
Ein Heimspiel gegen die Phoenix Suns - besser hätte Nowitzki sein Jubiläum kaum timen können. Zum achten Mal in Folge bezwangen die Mavericks Steve Nash & Co. in der heimischen Arena. Am Ende stand ein ungefährdeter 98:89-Sieg, zu dem Nowitzki 20 Punkte und damit die meisten seines Teams beisteuerte. Entscheidend aber: Jason Terry (18) und Lamar Odom (15) feuerten eifrig von der Bank und unterstützten den Mavs-Star nach Kräften.
"Ich denke, dass dieses Team so aufgebaut ist, dass es sein Maximum auf der Zielgerade erreichen wird und nicht schon jetzt", bat Nowitzki einmal mehr um Geduld. "Jeder muss sich seine Form erst wieder erarbeiten." Die Bilanz von 3:4-Siegen sieht entsprechend durchwachsen aus, doch der zweite Sieg in Folge macht Hoffnung.
Marcin Gortat (22 Punkte, 10 Rebounds) und Altmeister Nash (15 Punkte, zwölf Assists) hielten auf Seiten der Suns am besten dagegen, Terrys Last-Second-Dreier im dritten Viertel zum 77:66 demoralisierte die Gäste jedoch ein wenig. Weitere neun Punkte ließ Terry im Schlussabschnitt folgen - der Jubiläumserfolg für Nowitzki war nicht mehr gefährdet.
„Jetzt hoffen wir auf die nächsten 1000.“Dirk Nowitzki
"Auf 1000 Spiele zu kommen, ist auf jeden Fall gut", meinte Deutschlands "Sportler des Jahres" zu der Zahl des Tages. Sein Hunger? Ungestillt: "Jetzt hoffen wir auf die nächsten 1000." 97 NBA-Spieler schafften diese Marke vor Nowitzki erst, ein Mavericks-Akteur war nicht darunter.
Ihren guten Saisonstart setzten derweil zwei Topfavoriten auf die NBA-Krone fort: Sowohl die Miami Heat als auch die Chicago Bulls feierten ihren sechsten Sieg im siebten Auftritt. Bei den Heat, dem Vorjahresfinalist, stach einmal mehr LeBron James heraus, der beim 118:83-Kantersieg über die Indiana Pacers 33 Punkte, 13 Assists und acht Rebounds markierte. Dass Dwyane Wade mit einer Fußprellung fehlte, fiel so fast niemandem auf.
Allerdings hatte "LBJ" selbst eine Schrecksekunde zu überstehen, als er im Schlussviertel umknickte und auf dem Parkett liegenblieb. Nach einigen Minuten ging es für den Heat-Superstar aber weiter. Chris Bosh, Dritter der "Big Three", war übrigens mit 22 Zählern zweitbester Sammler der Partie.
Einen 99:83-Auswärtserfolg bei den Detroit Pistons landeten die Bulls - souverän, aber durchaus emotional: Denn Richard Hamilton, im Sommer nach neun Jahren bei den Pistons nach Chicago gewechselt, kehrte - rechtzeitig genesen - an die alte Wirkungsstätte zurück. "Es war schwer", berichtete der 33-Jährige, er habe gedacht: "Fang bloß nicht an zu weinen oder sonst irgendwas Verrücktes zu tun." Er entschied sich letztlich für 14 Punkte und fünf Assists. Matchwinner war aber einmal mehr Derrick Rose mit einem Double-Double (17 Zähler, 10 Assists).
Dallas Mavericks - Phoenix Suns 98:89
Miami Heat - Indiana Pacers 118:83
Detroit Pistons - Chicago Bulls 83:99
Toronto Raptors - Cleveland Cavaliers 92:77
Orlando Magic - Washington Wizards 103:85
Boston Celtics - New Jersey Nets 89:70
New York Knicks - Charlotte Bobcats 110:118
New Orleans Hornets - Philadelphia 76ers 93:101
Minnesota Timberwolves - Memphis Grizzlies 86:90
Sacramento Kings - Golden State Warriors 83:110
Los Angeles Clippers - Houston Rockets 117:89