
Es ist die wichtigste Frage im NBA-Sommer 2010: Wohin wechselt LeBron James? Oder bleibt er am Ende sogar in Cleveland? Eine sichere Prognose ist derzeit unmöglich.
Leichter Favorit auf die Verpflichtung des "King" sind die Chicago Bulls. Sie haben genug Spielraum im "Salary Cap", um James das Maximalgehalt (etwa 16,6 Millionen US-Dollar pro Jahr) bieten zu können und ihm noch einen weiteren der begehrten Free Agents an die Seite zu stellen (vorzugsweise Chris Bosh von den Toronto Raptors). Außerdem würde James bei den Bulls bereits ein talentiertes Team mit Spielern wie All-Star Point Guard Derrick Rose und Power Forward Joakim Noah vorfinden, das es auch ohne ihn schon in die Play-offs geschafft hat. Mit James (und vielleicht Bosh) würden die Bulls sofort zum Titelanwärter werden.

Bei den Miami Heat könnte es hingegen zur Bildung eines neuen Triumvirates mit James, Bosh und Superstar Dwyane Wade kommen, dessen Vertrag in Florida ebenfalls ausgelaufen ist. Das Trio hat sich unlängst bereits getroffen, um die Lage zu besprechen. Ein Minuspunkt für dieses Szenario könnte sein, dass James neben Wade, der wahrscheinlich so oder so in Miami bleiben wird, unter Umständen nicht die klare Nummer eins wäre.
Die ersten beiden Teams, die noch am Donnerstag in Ohio zu Gesprächen mit James eintreffen, sind die New York Knicks und die New Jersey Nets. Vor allem die Knicks träumen seit einiger Zeit davon, den zweimaligen Liga-MVP in den Madison Square Garden zu holen und eine neue Ära einzuläuten. In den vergangen Jahren wurde der Neuaufbau zielstrebig vorangetrieben und genau auf den Sommer 2010 ausgerichtet. Auch die Knicks könnten James einen weiteren Top-Akteur an die Seite stellen und hätten 2011 zudem als einziger der Bewerber Spielraum, um noch einmal auf dem Transfermarkt nachzulegen. Abseits des Courts, wo James ohnehin schon längst den größeren Teil seines Verdienstes generiert, dürften seine Einnahmen in der Millionenmetropole zudem in die Höhe schnellen. Der "Big Apple" hat dem "King" den größten Glamour-Faktor zu bieten.
Die Nets, die für den Neuaufbau eine miserable 12:70-Saison in Kauf nahmen, hoffen, James von einem Wechsel nach New Jersey überzeugen zu können. Der Reisegruppe, die am Donnerstag in Ohio eintrifft, gehört neben dem neuen russischen Klubbesitzer Mikhail Prokhorov und Coach Avery Johnson auch Hip-Hop-Superstar Jay-Z an, der Mitbesitzer der Nets und ein langjähriger enger Freund von James ist. Mit dem Wechsel von Yi Jianlian nach Washington verschafften sich die Nets noch einmal mehr finanziellen Spielraum. Auch die Washington Wizards, die Los Angeles Clippers und Dallas Mavericks werden versuchen, James für sich zu gewinnen, haben aber höchstens Außenseiterchancen.
Vielleicht bleibt der "King" aber doch in Cleveland. Dort könnte er auf jeden Fall am meisten Geld verdienen (unter Umständen 125 Millionen US-Dollar über die nächsten sechs Jahre), hätte aber wahrscheinlich auch schlechtere Aussichten auf den Gewinn einer Meisterschaft. Allerdings könnte James so weiter nahe seiner Heimat spielen, wo seine komplette Familie noch lebt. Der emotionale Faktor sollte jedenfalls nicht unterschätzt werden.

So oder so, James wird der Dominostein sein, der den Markt in Bewegung bringt. Nach seiner Entscheidung wird es vielerorts lange Gesichter geben. Trösten können sich die Teams dann damit, dass noch weitere Topspieler auf dem Markt sind. All-Stars wie Amar'e Stoudemire (Phoenix Suns), Carlos Boozer (Utah Jazz) und Joe Johnson (Atlanta Hawks), Routiniers wie Shaquille O'Neal (Cleveland Cavaliers) und Ray Allen (Boston Celtics) oder aufgehende Sterne wie Rudy Gay (Memphis Grizzlies) oder David Lee (New York Knicks). "Sowas hat es bislang noch nicht gegeben", sagte Nets-Präsident Rod Thorn: "Es hat schon öfter namhafte Free Agents gegeben, aber noch nie so viele Teams, die versuchen, sich sie zu schnappen."
Auch Dirk Nowitzki machte in Dallas von seiner Option Gebrauch, schon ein Jahr vor Vertragsablauf zum Free Agent zu werden, genau wie Paul Pierce in Boston. Die Chancen darauf, dass der Würzburger die Mavericks tatsächlich verlässt, dürften jedoch minimal sein. Nowitzkis Entscheidung ist auch vor folgendem Hintergrund zu sehen: Im kommenden Sommer stehen neue Verhandlungen zwischen Klubbesitzern und Spielergewerkschaft an. Die aktuelle Vereinbarung läuft aus, radikale Änderungen bezüglich Vertragslaufzeiten und Gehaltsgrenzen könnten anstehen. Da ist es für die Spieler ratsam, jetzt noch schnell einen neuen Kontrakt unter den alten Regelungen abzuschließen.
In einen solchen könnte sich Nowitzki von den Mavericks zudem eine "No-Trade-Klausel" festschreiben lassen, die verhindert, dass der Klub ihn ohne seine Einwilligung veräußern könnte. Das Recht auf eine solche Klausel haben Spieler, die länger als acht Jahre in der NBA spielen und davon mindestens vier beim gleichen Team.
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Re: Du wachst verdammt früh auf, webi
von:
HankBarfly
- 25.05.12, 07:28 - 3 mal gelesen
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Manchmal
von:
HankBarfly
- 25.05.12, 07:25 - 4 mal gelesen
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Re: Breukelen sucht dringendst noch 2 Mitspieler!!!
von:
Breukelen
- 25.05.12, 07:09 - 3 mal gelesen
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