Dirk Nowitzki hat die Dallas Mavericks zum zweiten Auswärtssieg bei Titelverteidiger Los Angeles Lakers geführt. Der Würzburger war mit 24 Punkten der beste Werfer beim 93:81 der Texaner im zweiten Play-off-Halbfinale der Western Conference. Dallas führt vor dem ersten Heimspiel am Freitag mit 2:0, und damit spricht die Statsitik eindeutig für die Mavs. Bislang haben es in der NBA-Geschichte nur drei Mannschaften geschafft, eine Best-of-seven-Serie nach zwei Auftaktniederlagen vor eigenem Publikum noch zu drehen.
Nach dem 96:94 in Spiel eins beim Meister der beiden vergangenen Jahre war auch der zweite Triumph von Dallas verdient. Das Team wirkte aggressiver und spielte eine konsequente Defense. Zudem machte Dirk Nowitzki in entscheidenden Situationen wichtige Punkte, während bei den Lakers die Hände zitterten. Von den ersten 15 Versuchen jenseits der Drei-Punkte-Linie traf keiner das Ziel, am Ende standen lediglich zwei erfolgreiche Dreier bei 20 Würfen!
"Wenn mir jemand vorher gesagt hätte, dass wir beide Spiele gewinnen würden, wäre das nur schwer zu glauben gewesen", sagte ein glücklicher Nowitzki. "Aber ich denke, dass wir es verdient haben." Derweil hatten die Lakers ihre Nerven nicht im Griff. Frustriert von der Lehrstunde ließ sich Flügelspieler Ron Artest zu einem üblen Foul gegen J.J. Barea hinreißen und wurde für seine Attacke kurz vor Spielende vom Feld geschickt. "Das ist kein Basketball-Spielzug. Wir werden sehen, was passiert", sagte Barea zu einer möglichen Sperre von Artest.
Auch Superstar Kobe Bryant (23 Zähler) konnte nicht verhindern, dass Los Angeles nach der Pause nur 32 Punkte erzielte und dem Rückstand hoffnungslos hinterherlief. "Es war eine ganz schwache zweite Halbzeit auf unserer Seite", meinte Lakers-Coach Phil Jackson. "Wir müssen entspannen und uns darauf fokussieren, was wir falsch gemacht haben", forderte Bryant, der sich noch nicht geschlagen gibt.

Im Halbfinale der Eastern Conference machten unterdessen die Chicago Bulls ihre Auftakt-Niederlage wieder wett und glichen mit einem 86:73 gegen die Atlanta Hawks zum 1:1 in der Serie aus. Bester Werfer der Partie war der frisch gekürte "MVP" Derrick Rose, der trotz einer schwachen Wurfquote noch 25 Punkte für die Bulls erzielte. Herausragender Spieler beim Sieger aber war Joakim Noah. Der Sohn des früheren französischen Tennisstars Yannick Noah kam auf 19 Punkte und 14 Rebounds.
Atlanta hatte die erste Partie in Chicago 103:95 gewonnen und empfängt die "Bullen" nun am Freitag zu Spiel drei.
| Heim | Gast | Erg. | ||
|---|---|---|---|---|
Oklahoma City | - | Memphis | 101:114 | |
Miami | - | Boston | 99:90 | |
Chicago | - | Atlanta | 95:103 | |
LA Lakers | - | Dallas | 94:96 | |
Miami | - | Boston | 102:91 | |
Oklahoma City | - | Memphis | 111:102 | |
Chicago | - | Atlanta | 86:73 | |
LA Lakers | - | Dallas | 81:93 | |
Atlanta | - | Chicago | 82:99 | |
Dallas | - | LA Lakers | 98:92 | |
Memphis | - | Oklahoma City | 101:93 OT | |
Boston | - | Miami | 97:81 | |
Dallas | - | LA Lakers | 122:86 | |
Atlanta | - | Chicago | 100:88 | |
Boston | - | Miami | 90:98 OT | |
Memphis | - | Oklahoma City | 123:133 OT | |
Chicago | - | Atlanta | 95:83 | |
Miami | - | Boston | 97:87 | |
Oklahoma City | - | Memphis | 99:72 | |
Atlanta | - | Chicago | 73:93 | |
Memphis | - | Oklahoma City | 95:83 | |
Oklahoma City | - | Memphis | 105:90 | |