:81, Portland Trail Blazers - Phoenix Suns 109:71, Golden State Warriors - Oklahoma City Thunder 109:120
Punkte: Kevin Durant (OKC) 37, Derrick Rose (Chicago) 34, Kyrie Irving (Cleveland) 32, LeBron James (Miami) 31, Joe Johnson (Atlanta) 30; Rebounds: Marcus Camby (Portland) 20, Dwight Howard (Orlando), Joakim Noah (Chicago), Kevin Love (Minnesota) je 16, Dwight Gooden (Milwaukee) 15, Carlos Boozer (Chicago) 13; Assists: Andre Miller (Denver) 12, Russell Westbrook (OKC) 11, Deron Williams (New Jersey), Ricky Rubio (Minnesota), Jamal Crawford (Portland) je 10