Ballverluste, Fehlwürfe, ja sogar Airballs - das Spiel zweier formstarker Teams im Staples Center mutierte zum Fehlergipfel. Über dreieinhalb Viertel hätte sich das Publikum besser im Foyer vergnügt, der NBA war das Treiben auf dem Parkett nur selten würdig.
Die Schlussminuten boten zumindest Hochspannung, nachdem L.A. mit sieben Punkten in Abschnitt drei "geglänzt" hatte. Angeführt von Derek Fisher - Kobe Bryant (14) spielte nach drei 40ern eine eher moderate Rolle - rafften sich die Kalifornier zu einem 10:0-Lauf auf und gingen in Führung. Dallas wollte seine Serie von fünf Siegen ausbauen, drehte den Spieß wieder um. Wer weiß, was passiert wäre, hätte Nowitzki sich 38 Sekunden vor Schluss nicht einen Schrittfehler geleistet?
So konnte Jason Terry per Sprungwurf erst neun Sekunden vor Schluss ausgleichen. Anschließend kam Bryant an die Kugel, zog die gegnerische Abwehr auf sich, passte zu Fisher - und der "Veteran" versenkte von draußen nervenstark zum 73:70!
Vince Carters Dreier ging weit daneben und fügte sich in die Quote der Mavs (35 Prozent) nahtlos ein. Der Champion war geschlagen, die Lakers feierten Heimsieg Nummer neun in Serie.
Neben Fisher überzeugte bei L.A. vor allem der lange Andrew Bynum (17, 15 Rebounds), Nowitzki kam auf 21, der vom Sunset Boulevard nach Dallas geschickte Lamar Odom (er bezeichnete seine Rückkehr nach sieben Jahren als "surreal") auf zehn Zähler. Jason Kidd verballerte alle acht Dreierversuche.
Für die gestressten Lakers geht es nach zwei Ruhetagen gegen Miami weiter, das auf den verletzten Dwyane Wade verzichten muss. Die Mavs bleiben in der Stadt: Das nächste Gastspiel steigt bei den Clippers.
Boston Celtics - Oklahoma City Thunder 88:97
Minnesota Timberwolves - Sacramento Kings 99:86
Los Angeles Lakers - Dallas Mavericks 73:70