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04.10.2011, 12:02

NBA: Kirilenko wechselt nach Moskau

Lockout - fällt am Dienstag die Entscheidung?

"Es gibt Anzeichen dafür, dass sich am Dienstag alles entscheidet." Lakers-Star Derek Fisher, seines Zeichens Vorsitzender der NBA-Spielervereinigung, bringt es auf den Punkt. In Sachen Lockout wird es offenbar nun ernst in der nordamerikanischen Profiliga. Derweil hat sich ein weiterer Star der Liga verabschiedet. Der Russe Andrej Kirilenko kehrt den USA nach zehn Jahren den Rücken und spielt zumindest vorläufig bei ZSKA Moskau.

Kehrt der NBA nach zehn Jahren den Rücken: Andrej Kirilenko.
Kehrt der NBA nach zehn Jahren den Rücken: Andrej Kirilenko.
© Getty ImagesZoomansicht

Mit seiner Entscheidung reagierte der 30-jährige Forward, der in Moskau einen Dreijahresvertrag unterzeichnete, auf den drohenden Spielausfall. Von ZSKA war "AK 47" 2001 in die Staaten gewechselt und hatte bei den Utah Jazz angeheuert. Dort war sein Vertrag mit dem Ende der vergangenen Spielzeit abgelaufen. Eine Rückkehr ist freilich nicht ausgeschlossen.

"Andrej ist nicht nur für uns, sondern für den gesamten russischen Basketball ein besonderer Spieler", sagte ZSKA-Präsident Andrej Watutin. Der Defensiv-Spezialist stand 2004 im All-Star-Team der NBA und führte sein Heimatland 2007 bei der EM in Spanien als bester Spieler des Turniers zum Titelgewinn. In diesem Sommer gewann er mit Russland Bronze und wurde ebenfalls EM-All-Star.

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Fisher: Druck und Verantwortung wachsen

Sollte der Lockout in der NBA noch abgewendet werden, wird man Kirilenko wahrscheinlich dort wiedersehen. Doch noch ist es nicht soweit. Ligaführung und Spielervereinigung gehen am Dienstag in die möglicherweise entscheidende letzte Gesprächsrunde. "Alle Beteiligten werden den großen Druck und die Verantwortung spüren, und wir werden sehen, was dabei herauskommt", sagte Derek Fisher.

Drei Monate nach Beginn des Lockouts läuft beiden Parteien allmählich die Zeit davon, eigentlich soll es am 1. November wieder losgehen. Im Weg steht der noch fehlende neue Tarifvertrag. NBA-Commissioner David Stern fordert nach wie vor eine Reduzierung der Gehälter um insgesamt 800 Millionen Dollar (560 Millionen Euro). Die Klubs sollen seit Inkrafttreten der letzten Tarif-Vereinbarung im Jahr 2005 mehr als eine Milliarde Dollar Verlust gemacht haben.

Weltweit locken Basketball-Klubs die Stars aus Nordamerika
Streik in der NBA - was nun?
Allen Iverson
AI hat den Weg geebnet

In der NBA geht es ums Geld. Es steht in den Sternen, ob die neue Saison plangemäß oder verkürzt oder überhaupt über die Bühne gehen kann. Der Lockout bringt zahlreiche Basketball-Klubs auf den Plan. Sie werfen ihre Angeln aus nach den Stars aus Nordamerika. Allen Iverson, der einst u.a. für die Philadelphia 76ers furios aufspielte, war einer der Vorreiter, wenn auch nicht aus Streikgründen.
© Getty Images

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04.10.11
 
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