
Ob die Mavericks den Los Angeles Lakers in den Play-offs das Wasser reichen können, sei dahingestellt. Das Conference-Finale im Westen ist für Dirk Nowitzki & Co. in dieser Saison aber allemal drin. Gemeinsam mit den Denver Nuggets (45:22) ist Dallas in der Western Conference derzeit erster Verfolger des Meisters (49:18). Gegen die Nuggets war in der vergangenen Saison in der zweiten Play-off-Runde Schluss. Diesmal soll zumindest das nicht noch einmal passieren. Die Chancen stehen nicht schlecht.
Auf der Suche nach Verstärkungen kam den Mavericks zu Gute, dass es den Washington Wizards in der vergangenen Wechselperiode weniger um sportliche Verbesserung als vielmehr um Gehaltseinsparungen ging. So gingen die Hauptstädter ein, in sportlicher Hinsicht, recht einseitiges Wechselgeschäft ein: Aus Dallas wechselten der hochtalentierte, aber auch notorisch verletzungsanfällige Josh Howard sowie Forward Drew Gooden und die Ergänzungsspieler James Singleton und Quinton Ross nach Washington.
Die Mavericks erhielten dafür drei Akteure, die ihnen allesamt weiterhelfen: Der vielseitige Caron Butler, Center Brendan Haywood und Guard DeShawn Stevenson. Die Neuzugänge machten die "Mavs" nicht nur besser, sondern vor allem härter und agressiver. Seit dem All-Star-Break hat Dallas von 15 Spielen nur zwei verloren. Der zweimalige All-Star Butler ist auf beiden Seiten des Courts eine Verstärkung, Stevenson ist ein Kämpfertyp wie ihn die "Mavs" seit Jerry Stackhouse vermisst haben.
Der wichtigste Baustein für den Erfolg könnte aber Haywood sein, denn die Center-Position galt in den vergangenen Jahren als die Schwachstelle der Mavericks. Im Sommer hatte man viel Geld in die Hand genommen, um Orlandos Marcin Gortat nach Texas zu lotsen. Als das nicht klappte, musste man sich weiter auf den alles andere als konstanten Erick Dampier verlassen. Einen echten Center als Ersatz gab es nicht.

Nun ist Haywood da, wenn Dampier in Foulproblemen steckt oder mal wieder verletzt ist. Der 30-Jährige half den Mavericks vor allem in der Defensive sofort immens weiter. "Das ist definitiv ein großes Plus für uns", sagte Shawn Marion: "Nun haben wir die Tiefe und die Größe, es mit jedem aufzunehmen." Was soviel heißen soll wie: auch mit den Lakers! Die "Mavs" sind bereit: Dirk Nowitzki ist ohnehin einer der überragenden Spieler der NBA. Jason Kidd, den viele schon abgeschrieben hatten, trumpft derzeit wieder auf wie zu besten Tagen. (Dass der Point Guard kommende Woche 37 wird, ist fast unglaublich.) Und auch Jason Terry steht nach seiner schweren Gesichtsverletzung kurz vor dem Comeback.
Doch dass man gerade in der Western Conference lieber Schritt für Schritt denken sollte, weiß keiner besser als die Mavericks. In der Saison 2006/07 gewannen Nowitzki & Co. in der Regular Season 61 Spiele, nur um dann in der ersten Play-off-Runde an den achtplatzierten Golden State Warriors zu scheitern.
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