Paul Millsap war mit 26 Punkten und zwölf Rebounds der Matchwinner für die Jazz, während sich auch Al Jefferson (18/12) ein Double-Double schnappte. Auch Gordon Hayward (Saisonrekord mit 19 Zählern), Devin Harris und Alec Burks (je 10) liefen zweistellig ein beim siebten Sieg in den letzten acht Spielen für die Jazz.
Der Italiener Danilo Gallinari und der brasilianische "Lange" Nene kamen auf jeweils 18, Arron Afflalo auf 16 Punkte für die Nuggets.
Im Vergleich zum ersten Duell kurz vor dem Jahreswechsel, als die Jazz 117 Punkte kassiert hatten, bekam Denver (8:5) sein Tempospiel diesmal nicht durch. Utah gab den Takt vor. "Wir hatten die Kontrolle über das Spiel und haben ihnen keine Schnellangriffe gestattet", sagte Gästecoach Tyrone Corbin stolz.
Entscheidender Mann war Millsap, der im vierten Viertel 16 Punkte einsackte und Denver den Atem raubte. "Ja, bei ihm läuft es bestens", so Nuggets-Forward Harrington über seinen Kontrahenten. "Ich konnte ihn nicht stoppen, Hut ab!"
Nach einem Gallinari-Dreier zum 79:81 hatten die Hausherren im vierten Viertel noch auf die Wende gehofft, doch danach machte Millsap die nächsten 14 Punkte der Jazz in Reihe und sorgte für ein 95:83 - die Entscheidung. "Ich hatte einen guten Rhythmus", so die einfache Erklärung des Matchwinners, der auch seinen Teamkollegen lobte: "Sie haben mich immer gefunden."
Noch etwas besser da als die Utah Jazz (8:4) stehen im Westen die San Antonio Spurs (9:4). Der texanische Gruppenrivale der spielfreien Dallas Mavericks hielt vor eigenem Publikum auch die Phoenix Suns (4:8) in Schach. Der zweimalige MVP Tim Duncan führte die Spurs zum 102:91-Sieg - mit 24 Zählern. Der im Sommer intensiv trainierte Sprungwurf des Routiniers fiel oft genug durch die Reuse. Man lernt auch im Alter nicht aus!
"Ich habe versucht, meine Trefferreichweite etwas weiter nach außen zu verlegen und konstanter zu treffen", sagte der 13-malige All Star. "Heute war es klasse." Tony Parker war mit 17 Punkten und neun Assists ebenfalls tragende Säule für San Antonio, das zu Hause bei 9:0 steht. DeJuan Blair mit 14 und Rookie Kawhi Leonard mit 12 Zählern punkteten auch zweistellig. Marcin Gortat spielte stark für die Suns (24/15 Bretter), doch er konnte die Niederlage ebenso wenig verhindern wie die wiedergenesenen Routiniers Steve Nash und Grant Hill. Nash agierte in gewohnter Klasse (20 Punkte, zehn Assists), Hill konnte kaum Akzente setzen (vier Punkte).
Auf 4:8 verbesserten die Golden State Warriors um Rookie-Coach Mark Jackson ihre Bilanz durch ein 99:91 auswärts bei den Detroit Pistons (3:10). David Lee mit 24 Punkten und Topscorer Monta Ellis mit 22 (17 nach der Pause) waren die entscheidenden Akteure beim ersten Sieg der Kalifornier in der Fremde. Jackson hatte von seinen Akteuren nach zuletzt bodenlosen Leistungen (sieben Niederlagen in acht Spielen) eine Reaktion erwartet. Nach der Pause zeigten die Warriors diese Reaktion auch. "Wir haben verteidigt und keine Ausreden gesucht, heute war es eine tolle Vorstellung", so Jackson zufrieden. Greg Monroe kam auf 25 Punkte und acht Rebounds für Detroit.
Superstar Dwyane Wade steht den Miami Heat auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. Der siebenmalige Allstar hatte sich am Freitag im Spiel bei den Denver Nuggets (104:117) nach einem Block den rechten Fuß verstaucht. Vorjahresfinalist Miami ist in der NBA zuletzt dreimal nacheinander leer ausgegangen und liegt in der Eastern Conference nur noch auf dem sechsten Platz. "Glücklicherweise trägt er keinen Gips oder Spezialschuh und kann normal laufen", sagte Trainer Erik Spoelstra.
Detroit Pistons - Golden State Warriors 91:99, Denver Nuggets - Utah Jazz 96:106, San Antonio Spurs - Phoenix Suns 102:91