Zur Loginbox springen Zur Navigation springen Zum Inhalt springen
Nicht registriert?

01.09.2011, 22:44

Siege für Spanien, Serbien, Frankreich und die Türkei

Favoriten halten sich schadlos - bis auf Kroatien

Spieltag zwei bei der Basketball-EM in Litauen - und die Favoriten geben sich weiter keine Blöße. Titelverteidiger Spanien, Vize-Europameister Serbien, Vize-Weltmeister Türkei, Frankreich, Griechenland und Russland feierten jeweils den zweiten Sieg im zweiten Spiel und hielten so allesamt ihre Weste blütenweiß.

Topscorer beim Sieg des Vizeeuropameisters: Nenad Krstic (Serbien) stopft gegen den Letten Rolands Freimanis.
Topscorer beim Sieg des Vizeeuropameisters: Nenad Krstic (Serbien) stopft gegen den Letten Rolands Freimanis.
© Getty ImagesZoomansicht

Beim Auftaktspiel am Donnerstag in der deutschen Gruppe B in Siauliai war Center Nenad Krstic mit 23 Punkten Topscorer, bei den weiterhin sieglosen Letten kam Rolands Freimanis auf 19 Zähler. Serbien hatte einen fantastischen Start, gewann das erste Viertel mit 23:7, fiel dann aber wie schon gegen Italien in ein Leistungstief. Die Letten, bei denen Janis Blums nicht an seine Leistung aus dem Frankreich-Spiel anknüpfen konnte, nutzten das und kamen zwischenzeitlich auf 28:28 ran. Danach rissen sich die Serben aber wieder am Riemen und forcierten das Center-Spiel, da sie unter den Körben klare Vorteile hatten, und entschieden das Match letztlich doch souverän mit 92:77 (38:33) für sich.

- Anzeige -

Am Nachmittag machten es die Franzosen den Serben nach und feierten ebenfalls ihren zweiten Erfolg in der Vorrunde. Anders als gegen Lettland verschliefen Tony Parker & Co. diesmal nicht den Start und wiesen Israel von Beginn an in die Schranken. Zwar präsentierten sich die Israelis im Vergleich zur Vorstellung gegen die DBB-Auswahl verbessert, konnten den physisch klar überlegenen Franzosen aber dennoch nicht Paroli bieten. Beim 85:68 (42:35)-Sieg war Tony Parker mit 21 Punkten der herausragende Mann. Am Abend legte dann auch Deutschland mit einem 76:62 (36:30) über Italien nach und verteidigte damit aufgrund der besseren Korbdifferenz die Tabellenführung.


Türkei und Spanien marschieren vorne weg

Die Spanier hatten in Gruppe A diesmal nicht so zu kämpfen wie zum EM-Auftakt gegen Polen. Abermals angeführt von einem treffsicheren Pau Gasol (20 Punkte, 89 Prozent Trefferquote) feierten die Titelverteidiger einen ungefährdeten 87:73-Erfolg. Insbesondere die Scoring-Maschine vom FC Barcelona, Juan Carlos Navarro, sprang Gasol mit 17 Punkten (fünf Assists, drei Steals) zur Seite, Gasol-Bruder Marc sammelte neun Rebounds. Der Grundstein zum Sieg wurde bereits im zweiten Abschnitt gelegt, als den Spaniern ein 20:12-Lauf gelang.

Pau Gasol (re.)
Gute Laune: Pau Gasol ist mit Spanien gut in die EM gestartet.
© Getty Images

Die Türkei hielt sich bisher ebenfalls schadlos und fuhr wie Spanien den zweiten Sieg im zweiten Spiel ein. Der Vize-Weltmeister hatte nur im ersten Viertel leichte Schwierigkeiten mit Großbritannien, fuhr letztlich aber einen ungefährdeten 90:61 (44:26)-Triumph ein. Bester Werfer der Partie war Luol Deng, der es auf 22 Punkte und acht Rebounds brachte. Allerdings erhielt der Forward von den Chicago Bulls zu wenig Unterstützung. Ganz anders sah die Sache bei den Türken aus, bei denen alle Spieler punkteten - vier davon zweistellig. Treffsicherster Akteur bei Türkiye war der gebürtige Bosnier Emir Preldzic mit 15 Zählern.

Auch Gastgeber Litauen blieb in der Spur und fuhr einen ungefährdeten 97:77 (53:38)-Sieg ein. Mantas Kalnietis war mit 19 Punkten treibende Kraft bei den Balten.


Bosnien bringt sich wieder ins Rennen um Platz 3

In der Gruppe C gewann Bosnien-Herzegowina das Spiel gegen Montenegro mit 94:86 (48:41) und glich seine Bilanz nach der erwarteten Auftaktschlappe gegen Griechenland aus. Montenegro indes musste die erste Niederlage einstecken, allerdings eine sehr empfindliche, da wohl Griechenland und Kroatien die Plätze eins und zwei belegen werden. Um Platz drei herrscht ein offener und erbitterter Kampf zwischen Finnland, Mazedonien, Bosnien und Montenegro.

Die Griechen eilen indes weiter vorne weg und gewannen klar gegen Außenseiter Finnland mit 81:61 (41:32). Ioannis Bourousis gelang dabei mit 19 Punkten und zehn Rebounds ein Double-Double. Petteri Koponen traf für die unterlegenen Finnen 21-mal.

Am Abend gab es dann die erste Überraschung bei der EM. Kroatien unterlag überraschend Mazedonien mit 76:78 (41:37). Die favorisierten Kroaten führten dabei im dritten Viertel bereits mit zehn Punkten (47:37), konnten diesen Vorsprung aber nicht halten und kassierten zehn Sekunden vor Schluss durch Vlado Ilievski den alles entscheidenden Korb. Zwar hatte die Mannschaft von Trainer Josip Vrankovic noch den letzten Angriff, den aber Bojan Bogdanovic nicht nutzten konnte. Herausragende Spieler auf Seiten der Mazedonier waren Ilievski mit 18 Punkten und Bo McCalebb (19 Punkte, 5 Assists).


Bulgarien gewinnt das Duell der Underdogs - Russland souverän

Bulgarien bezwang im Vergleich der Underdogs Belgien in Gruppe D mit 68:65 (32:33). Der frühere Bonner und Quakenbrücker Earl Rowland führte die Südosteuropäer mit 22 Zählern zum ersten Sieg in diesem Turnier.

Brisant war es im zweiten Spiel der Gruppe zwischen Russland und Georgien. Vor 4000 Zuschauern wurden die Russen, bei denen Andrei Kirilenko (20 Punkte) und Victor Khryapa (6 Rebounds und 7 Assists) hervorstachen, ihrer Favoritenrolle gerecht und siegten mit 65:58 (40:27). Der Schlüssel zum Erfolg der "Sbornaja" war die Defensive, die vor allem Georgiens Superstar Zaza Pachulia (Atlanta Hawks) nicht zur Entfaltung kommen ließ. Pachulia brachte es nur auf elf Zähler.

Einen weiteren Arbeitssieg fuhr indes Slowenien ein. Die Slowenen bezwangen die Ukraine mit 68:64 (41:20). Die Osteuropäer konnten die Niederlage nur geringer gestalten, weil sich die Slowenen im Schlussviertel zu viele Nachlässigkeiten erlaubten und diesen Durchgang mit 11:26 abgaben.

Favoriten halten sich schadlos
Bilder zur Europameisterschaft in Litauen
Eurobasket 2011
Begeisterung bei Groß und Klein

Die Basketball-Begeisterung ist groß in Litauen. Allen voran bei Spielen der Gastgebermannschaft ist die Halle Vilnius bis auf den letzten Platz gefüllt. Die Stimmung ist zumeist sensationell.
© Getty Images

vorheriges Bild nächstes Bild
01.09.11
 
- Anzeige -
Seite versenden
zum Thema
- Anzeige -

- Anzeige -