
Es war eine beeindruckende Mannschaftsleistung der Boston Celtics am Mittwochabend. Die Gäste aus Charlotte hatten beim 59:92 letztlich nicht den Hauch einer Chance. "Aus meiner Sicht haben wir heute gegen das beste Team der Conference gespielt", bilanzierte Bobcats-Center Tyson Chandler und versuchte die hohe Niederlage zu erklären.
Vor allem die Abwehrleistung des Rekordmeisters um Kevin Garnett war ohne Fehl und Tadel. Phasenweise spielten die Bobcats wie gegen eine Mauer an, kassierten im zweiten und dritten Viertel einen 4:31-Lauf! Damit war dieses Spiel natürlich entschieden, Bostons Headcoach Doc Rivers ("Ich war mit unserer Offensive vor der Pause nicht zufrieden") konnte seine Stars frühzeitig auf die Bank schicken.

Während man in Boston also bester Dinge ist, musste Titelanwärter Cleveland Cavaliers einen Fehlstart schlucken. Nach der Heimniederlage gegen die Celtics ging auch das Spiel in Toronto verloren. Die Raptors begannen furios und führten mit bis zu 18 Punkten Vorsprung. LeBron James führte die Cavs wieder heran und holte sich seinen 25. Triple Double - allein, zum Sieg sollte es nicht reichen. Beim 91:101 sammelte der "King" 23 Punkte, 11 Rebounds und 12 Assists.
Dennoch stand er im Schatten der neu formierten Heimmannschaft, die eine elektrisierende Leistung im ausverkauften Air Canada Centre ablieferte. Der Italiener Andrea Bargnani (28 Punkte) startete mit einem Dunk von der Grundlinie und sorgte gleich für das nötige Feuer auf den Rängen. Torontos Superstar Chris Bosh fügte ein Double-Double (21 Punkte, 16 Rebounds) hinzu.
Bei den Cavs blieben die Neuzugänge Shaquille O'Neal und Anthony Parker mit je zwölf Zählern wieder blass. Hedo Turkoglu, der vom Vizemeister Orlando nach Kanada gewechselt war, holte ebenfalls zwölf Punkte. Der spanische Spielmacher Torontos, José Calderón, verteilte elf Assists.
Die Los Angeles Clippers blicken nach zwei Spielen auf einen ernüchternden Saisonstart zurück. Zunächst verletzte sich ihr Top-Pick Blake Griffin kurz vor dem Auftakt schwer und fällt wochenlang aus, nun gingen auch die beiden Spiele gegen Meister Lakers und die Phoenix Suns verloren. Beim 107:109 vor eigenem Publikum gegen die Suns überzeugte immerhin der wiedergenesene deutsche Nationalspieler Chris Kaman auf der Centerposition mit 22 Punkten und 9 Rebounds, bei Phoenix war Aufbauspieler Steve Nash mit 24 Punkten bester Werfer. In einer spannenden Schlussphase hatten die Suns die besseren Nerven. 23 Sekunden vor Schluss sorgte Leandro Barbosa mit einem Drei-Punkte-Wurf zunächst für eine 107:104-Führung der Gäste, Rasual Butler glich von "draußen" nochmals aus, ehe Nash fünf Sekunden vor Schluss die Entscheidung herbeiführte.

Mit Vizemeister Orlando Magic (120:106 gegen Philadelphia), den San Antonio Spurs (113:96 gegen New Orleans) sowie den Denver Nuggets (114:105 gegen Utah) gelangen hoch gehandelten Teams am Mittwoch Favoritensiege.
Chauncey Billups und Carmelo Anthony waren mit 25 bzw. 30 Zählern die Protagonisten beim Sieg der Nuggets gegen lange Zeit führende Gäste. Jazz-Guard Deron Williams glänzte mit 28 Punkten und 13 Assists.
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