Marion stellte mit 22 Punkten einen Saisonbestwert auf, gekrönt durch einen späten Korbleger, der den knappen Erfolg der Mavericks (9:7) und die fünfte Niederlage der Jazz (9:5) herbeiführte. Nach zwei Last-Second-Niederlagen in Los Angeles gegen die Lakers und die Clippers gelang es dem Champion also, eines der formstärksten Teams der Liga etwas herunterzukühlen. Für Utah war es erst die zweite Heimschlappe in dieser Spielzeit. Dallas, das zum 13. Mal in Folge den Gegner unter 100 Punkten hielt (Vereinsrekord!), kehrte mit dem Sieg wieder auf Rang acht im Westen zurück.
Die Mavericks starteten dominant in die Partie, Dirk Nowitzki gelangen frühe Körbe, ehe er sich in der zweiten Halbzeit punktemäßig zurückhielt. Der Würzburger hatte am Mittwoch gegenüber US-Medien von anhaltenden Knieproblemen gesprochen, die ihn zurzeit doch beträchtlich in seinen Leistungen einschränken würden.
„Das ist ein großer Sieg. Hier ist es schwer zu spielen, denn Utah ist ein heimstarkes Team. Die Fans gehen hier mit wie nirgendwo sonst.“Dirk Nowitzki
Utah lag im zweiten Viertel mit 13, nach der Pause noch mit elf Zählern im Hintertreffen, ehe es sich zu einem Lauf aufraffte und nach einem krachenden Dunk von C.J. Miles im Schlussviertel vorübergehend die Führung übernahm. In einem hart umkämpften Spiel, dass Jazz-Forward Derrick Favors per Platzverweis - er hatte den Ball wutentbrannt ins Publikum geschleudert - verlassen musste, gelangen Nowitzki nach dem Rauswurf des Kontrahenten zwei wichtige Freiwürfe.
| Minuten | Punkte | Rebounds | Assists | Wurfquote | Freiwürfe | Blocks | Steals | Turnover |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 37 | 12 | 5 | 1 | 5/12 | 2/2 | 0 | 0 | 1 |
Beim Stand von 87:87 versenkte Jason Terry wie schon zuletzt gegen die Clippers wieder einen wichtigen Dreier, ehe Marion per Korbleger den Deckel draufmachte. Garant für den Sieg der Gäste war die deutlich bessere Wurfquote (52 gegenüber 39 Prozent) und die Tatsache, dass die Mavericks den bislang überragend spielenden Paul Millsap entscheidend beharken konnten. Der Forward brachte nur zwei seiner sieben Würfe vor der Pause unter und landete bei 16 Zählern (Schnitt in den letzten vier Spielen: 23,3 Punkte, 9,8 Rebounds). So war Al Jefferson mit 22 Zählern bester Schütze der Jazz.
Bei den Mavericks punkteten neben Marion und Nowitzki auch die Bankspieler Roddy Beaubois (17) und Terry (10) zweistellig. Neuzugang Lamar Odom verwandelte diesmal seine ersten drei Würfe und holte elf Zähler.
Routinier Vince Carter fehlte zum zweiten Mal in Folge wegen einer Fußverletzung, Trainer Rick Carlisle kündigte jedoch die baldige Rückkehr des Forward an. Am Samstag zum Ende der Auswärtsreise in New Orleans wird Carter jedoch noch fehlen. Dann kommt es zum Duell Nowitzki gegen Chris Kaman - der Center der deutschen Nationalmannschaft war kurz vor Weihnachten im Megatrade u.a. gegen Chris Paul zu den Hornets geschickt worden, die am Donnerstag beim 88:90 n.V. in Houston ihre zwölfte Niederlage im 15. Spiel kassierten und Letzter im Westen sind. Kaman blieb bei fünf Punkten hängen.
LeBron James gewann das Duell der beiden derzeitigen Topschützen der Liga gegen Kobe Bryant. Beim 98:87 der Miami Heat über die Los Angeles Lakers ging der Vergleich mit 31:24 an den erkälteten King. Miami steht bei 10:4, die Lakers bei 10:6.
Utah Jazz - Dallas Mavericks 91:94, Houston Rockets - New Orleans Hornets 90:88 n.V., Miami Heat - Los Angeles Lakers 98:87
Punkte: Kevin Martin (Houston) 32, LeBron James (Miami) 31, Pau Gasol (Lakers) 26, Kobe Bryant (Lakers) 24, Shawn Marion (Dallas), Al Jefferson (Utah) je 22; Rebounds: Samuel Dalembert (Houston) 17, Paul Millsap (Utah) 13, Andrew Bynum (Lakers), Emeka Okafor (New Orleans) je 12; Assists: Jason Kidd (Dallas) 11, LeBron James (Miami), Kyle Lowry (Houston) je 8





























