Die Dallas Mavericks feierten einen versöhnlichen Jahresabschluss: Vor 20.307 Zuschauern in heimischer Halle bezwangen die Texaner die Toronto Raptors mit 99:86. Die Erleichterung beim Sieger war nach der Schlusssirene greifbar. "Wir wussten, dass es irgendwann passiert. Es war nur eine Frage der Zeit", sagte Dallas-Guard Jason Terry, der 17 Punkte zum Erfolg beisteuerte. Auch Coach Rick Carlisle war zufrieden: "Wir spielen besseren Basketball. Die ersten beiden Saisonspiele waren schrecklich. Auf den zweiten beiden können wir aufbauen."
Deutschlands Sportler des Jahres Dirk Nowitzki war mit 18 Punkten zweitbester Werfer der Mavs hinter Ersatz-Center Ian Mahinmi, der in seinem besten Karrierespiel auf 19 Zähler kam. "Er hat uns heute eine unglaubliche physische Präsenz gegeben. Er ist ein Kämpfer und hat heute Großes geleistet", lobte Carlisle seinen 2,11-m-Mann.
Im nächsten Spiel muss Titelverteidiger Dallas am Neujahrstag bei den Minnesota Timberwolves antreten. Ausschlaggabend für den Erfolg von Dallas war die bessere Bank, die 56 Punkte erzielte. Die zweite Garde der Kanadier dagegen kam dagegen nur auf 26 Zähler. Toronto, das im dritten Viertel noch mit 68:61 vorne gelegen hatte, stellte in Andrea Bargnani (30 Punkte) zumindest den besten Schützen der Partie. Ein 16:2-Lauf zum 77:70 drehte die Partie.
Seine erste Saisonniederlage kassierte dagegen Dirk Nowitzkis Nationalmannschaftskollege Chris Kaman. Mit seinem neuen Team New Orleans Hornets unterlag der Center den Phoenix Suns mit 78:93. Kaman erzielte dabei in knapp 20 Minuten Spiel lediglich vier Punkte.
Weiter ungeschlagen sind die Miami Heat. Der Finalgegner der Mavericks gewann beim kommenden Dallas-Gegner Minnesota mit 103:101 durch und weist eine makellose Bilanz von vier Siegen aus vier Spielen auf. Miamis Superstar LeBron James war mit 34 Punkten herausragender Werfer auf dem Parkett.

In Los Angeles war Derrick Rose in Galaform. Beim 114:102-Erfolg der Chicago Bulls verabschiedete sich Rose mit 29 Punkten, 16 Assists und acht Rebounds aus dem Jahr 2011. Vor allem im letzten Viertel zeigte er seine Qualitäten mit zwölf Punkten. Superstar Chris Paul spielte zwar zwei Minuten mehr als sein Gegenüber, musste sich dann aber mit 15 Punkten, 14 Assists und vier Rebounds begnügen, was gegen den bärenstarken Rose letztlich nicht reichte.