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11.09.2009, 22:35

EM: Niederlage gegen Griechenland

Respekt verschafft, aber verloren

Das Abenteuer Basketball-EM ging für die "Bauermänner" in die Zwischenrunde: Nach dem K(r)ampf gegen Lettland kam es in der Gruppe E zur Final-Neuauflage von 2005 in Belgrad gegen Griechenland. Und auch diesmal musste sich die DBB-Auswahl beugen, allerdings machte sie es den Hellenen nicht gerade leicht. Zuvor setzte sich Russland in einem Krimi gegen Kroatien durch und bewahrte somit die eigenen Chancen aufs Viertelfinale. Am Abend watschte Frankreich Mazedonien ab.

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Steffen Hamann (re.) wird vom Griechen Ioannis Bourousis geblockt. Vasileios Spanoulis (li.) sieht zu.
Wenig Freude: Steffen Hamann (re.) wird vom Griechen Ioannis Bourousis geblockt. Vasileios Spanoulis (li.) sieht zu.
© picture-alliance Zoomansicht

Zum Auftakt der Zwischenrunde der Basketball-EM setzte es für Deutschland die erwartete Niederlage gegen die bisher unbezwungenen Griechen. Die "Bauermänner" verkauften ihre Haut aber teuer und boten dem Vize-Weltmeister erbitterte Gegenwehr, konnten jedoch nicht für eine Überraschung sorgen. Die Hellenen gewannen mit 84:76 (41:33).

Die junge Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann zeigte sich deutlich stärker als beim letzten Vorrundenspiel gegen Lettland und knüpfte weitestgehend an die guten Leistungen gegen Frankreich und Russland an, konnte die Griechen allerdings so gut wie nie ernsthaft in Gefahr bringen. Heiko Schaffartzik (23 Punkte) und Robin Benzing (16) wurden beste deutscher Werfer. Beim Medaillenkandidaten setzte Superstar Vassilis Spanoulis mit 20 Zählern die Akzente.

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Vor 2500 Zuschauern in der Luczniczka-Halle hatte Deutschland gegen die Südeuropäer zu Beginn vor allem in der Abwehr große Probleme. Spielmacher Steffen Hamann war bereits nach vier Minuten mit drei Fouls belastet und konnte deswegen in der Folge nur noch sporadisch eingesetzt werden. Nach sechs Minuten waren Schaffartzik und Jan-Hendrik Jagla von Außen erfolgreich, was die erste deutsche Führung (12:10/6.) bedeutete. Allerdings schlugen die Hellenen zurück und zogen bis zur ersten Pause auf 25:19 davon.

In der Folge spielte der Europameister von 2005 seine Stärken aus und hielt Deutschland auf Distanz. Dirk Bauermann reagierte und brachte früh den erst 19-jährigen Tibor Pleiß, der das Spiel der Deutschen wieder etwas belebte. Der Vorsprung der Griechen schmolz wieder, gänzlich verschwand er aber nicht. Mit acht Punkten Rückstand musste die DBB-Auswahl in die Halbzeit.

Griechische Routine setzt sich durch

Sven Schultze und der Grieche Sofoklis Schortsanitis (re.) im Duell.
Kampf um den Ball: Sven Schultze und der Grieche Sofoklis Schortsanitis (re.) im Duell.
© picture-alliance Zoomansicht

Im dritten Abschnitt erwischten die Griechen erneut den besseren Start und zogen auf 45:33 davon. Deutschland hielt jedoch kämpferisch dagegen und gab keinen Ball verloren. Patrick Femerling, Elias Harris, Demond Greene und Sven Schultze brachten die DBB-Auswahl wieder auf vier Punkte heran (45:49/26.). Der routinierte Favorit ließ sich aber nicht verunsichern und gab mit einer 12:3-Serie die passende Antwort. Im Schlussviertel wurde es aber wieder spannend. Dies lag vor allem an Robin Benzing, der im letzten Abschnitt zwölf Punkte markierte. Am Sieg der Hellenen war allerdings nicht zu rütteln.

Trotzdem zeigte sich Bauermann nach dem Spiel zufrieden: "Trotz der Niederlage kann man sehr, sehr zufrieden sein mit der Leistung", sagte der Bundestrainer und stellte fest: "Es war sicher das beste Spiel, das wir in den letzten Jahren gegen die Griechen gezeigt haben. Die Jungs haben mit viel Leidenschaft gespielt." Durchaus positiv sah auch Heiko Schaffartzik die Leistung seiner Kollegen: "Dass wir gegen eine so große Basketball-Nation wie Griechenland so lange mithalten konnten, darauf können wir auch ein bisschen stolz sein."

Dennoch kann die DBB-Auswahl weiterhin von einer Viertelfinalteilnahme träumen, das liegt am 76:73-Vorrundenerfolg gegen Titelverteidiger Russland. Die Bauermann-Schützlinge könnten mit einem Erfolg am Sonntag (15.45 Uhr) gegen Mazedonien das Tor zu den K.o.-Spielen weit aufstoßen. "Wenn alles normal läuft, wird das die Partie sein, in der es für uns um die Qualifikation für das Viertelfinale geht", erklärte Bauermann. In der Vorbereitung traf man bereits zweimal aufeinander, dabei gab's je einen Sieg und eine Niederlage für die deutschen "Riesen".

Russland wahrt seine Chancen

Russen und Kroaten unterm Korb.
Viel Trubel: Zwischen Russland und Kroatien ging's eng zu.
© imago

Zuvor gewann Titelverteidiger Russland gegen Kroatien in einem echten Krimi mit 62:59 (28:26) und wahrte damit die eigenen Chancen aufs Weiterkommen. Bester Werfer bei den Russen war Timofej Mozgov mit 18 Punkten. Sowohl die Russen als auch die Kroaten haben damit jetzt einen Sieg und zwei Niederlagen zu Buche stehen. Griechenland hingegen ist mit sechs Zählern bereits so gut wie sicher in der Runde der letzten Acht.

Neben den Griechen haben nun auch die Franzosen beste Aussichten auf das Viertelfinale. Das französische Starensemble legte gegen Mazedonien früh die Weichen auf Sieg. Die Equipe Tricolore führte zur Pause bereits mit 49:18 (!), ließ auch im zweiten Durchgang nichts mehr anbrennen und gewann schließlich leicht und locker mit 83:57 (49:18). Gleich fünf Franzosen punkteten zweistellig, während das keinem Mazedonier gelang.


Deutschland - Griechenland 76:84 (33:41)

Punkte für Deutschland: Schaffartzik 23, Benzing 16, Femerling 8, Greene 6, Harris 4, Ohlbrecht 4, Pleiß 4, Jagla 3, Schultze 3, Staiger 3, Wysocki 2
Griechenland: Spanoulis 20, Schortsanitis 14, Zisis 12, Fotsis 12, Printezis 8, Perperoglou 7, Kalampokis 5, Koufos 4, Bourousis 2
Zuschauer: 2500

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