
Berlin musste bei Aris Saloniki antreten, das vor zwei Wochen bei Alba knapp mit 65:61 gewann. Trainer Luka Pavicevic sah die Lage ganz nüchtern: "Jetzt ist Aris in derselben Situation, in der wir uns vor 14 Tagen befanden. Wir hatten damals die Chance, mit einem Heimsieg unser Schicksal in der Gruppe in die eigenen Hände zu nehmen. Jetzt hat Aris die Chance, mit einem Heimsieg die Tür zur nächsten Runde für sich aufzustoßen."
Und dies sollte den Griechen auch nach einiger Anlaufzeit gelingen. Zwar lieferte der Bundesliga-Spitzenreiter dem griechischen Ex-Meister über weite Strecken einen erbitterten Kampf und führte zur Halbzeit noch mit 38:36. In der Endphase ging den Berlinern aber die Puste aus, Aris drehte den Spieß um und siegte am Ende mit 78:67. Beste Alba-Werfer waren Jenkins und Jurica Golemac mit je 11 Punkten. Bei Golemac, der während des Spiels einen Schlag auf die Hand bekam, wurde später ein Bruch des Mittelhandknochens am Ringfinger festgestellt. Wie lange der Kroate ausfallen wird, ist noch offen.
Durch die zweite Niederlage im vierten Zwischenrundenspiel büßten die Berliner in der Vierer-Gruppe den zweiten Platz ein, der noch den Sprung in die nächste Runde ermöglicht. In acht Tagen empfangen die Berliner den französischen Vertreter Le Mans Sarthe, eine Woche später müssen sie zum Abschluss der Zwischenrunde beim spanischen Club Joventut Badalona antreten.
Die Brose Baskets waren mit 1:2-Siegen nicht optimal gestartet. Am Dienstagabend ging's zum ungeschlagenen Tabellenführer nach Bilbao. Und nach der dritten Niederlage in der Zwischenrunde droht den Bambergern, die sich den Spaniern mit 66:76 (35:38) beugen mussten, nunmehr das vorzeitige Aus. Zum Weiterkommen steht die Mannschaft von Trainer Chris Fleming nun bei den restlichen Spielen zu Hause gegen Panellinios Athen (2. März) und bei Benetton Treviso (9. März) unter Siegzwang.
Ebenfalls auswärts mussten die Göttinger in der EuroChallenge in Limassol antreten. Das Hinspiel hatten die Niedersachsen gegen Proteas EKA AEL Limassol locker mit 92:59 gewonnen. Im Rückspiel setzte sich Göttingen auf Zypern mit 97:90 (44:37) und hat einen wichtigen Schritt in Richtung Viertelfinale gemacht. Die Niedersachsen haben in der Zwischenrunde nun drei Siege und eine Niederlage auf dem Konto. Bester Werfer war Jason Boone mit 20 Punkten.
Für den letztjährigen Teilnehmer am Final-Four-Turnier der Eurochallenge war es die erste Heimniederlage in dieser Saison auf internationalem Parkett. Am 2. März kommt es zum wohl vorentscheidenden Spiel um den Sieg in Gruppe I. Dann empfängt der Bundesligasechste den russischen Klub Krasnje Krylia, dem bisher ebenfalls drei Siege gelangen.
Das einzige Heimspiel des Tages gab es in Quakenbrück zu sehen. Für Artland Dragons ging es gegen den ungeschlagenen Tabellenführer BC FMP Belgrad. "Wir müssen die Zone sauber halten", sagte Trainer Thorsten Leibenath vorher. "Das gilt bei den großen Spielern für die Rebounds, aber auch für die kleinen Spieler, die sehr gut zum Korb ziehen." Und sein Team hielt sich an seine Vorgaben und überraschte beim 82:72-Sieg gegen die Serben. Mit dem zweiten Sieg und sechs Punkten zogen die Dragons auf Rang drei in der Gruppe J mit Zagreb gleich, während Belgrad (7) Platz eins behielt.
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