
Shawn Marion hat von 1999 bis 2008 für Suns gespielt. Vielleicht war der Forward auch deshalb besonders heiß beim Aufeinandertreffen mit dem West-Rivalen aus Arizona. Doch Marion muss auch groß aufspielen, schließlich fehlt dem Champion neben Edelreservist Vince Carter auch Dirk Nowitzki. Während Deutschlands Sportler des Jahres Kraft tankt und sein malades Knie in Schuss bringt, blieben seine Teamkollegen dank Marion in der Erfolgsspur.
Der erzielte nämlich satte 29 Punkte und war damit der mit Abstand beste Mann auf dem Parkett. Der lange Ian Mahinmi folgte mit 17 Zählern bei neun Brettern. Jason Terry (12), Lamar Odom (11) und Brendan Haywood (10) liefen auch zweistellig ein. Bei den Gästen hielten Grant Hill und Marcin Gortat (17 Rebounds - NBA-Tagesbester, siehe auch Die Besten des Tages weiter unten) mit jeweils 19 Punkten dagegen. Steve Nash, bester Vorlagengeber der Liga, kam auf zwölf Assists.
"Meine Mitspieler haben mich gesucht", sagte Marion erfreut. Nach insgesamt fünf Dreiern in der bisherigen Saison streute der Routinier am Montag gleich vier von draußen ein (bei sechs Versuchen). Doch auch aus der Halbdistanz und unter dem Korb prägte Marion das Spiel in Dallas. Nach 19,3 Punkten im Schnitt in den letzten vier Partien gab's ein Extralob von Coach Rick Carlisle.
"Shawn war großartig", sagte der Trainer. "Viele seiner starken Szenen kamen genau zur rechten Zeit."
Nowitzki wird vermutlich auch noch die Heimspiele gegen Minnesota und Utah verpassen. Vor dem Minnesota-Spiel werden die Meisterspieler der Mavericks übrigens ihre heiß ersehnten Ringe erhalten (und nicht die von Klubeigner Mark Cuban anfänglich geplanten innovativen Armbänder).
Ringe hin oder her, Zeremonie hin oder her. Dem Trainer sind die aktuellen Aufgaben sicher wichtiger. Carlisle zeigte sich am Montag insgesamt zufrieden mit der Entwicklung bei Kapitän Nowitzki, den Athletik-Trainer Casey Smith unter seine Fittiche genommen hat: "Dirk arbeitet zweimal am Tag sehr hart. Wir sind guter Dinge."
Mit 11:7-Siegen belegt Dallas weiter nicht den ersten Platz in der Southwest Division. Weil sowohl San Antonio (104:102 bei West-Kellerkind New Orleans - ebenfalls 11:7) als auch Memphis (91:90-Zittersieg bei den Golden State Warriors - 10:6) gewinnen konnten. Die Spurs dank Tim Duncan (28 Punkte) und Tony Parker (17 Assists, Tagesbestwert). Im Westen ist Dallas Sechster. Knapp unter dem ominösen Strich zwischen 8 und 9 lauern jedoch die Houston Rockets (10:7), die trotz 39-Love-Punkten Minnesota bezwangen, und die Los Angeles Lakers (10:8). Ein Zwischentief kann die Mavs also schnell um den Play-off-Platz bringen.

In der Eastern Conference zieht das NBA-beste Team weiter seine Kreise. Die Chicago Bulls (16:3) hielten die New Jersey Nets bei der Rückkehr des am großen Zeh verletzten Derrick Rose mit 110:95 nieder. Rose lief noch nicht ganz rund, war jedoch neben Richard Hamilton (je 22) bester Schütze und verteilte acht Assists. Diesmal mussten die Bulls auf die angeschlagenen Luol Deng und Taj Gibson verzichten, konnten jedoch auch dies kompensieren.
Gar nicht auf dem Parkett waren die Orlando Magic bei der 56:87-Niederlage im Garden von Boston. Die Ausbeute war die schlechteste in der Geschichte der Magic (vorher 57), für die Dwight Howard (18/14) den gewohnten Double-Double ablieferte. Boston gewann ohne die verletzten Stars Ray Allen und Rajon Rondo und verbesserte seine Aussichten auf einen Play-off-Platz.
Dallas Mavericks - Phoenix Suns 93:87, New Orleans Hornets - San Antonio Spurs 102:104, Philadelphia 76ers - Washington Wizards 103:83, Boston Celtics - Orlando Magic 87:56, Milwaukee Bucks - Atlanta Hawks 92:97, Minnesota Timberwolves - Houston Rockets 92:107, Chicago Bulls - New Jersey Nets 110:95, Oklahoma City Thunder - Detroit Pistons 99:79, Portland Trail Blazers - Sacramento Kings 101:89, Golden State Warriors - Memphis Grizzlies 90:91
Punkte: Kevin Love (Minnesota) 39, Kevin Martin (Houston) 31, Shawn Marion (Dallas) 29, Tim Duncan (San Antonio), Jim Johnson (Atlanta) je 28; Rebounds: Marcin Gortat (Phoenix) 17, LaMarcus Aldridge (Portland) 16, Samuel Dalembert (Houston) 15, Dwight Howard (Orlando), Zaza Pachulia (Atlanta) je 14; Assists: Tony Parker (San Antonio) 17, Ricky Rubio (Minnesota), Steve Nash (Phoenix) je 12, Brendan Jennings (Milwaukee), Andre Iguodala (Philadelphia) je 11





























