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17.09.2009, 23:05

EM in Polen: Russland aus dem Rennen

"Rote Furie" erteilt Lehrstunde

Bei der Basketball-Europameisterschaft in Polen steht mit Serbien der erste Halbfinalteilnehmer fest. Im Duell zweier sehr junger Mannschaften behielten die Serben gegen Russland mit 79:68 die Oberhand, während der Titelverteidiger nach einer vor allem in der Offensive desolaten Leistung nun in die Platzierungsrunde muss. Am Abend setzte sich im mit Spannung erwarteten Duell der Titelfavoriten der Olympiazweite Spanien mit 86:66 gegen Frankreich durch.

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Novica Velickovic (Serbien)
Steht mit seinem Team im Halbfinale: Novica Velickovic (Serbien).
© imago Zoomansicht

Das erste Viertelfinale eröffneten zwei der erfolgreichsten Länder der Basketballgeschichte, die allerdings mit stark verjüngten Mannschaften nach Polen angereist waren. Serbien (Altersschnitt von 22.3) forderte Titelverteidiger Russland (24.7). Anfangs spielten beide Mannschaften auf Augenhöhe, die Vorteile wogen hin und her. So endete das erste Viertel mit 24:21 für die Sbornaja, doch danach riss bei den Russen der Faden völlig. Im zweiten Abschnitt geriet die russische Offense vollkommen aus dem Tritt - nur vier Punkte gelangen -, während die Serben auf die Tube drückten und davonzogen. Zur Pause führten die "Weißen Adler" mit 13.

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Und auch in der zweiten Hälfte ging es zunächst genauso weiter. Nach sich das Team von Dusan Ivkovic ein Vorsprung von 20 Zählern erarbeitet hatte, ließen es die Serben allerdings viel zu locker angehen und gerieten deswegen noch einmal in Gefahr. Russland gelangen ein paar schnelle Punkte und plötzlich waren die Russen wieder dran. Am Ende sollte es doch nicht reichen, da der Titelverteidiger im Angriff viel zu kompliziert agierte, so dass letztlich die Serben als erste Mannschaft mit einem 79:68 (41:28)das Halfinalticket lösten. Dort wartet nun der Gewinner aus dem Duell zwischen Slowenien und Kroatien.

Spanien nimmt Kurs

Holprig - das ist noch die höfliche Formulierung für den bisherigen Turnierverlauf des Titelfavoriten aus Spanien, der sich erst durch einen späten Sieg über Polen in das Viertelfinale zitterte. Dort wartete das mit NBA-Stars gespickte Team aus Frankreich um Superstar Tony Parker. Die Franzosen hatten bislang keine einzige Partie verloren geben müssen.

Auch Frankreichs Superstar Tony Parker kann Spaniens Jungstar Ricky Rubio nicht aufhalten.
© picture-alliance Zoomansicht

Doch angeführt vom bärenstarken Pau Gasol, der in den USA bei den L. A. Lakers zusammen mit Kobe Bryant für Furore sorgt, wurden die Iberer ihrer im Vorfeld der EM zugedachten Rolle diesmal gerecht - Spanien erteilte den Franzosen eine regelrechte Lehrstunde.

Am Ende stand es 86:66 für die "Rote Furie". Bereits nach zwei Vierteln hatten sich die Iberer einen fast uneinholbaren 15-Punkte-Vorsprung herausgeworfen und mit einem 47:32 die Zeichen eindeutig auf Sieg gestellt. Gasol war mit starken 28 Punkten Topscorer auf dem Parkett, zudem gelangen ihm neun Rebounds. Frankreichs Topspieler Parker kam hingegen nur auf magere sechs Zähler. Spanien misst sich nun im Halbfinale mit dem Sieger der Begegnung zwischen der Türkei und Griechenland.

17.09.09
 
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