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01.06.2010, 15:08

Zum zwölften Mal im Endspiel: Lakers vs. Celtics

Der ewig junge Final-Klassiker

Es ist der ewig junge Final-Klassiker in der Geschichte der NBA: Zum zwölften Mal machen die Los Angeles Lakers und die Boston Celtics in diesem Jahr den Meister unter sich aus. Neunmal gewann Boston, zuletzt 2008, als die Celtics die Lakers im letzten Spiel demontierten. Eine Schmach, die es für Kobe Bryant & Co. zu tilgen gilt. Der Lakers-Star strebt seinen fünften Titel an, die Celtics hingegen wollen Meisterschaftsbanner Nummer 18 unters Hallendach ziehen.

Rajon Rondo (Boston Celtics) gegen Derek Fisher und Andrew Bynum (Los Angeles Lakers)
Rennt Rondo den Lakers davon? Den quirligen Point Guard zu stoppen, wird die wohl schwierigste Aufgabe des Meisters.
© imagoZoomansicht

Lakers vs. Celtics - kein anderer Vergleich bringt in der NBA so viel Geschichte mit sich. "Das war immer besonders intensiv, vor allem wegen der Spieler, die vor uns diese Spiele geprägt haben", sagte Bostons Kevin Garnett vor der am Donnerstag beginnenden Finalserie. Die vorangegangenen elf Duelle waren fast alle denkwürdig und sind verewigt in den Geschichtsbüchern der Liga und unzähligen Highlight-Filmen.

NBA-Play-offs

Lakers vs. Celtics - Nur wenige hätten vor dem Beginn der Play-offs auf dieses Finale gesetzt. Schließlich hatten die Celtics, die zum 21. Mal im NBA-Endspiel stehen, nach dem Jahreswechsel überaus durchwachsen agiert und waren in der Eastern Conference nur als Vierter in die Endrunde gestartet. In den Play-offs war der Rekordmeister wieder voll da. Dass die Celtics noch lange nicht am Ende sind, mussten im Conference-Halbfinale erst die favorisierten Cleveland Cavaliers um Liga-MVP LeBron James erfahren. Dann warf Boston auch noch Dwight Howard und die Orlando Magic raus - fertig war der Final-Klassiker!

Die Startspieler der Finalisten

Position Los Angeles Lakers Boston Celtics
Point Guard Derek Fisher Rajon Rondo
Shooting Guard Kobe Bryant Ray Allen
Small Forward Ron Artest Paul Pierce
Power Forward Pau Gasol Kevin Garnett
Center Andrew Bynum Kendrick Perkins

Die Lakers wollen die Final-Schmach von 2008 tilgen

Die Lakers (15-mal Meister, Finalteilnahme Nr. 31: NBA-Rekord) konnten sich in den Play-offs bislang wieder einmal auf ihren Superstar verlassen. In der Regular Season mögen andere überragt haben, doch in der entscheidenden Saisonphase ist es wieder einmal Kobe Bryant, der zu absoluter Höchstform aufläuft. Im Conference-Finale gegen die Phoenix Suns (4:2) lieferte der 31-Jährige eine überragende Leistung nach der anderen ab. In Spiel sechs versenkte Bryant kurz vor Schluss im Rückwartsfallen und über die ausgestreckte Hand von Routinier Grant Hill hinweg einen fast unmöglichen Dreier. Bisher das Sahnehäubchen auf die vielleicht stärksten Play-offs in Bryants Karriere.

Kobe Bryant (Los Angeles Lakers) gegen Grant Hill (Phoenix Suns)
Macht er die Hand voll? Kobe Bryant kann seinen fünften Meisterring gewinnen.
© imago

Die Krönung soll nun gleichwohl im Finale gegen Boston folgen. Für die Final-Schmach von 2008 rehabilitierten sich die Lakers zwar mit der Meisterschaft in der vergangenen Saison (4:1 im Finale gegen Orlando), der Schmerz über die Demontage durch den größten Rivalen ist trotzdem noch nicht verzogen.

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Die Lakers gehen als leichter Favorit in die Neuauflage des Klassikers. Alleine schon, weil sie über das Heimrecht verfügen und in den Play-offs vor heimischer Kulisse noch kein einziges Spiel verloren haben. Für die Celtics ist dieser vermeintliche Nachteil allerdings nichts Neues: Auch gegen Cleveland und Orlando legten sie den Grundstein fürs Weiterkommen auf fremdem Parkett. In der Regular Season standen sich beide Teams zweimal gegenüber, beide Male ging es eng zu. In Boston siegten die Lakers 90:89, in Los Angeles setzten sich die Celtics mit 87:86 durch, allerdings fehlte Bryant verletzt.

Paul Pierce (Boston Celtics) gegen Ron Artest (Los Angeles Lakers)
Eines der Schlüsselduelle im Finale: Paul Pierce gegen Ron Artest.
© imago

Der Schlüssel für Boston wird natürlich sein, Kobe Bryant so gut es geht in den Griff zu kriegen. Den Lakers dürfte Rajon Rondo das größte Kopfzerbrechen bereiten. Der quirlige Point Guard spielt überragende Play-offs und dürfte von Gegenpart Derek Fisher alleine nur schwer zu stoppen sein. Gut möglich, dass Lakers-Coach Phil Jackson Bryant höchstpersönlich auf Rondo ansetzt. Ein packendes Duell dürften sich auch Kevin Garnett und Pau Gasol auf der Power-Forward-Position liefern. Und dann ist da ja auch noch der unberechenbare Ron Artest, der gegen Phoenix zuletzt auch in der Offensive glänzte und in der Defensive zudem Celtics-Star Paul Pierce in die Schranken weisen soll.

So oder so, alles ist angerichtet für die nächste denkwürdige Auflage im ewigen Duell zwischen Gelb und Grün.

01.06.10
 
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