Dramatik pur in Milwaukee. Beim Stand von 113:113 hatten die Bucks drei Sekunden vor Ende der Verlängerung den Ball. Rookie Brandon Jennings, der beim Sieg gegen die Golden State Warriors am Samstag mit 55 Punkten geglänzt hatte, setzte einen Dreierversuch jedoch weit daneben. So bekamen die Mavericks eine letzte Chance. Nowitzki bekam den Ball und gab mit der Schlusssirene aus knapp sechs Metern aus der Drehung einen Sprungwurf ab. Der Ball prallte auf den Ring, gegen das Brett und fiel von dort in den Korb. 115:113! Jubelszenen auf dem Parkett.
"Als der Ball hochsprang, sah es aus, als ob er ewig in der Luft bleiben würde. Es war wirklich ein Glückswurf und den brauchten wir dringend ", kommentierte Nowitzki, der von der NBA am Dienstag zum besten Spieler der Woche in der Western Conference gekürt wurde. Mit 32 Punkten und elf Rebounds war der Würzburger einmal mehr der erfolgreichste "Mavs"-Akteur. Ein gut aufgelegter Jason Kidd verteilte zudem 17 Assists und schrammte bei neun Punkten und zehn Rebounds knapp an einem Triple-Double vorbei. Ein Wermutstropfen war für die Texaner die Verletzung von Forward Shawn Marion, der im zweiten Viertel umknickte und mit einer Knöchelblessur ausschied. Bei den Bucks war Jennings, Spieler der Woche im Osten, mit 25 Zählern, sieben Rebounds und achts Assists erneut bester Akteur.
Von den vier Spielen auf ihrer Auswärtstour haben die Mavericks, die mit 8:3 Siegen die Southwest Divison anführen, nur eines verloren. Das bei den San Antonio Spurs. Am Mittwoch gibt es auf heimischem Parkett Gelegenheit zur Revanche.
Das Überraschungsteam der Saison sind bisher die Atlanta Hawks, die gegen die Portland Trail Blazers den fünften Sieg in Folge einfuhren und an der Spitze der Eastern Conference stehen. Verlassen konnten sich die Hawks dabei auf Joe Johnson, der beim 99:95 35 Punkte erzielte, acht davon in der Verlängerung, und Josh Smith (20 Punkte, 16 Rebounds). Für Portland war es nach sechs Siegen in Folge die erste Niederlage.
Bei den Orlando Magic gab Rashard Lewis nach abgesessener Zehn-Spiele-Sperre wegen eines erhöhten Testosteron-Wertes sein Saisondebüt. Nach oben ist beim All-Star nach zehnten Punkten zum Comeback zwar noch Platz, doch der Vizemeister siegte gegen die Charlotte Bobcats mit 97:91.

Die Bobcats hatten kurz vor dem Spiel mit einem Trade auf sich aufmerksam gemacht und sich die Dienste von Stephen Jackson gesichert. Der Forward hatte sich bei den Golden State Warriors mit Coach Don Nelson überworfen und vehement auf einen Trade gedrängt. Er bekam seinen Willen. Die Warriors erhielten im Gegenzug Raja Bell. Auch Acie Law und Vladimir Radmanovic tauschen die Arbeitgeber. Bei seinem Debüt in Orlando brachte es Jackson auf 13 Punkte und neun Rebounds.
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