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11.09.2011, 22:56

Reaktionen nach dem Ausscheiden der DBB-Auswahl

Nowitzki "macht Pause", Bauermann auch

Das Ausscheiden der deutschen Basketball-Nationalmannschaft zieht wohl oder übel einen radikalen Umbruch mit sich. Die ersten Aussagen des Superstars Dirk Nowitzki klangen stark nach einem Abschied aus dem DBB-Team. Auch die Position des Coaches ist nun vakant. Dirk Bauermann wird sich ab der kommenden Saison voll auf seine Aufgaben beim Bundesliga-Aufsteiger Bayern München konzentrieren.

Dirk Bauermann, Dirk Nowitzki, Eurobasket 2011
Ihre Wege trennen sich: Dirk Bauermann (li.) und Dirk Nowitzki.
© Getty ImagesZoomansicht

"Es lag an mir. Ich war nicht in der Verfassung, ein gutes Turnier zu spielen", sagte ein ausgepowerter und zugleich enttäuschter Dirk Nowitzki direkt nach seinem 141. Länderspiel im Interview beim TV-Sender Sport1 und fügte hinzu, er müsse nach 13 Jahren erst mal "Abstand gewinnen". Der deutschen Mannschaft war es zuvor nicht gelungen, Gastgeber Litauen mit mindestens elf Zählern zu schlagen. Nur so hätten die Korbjäger des Deutschen Basketball-Bundes (DBB) die Runde der letzten Acht erreicht und zugleich den Traum von den Olympischen Spielen 2012 in London am Leben erhalten.

"Dirkules", im Juni noch gefeierter NBA-Champion und Finals-MVP, fehlte es bei den kontinentalen Wettkämpfen im Baltikum von Anfang an körperlicher Frische und Spritzigkeit. Kein Wunder! Dem Würzburger steckten über 100 Partien in der NBA in den Knochen, von denen er sich nach dem Party-Marathon in Dallas und der Willkommensfeier in seiner Heimatstadt Würzburg nur wenige Tage erholen konnte. Schon im Vorfeld der Europameisterschaft klagte Bauermann, dass die Zeit viel zu kurz gewesen sei um sich vernünftig aufeinander abstimmen zu können. Dennoch fand er lobende Worte für seine Mannschaft: "Die Jungs haben alles gegeben. Das verdient allerhöchsten Respekt."

"Wir müssen erst mal schauen, was die Zukunft bringt"Dirk Nowitzki nach dem Aus bei der Europameisterschaft

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Zwar wird das Ausscheiden nicht spurlos am 53-Jährigen vorbeigehen, dennoch sind dies alles Probleme, die ihm in der nahen Zukunft zunächst keine Sorgenfalten mehr bereiten dürften. Für Bauermann, der 2005 die Silbermedaille bei der EM in Serbien gewonnen hatte, ist nämlich vorerst Schluss mit der Arbeit als Bundestrainer. Der Coach fungierte seit Juni 2010 in einer Doppelrolle. Neben der deutschen Auswahl trainierte er zudem noch die Basketballer des FC Bayern und stieg in der abgelaufenen ProA-Saison in die BBL auf. Die Regularien des DBB verbieten es allerdings, gleichzeitig Bundestrainer und Übungsleiter einer Bundesliga-Mannschaft zu sein. Eine Rückkehr zum Verband schloss Bauermann, seit 2003 im Amt gewesen, aber nicht aus. Er sei schließlich noch "ein junger Mann". Ein Nachfolger wird erst laut DBB-Angaben frühestens Ende des Jahres vorgestellt.

11.09.11
 
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