In der Gruppe A geht offensichtlich kein Weg an Spanien vorbei. Der Titelverteidiger bezwang Großbritannien am Freitag klar mit 88:69 (38:32). Lakers-Star Pau Gasol war wiederum bester Punktesammler der Iberer, er kam auf 21 Zähler.
Die Partie war spätestens im dritten Viertel entschieden, als Spanien von 42:36 auf 52:36 davonzog, insbesondere dank Marc Gasol von den Memphis Grizzlies, der acht der zehn Punkte in dieser Phase markierte. Und so war der "kleine Gasol" auch Spieler des Spiels, obwohl er nur 18 Zähler auf dem Konto vorweisen kann. Dazu kommen jedoch elf Rebounds, fünf Assists, zwei Steals und ein Block gegen Briten, die sich einfach zu viele Ballverluste leisteten (21). Bulls-Star Luol Deng holte für die Inseleuropäer 17 Zähler, Daniel Clark gelang ein Double-Double (14/12).
Über den ersten Sieg bei der Europameisterschaft durften sich die Polen freuen. Die Osteuropäer setzten sich dank einer Leistungssteigerung im dritten und vierten Viertel mit 81:73 (29:36) gegen Portugal durch. Lukasz Koszarek traf 18-mal für Polen und damit am häufigsten, Jose Costa Antonio Tavares hielt mit 13 Zählern für die Iberer dagegen.
Gastgeber Litauen hat den amtierenden Vize-Weltmeister Türkei die erste Niederlage im laufenden Turnier beigebracht. Der Baltenstaat siegte mit 75:68 (32:35) und setzte sich an die Spitze der Gruppe A. Den Unterschied machte Litauens Bank, die insgesamt 33 Punkte beisteuerte. Die Türkei steht auf Rang drei und gerät mit Blick auf die Zwischenrunde unter Druck.

Die deutsche Gruppe B sieht Vize-Europameister Serbien auf Kurs. Allerdings war zum dritten Erfolg ein Kraftakt nötig, ehe Israel mit 89:80 (35:41) bezwungen war. Dusko Savanovic holte 24 Punkte. Zweieinhalb Minuten vor Schluss schien ein Sieg der Israelis beim Stand von 76:77 zum Greifen nah, doch Nenad Krstic antwortete mit fünf Punkten in Reihe. Insgesamt enttäuschten die Serben fast über das gesamte Spiel hinweg.
Die Mannschaft von Trainer Dusan Ivkovic startete halbherzig ins Duell gegen die bis dato sieglosen Israelis und wurde von diesen kalt erwischt. Israel überzeugte durch eine tolle Defensive, flinke Hände und ein respektables Fast-Break-Spiel. Dass es für die Serben, die sich sehr viele Fehlwürfe erlaubten, doch noch zum Sieg reichte, war im Grunde nur ihrer Dominanz beim Rebound geschuldet. Der Rekordweltmeister lag in diesem Segment mit 45:27 klar vorne. Das Team aus dem Nahen Osten ist damit chancenlos in Sachen Zwischenrunde. Die jeweils ersten drei Teams der vier Sechsergruppen kommen weiter.
Am Nachmittag wahrte Italien seine Chancen auf die Zwischenrunde. Die Azzurri behaupteten sich gegen Lettland mit 71:62 (31:33) und fuhren damit den ersten Sieg bei der EM ein. Überragender Mann bei den Italienern war Andrea Bargnani mit 36 Punkten, der dadurch eine persönliche Bestmarke in der Nationalmannschaft aufstellte. Während für die Letten die EM nach drei Niederlagen bereits zu Ende ist, dürfen die Italiener weiter hoffen - die Chancen auf das Erreichen der Zwischenrunde sind allerdings nicht allzu hoch, da am kommenden Spieltag am Sonntag auf jeden Fall Frankreich geschlagen werden muss. Außerdem müssten die Franzosen mindestens ein weiteres Spiel verlieren.
Die Gruppe C und D haben dagegen Ruhetag und starten erst am Samstag wieder durch.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Spanien | - | Großbritannien | 86:69 | |
Serbien | - | Israel | 89:80 | |
Portugal | - | Polen | 73:81 | |
Lettland | - | Italien | 62:71 | |
Türkei | - | Litauen | 68:75 | |
Frankreich | - | Deutschland | 76:65 | |
Finnland | - | Bosnien-Herzego | 92:64 | |
Ukraine | - | Bulgarien | 67:56 | |
Griechenland | - | Mazedonien | 58:72 | |
Slowenien | - | Georgien | 87:75 | |
Kroatien | - | Montenegro | 87:81 | |
Russland | - | Belgien | 79:58 | |