Müde Beine und anhaltende Knieprobleme sorgen für eine Zwangspause bei Dirk Nowitzki - mindestens vier Partien wird Deutschlands Sportler des Jahres verpassen. Auch ohne den Würzburger waren die Mavericks am Samstag im Kampf um einen Platz in den Top 8 der Western Conference erfolgreich. Knapp wie schon bei den Utah Jazz allerdings, Dallas sorgt inzwischen regelmäßig für Herzschlagfinale in seinen Spielen.
Diesmal behielten die Texaner die Nerven. Jason Terry verwandelte in den Schlusssekunden die entscheidenden Freiwürfe zum 83:80. Anschließend schickte Jason Kidd clever Jarrett Jack an die Freiwurflinie, damit dieser nicht per Dreier ausgleichen konnte. Jack machte den ersten Wurf zum 81:83 und verwarf dann absichtlich, bekam den Abpraller aber nicht unter Kontrolle. Das Spiel war aus.
Es war ein hart umkämpftes Spiel in "The Big Easy". Die Hornets um den deutschen Nationalspieler Chris Kaman versuchen verzweifelt eine Trendwende zu schaffen, nachdem seit den beiden Auftaktsiegen an Weihnachten nur noch ein weiterer Sieg gelang. Das umformierte Team - Superstar Chris Paul wurde bekanntlich zu den Los Angeles Clippers getradet - ist inzwischen abgeschlagen Letzter im Westen.
Beste Werfer der Mavs beim zehnten Sieg im 17. Saisonspiel waren Die Neuzugänge Lamar Odom und Delonte West mit je 16 Punkten, Kaman kam in nur sieben Minuten Spielzeit auf drei Zähler. Dallas ist wieder Achter im Westen.
Die Chicago Bulls bleiben indes nach einem 95:89 über die Charlotte Bobcats mit nun 15:3 Siegen das Maß aller Dinge. Besitzer der Bobcats ist Chicago-Legende Michael Jordan. Die Bulls kompensierten die Ausfälle von Liga-MVP Derrick Rose (Zehverletzung) und auch Joakim Noah erfolgreich. Wir haben einfach ein starke Bank, sagte der zurzeit formstarke Power Forward Carlos Boozer (23 Punkte), mit Luol Deng (22) Protagonist beim knappen Sieg. "Wir haben viele Jungs, die uns weiterhelfen können. Ich glaube, wir verfügen über die tiefste Bank in der Liga", sagte Boozer. Bestes Beispiel: Wandervogel Mike James (zehn NBA-Jahre, zehn Stationen), der erst nach Roses Verletzung geholt worden war und für den verletzten Rose-Vertreter John Lucas III Regie führte. Zehn Assists sammelte der Routinier und war damit Viertbester in dieser Kategorie am Samstag (siehe "Die Besten des Tages" weiter unten).
Die Miami Heat gewannen das Verfolgerduell gegen die Philadelphia 76ers überraschend deutlich mit 113:92. Chris Bosh (30) und LeBron James (28, neun Rebounds) sorgten dafür, dass das abermalige Fehlen von Dwyane Wade nicht ins Gewicht fiel. Miami (11:4) ist Zweiter im Osten, die Sixers (11:5) sind weiter gut dabei. Nummer eins im Westen ist weiterhin Oklahoma City Thunder (13:3) nach einem 84:74 bei den New Jersey Nets.
Atlanta Hawks - Cleveland Cavaliers 121:94, New York Knicks - Denver Nuggets 114:119, Miami Heat - Philadelphia 76ers 113:92, Detroit Pistons - Portland Trail Blazers 94:91, New Jersey Nets - Oklahoma City Thunder 74:84, Chicago Bulls - Charlotte Bobcats 95:89, Memphis Grizzlies - Sacramento Kings 128:95, New Orleans Hornets - Dallas Mavericks 81:83, Houston Rockets - San Antonio Spurs 105:102, Utah Jazz - Minnesota Timberwolves 108:98
Punkte: Danilo Gallinari (Denver) 37, Chris Bosh 30, LeBron James (beide Miami) 28, Rodney Stuckey (Detroit) 28; Rebounds: Emeka Okafor (New Orleans) 13, Josh Smith (Atlanta) 11, Kris Humphries (New Jersey) 10; Assists: Tony Parker (San Antonio) 13, Andre Miller (Denver) 12, Ricky Rubio (Minnesota) 11, Mike James (Chicago) 10





























