
Ohne Tony Parker (San Antonio Spurs) und Joakim Noah (Chicago Bulls) gingen die Franzosen in das letzte Gruppenspiel gegen Spanien. Schonung lautete das Stichwort für die NBA-Stars von "les Bleus", obwohl man mit einem Erfolg die Gruppe gewonnen hätte. So ging der Schuss richtig nach hinten los: Zwar waren die Franzosen zur Halbzeit dank 14 Punkten von Kevin Seraphin (Washington Wizards) mit 38:39 noch gut im Rennen, im folgenden Abschnitt folgte jedoch der Kompletteinbruch! Mit 29:10 gewannen die Iberer das dritte Viertel (68:48), Frankreich traf nur 23 Prozent seiner Würfe und leistete sich zudem noch acht Turnover. Eine Vorentscheidung war also gefallen. Im Schlussviertel baute der Topfavorit sein Polster sogar noch weiter aus, gewann schließlich mit 96:69.
Ausnahmsweise waren diesmal nicht die Gasol-Brüder der entscheidende Faktor im Spiel der Spanier. Stattdessen sprangen der Neu-Maverick Rudy Ferndandez (15 Punkte) und Juan Carlos Navarro (16, 4/4 Dreier) in die Bresche und sorgten für die erste französische Niederlage bei einem EM-Endrundenturnier seit dem Viertelfinale 2009. Auch damals war es das Team von der iberischen Halbinsel, das "les Bleus" bezwungen hatte.
Für Spanien steht schon am Mittwoch das Viertelfinale gegen Slowenien oder Finnland (entscheidet sich am Montag im direkten Duell) auf dem Programm, tags darauf treffen die Franzosen auf die griechische Mannschaft.

Eigentlich hatten die Schützlinge des exzentrischen Serben-Trainers Dusan Ivkovic die Partie schon früh im Griff. Nach 14 Minuten führten seine Schützlinge mit 29:15 und waren somit klar auf Kurs. Doch die Türken, die mit einem Sieg ebenfalls in die Runde der letzten Acht hätten einziehen können, ließen nicht locker und kämpften sich trotz miserabler Wurfquote von jenseits der Dreierlinie (17 Prozent, 3/17) zurück. Zur Pause hatte das Team vom Bosporus den Rückstand auf acht Zähler verkürzt (27:35).
Nach dem Seitenwechsel kamen sie dann immer näher ran. Zu Beginn des Schlussviertels waren die Türken nur noch mit einem Punkt im Hintertreffen (55:56). Mit dem gleichen Rückstand ging es auch in die Schlusssekunden (67:68), wo der starke Teodosic (20 Punkte, acht Rebounds, aber auch fünf Turnover) zunächst per Dreipunktwurf scheiterte und den Türken somit den letzten Wurf der Partie ermöglichte. Den nahm eine Sekunde vor dem Ende Ilyasova (zehn Punkte, sieben Rebounds), doch der Spieler von den Milwaukee Bucks verfehlte, sodass Serbien letztlich glücklich ins Viertelfinale einzieht.
Die Türkei ist hingegen raus und hat somit auch keine Chance mehr auf Olympia 2012. Anders sieht die Situation für die deutsche Nationalmannschaft aus. Zwar hat sich die Situation durch den Sieg Serbiens nicht gerade verbessert, aber die "Bauermänner" haben es noch immer in der eigenen Hand. Im Abendspiel gegen Gastgeber Litauen (20 Uhr, LIVE! bei kicker online) benötigen die Korbjäger um Superstar Dirk Nowitzki einen Erfolg mit mindestens elf Punkten Unterschied.