Mit einer Gala-Vorstellung haben die EWE Baskets Oldenburg ihre Erfolgsserie fortgesetzt. Das Team von Trainer Predrag Krunic deklassierte TBB Trier 81:48 (44:22) und feierte den dritten Sieg in Folge. Die völlig indisponierten Gastgeber mussten dagegen nach drei Erfolgen in Serie wieder eine Niederlage hinnehmen. Der Titelverteidiger hat bei zwei Niederlagen nun sieben Siege auf seinem Konto. Trier weist sechs Siege und vier Niederlagen auf. Joshua Carter war mit 15 Punkten bester Werfer der Oldenburger, bei den Gästen traf Christopher Copeland (14) am besten.
Wenn es zum Duell zwischen Alba Berlin und den Skyliners aus Frankfurt kommt, kann durchaus von einem Klassiker in der BBL gesprochen werden. In der Mainmetropole war es am Samstag nun wieder soweit, die Albatrosse kamen zu Besuch. Zudem trafen zwei der besten Defensiven der Liga aufeinander. Die Berliner ließen im Schnitt nur 62,6 Punkte zu, die Deutsche Bank Skyliners dagegen gewährten ihren Gegnern 72 Punkte pro Spiel.
Zu Beginn sah alles nach einer deutlichen Angelegenheit für das Team von Headcoach Luka Pavicevic aus. Alba erwischte einen glänzenden Start und entschied das erste Viertel klar mit 21:7 für sich. Im weiteren Verlauf rissen sich die Hessen, die in den vergangenen Jahren ihre Heimspiele gegen die Berliner stets gewinnen konnten, am Riemen und kamen in einem von der Defensive geprägten Duell wieder ran. Im dritten Abschnitt wurde es schließlich so richtig spannend, Alba lag nur noch mit 40:38 vorne und Derrick Allen durfte an die Freiwurflinie. Der US-Amerikaner versiebte aber beide Würfe und der Ausgleich wurde zunächst nicht geschafft.
Die Gäste zogen wieder davon, doch Aubrey Reese brachte seine Farben im Schlussviertel mit zwei Dreiern zurück ins Match. Fünf Minuten vor dem Ende betrug der Vorsprung nur noch fünf Punkte. Die Mannschaft von Trainer Murat Didin zeigte sich aber wiederum nervenschwach. Zwei Angriffe über Moyer und Bahiense de Mello vergaben die Frankfurter leichtfertig. Dennoch sollte es ein dramatisches Finish geben, denn Reese verkürzte eine Minute vor dem Ende auf 52:55. Allerdings hatten die Albatrosse Ballbesitz und holten sich zudem noch drei Offensivrebounds in Folge. Als sich McElroy Sekunden vor Schluss von der Freiwurflinie treffsicher zeigte, war die Messe endgültig gelesen. Berlin gewann mit 59:53 (34:22). Dies war zugleich der erste Erfolg der Mannen von der Spree in der Mainmetropole seit dem 30. Dezember 2006.
Trotz des Sieges war für Steffen Hamann nicht alles Gold, was glänzt. "Wir haben verdient gewonnen, aber auch ein bisschen glücklich. Wir konnten uns auf unsere Defense verlassen, die wir auf höchstem deutschem Niveau spielen. Lediglich bei Fast-Breaks haben wir nicht gut ausgesehen", erklärte der Nationalspieler.
Unterdessen überraschte Phoenix Hagen die Giants aus Düsseldorf. Angetrieben von John Turek, der mit 19 Punkten glänzte, kamen der Aufsteiger zu einem 85:77 (34:36)-Erfolg. Auch die Gießen 46ers sorgten für einen Coup und stießen die Artland Dragons mit einem 85:76 (34:34) von der Tabellenspitze. Vor 3500 Zuschauern war einmal mehr David Teague mit 28 Punkten der Matchwinner für die Hessen. Die Dragons hatten in Toby Bailey (21 Zähler) ihren treffsichersten Akteur.
Das Verfolgerduell zwischen den Telekom Baskets Bonn und EnBW Ludwigsburg ging mit 74:59 (37:28) an die Rheinländer. Beide Teams haben nun 17 Zähler auf dem Konto.

Bereits am Freitag behielt der zweimalige deutsche Meister Brose Baskets Bamberg gegen die Eisbären Bremerhaven mit 74:57 (36:30) die Oberhand und kam damit zum dritten Sieg in Folge. Die Bamberger zeigten dabei von Beginn an kaum Schwächen und waren fast über die gesamte Partie das spielbestimmende Team. Nur entscheidend absetzen konnten sie sich nicht, so dass sie Mitte des dritten Viertels sogar erstmalig in Rückstand gerieten. Allerdings beweis die Mannschaft von Trainer Chris Fleming Moral und legte einen imposanten 27:1-Lauf hin, der letztlich der Grundstein für den Sieg war.
Die Oberfranken kletterten dadurch in der Tabelle weiter nach oben und schielen nun wieder auf die Spitze. Das Überraschungsteam aus Bremerhaven hingegen musste in Bamberg zudem die erste empfindliche Schlappe einstecken.
Beste Werfer Oldenburg: Carter (15), Bailey (11), Paulding (10), Hain (10)
Trier: Copeland (14)
Zuschauer: 3148
Beste Werfer Bamberg: Roberts (15), Jacobsen (12), Brown (11)
Bremerhaven: Lyde (18), Campbell (12), Gibbs (11)
Zuschauer: 6800 (ausverkauft)
Beste Werfer Frankfurt: Allen (15), Doliboa (14), Reese (13)
Berlin: Jenkins (15), Hamann (10), McElroy (10)
Zuschauer: 4920
Beste Werfer Hagen: Turek (19), Griffin (18), Kale (12), Kruel (10)
Düsseldorf: Archibong (16), Walker (12), Cox (12), Kosmalski (12), Geib (11)
Zuschauer: 2396
Beste Werfer Bonn: Ohlbrecht (17), Bowler (12), Jordan (10)
Ludwigsburg: Visser(13), Chaney (11), Lollis (10), Bailey (10)
Zuschauer: 4780
Beste Werfer Tübingen: Jenkins (26), Nadjfeji (18), Ratkovica (15), Wright (14)
Paderborn: Moore (18), Barrett (16), Dials (16)
Zuschauer: 2400
Beste Werfer Gießen: Teague (28), Jeffers (17), Williams (15), Johnson (15)
Quakenbrück: Bailey (21), Fenn (14), Campbell (12)
Zuschauer: 3500
Beste Werfer Ulm: Burns (20), Trice (18), Humphrey (13)
Braunschweig: Schaffartzik (16), Hicks (15), Fox (14)
Zuschauer: 2700
Bester Werfer Mitteldeutscher BC: Khartchenkov (15)Göttingen: Rochestie (23), Oliver (15), Jacobson (14), Little (12),
Zuschauer: 2500
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